Zäsur 1918
Stefan Löffler – Mit der neunten Austragung des Gedenkturniers für den Industriellen und Schachmäzen Leopold Trebitsch ging in den ersten Januartagen des Jahres 1918 auch eine Ära zu Ende. Die Ära, in der Schach eine Domäne der Bürgerlichkeit darstellte, in der Berufsspieler Kosmopoliten waren und Mäzene ihnen ein gutes Auskommen sicherten. Und auch die Zeit, in der Wien ein Zentrum, wenn nicht die Hauptstadt des internationalen Schachlebens war, weil Talente aus allen Teilen der K.u.K.-Monarchie zuströmten. Das von Vidmar vor einem gewissen Althof gewonnene Meisterturnier war das letzte, das der Wiener Schach-Klub in den feudalen Räumen des Palais Herberstein austragen

