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4. Spieltag 3. Mannschaft

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Doppeltes Glück und gute Mannschaftsleistung bringen uns zum unerwarteten 2.Mannschaftssieg am 4. Spieltag am 14.1.2018 Beinah hätten wir verloren gehabt, bevor es losging: Denn Dettenheim zählt zu den Vereinen, die bereits um 9 Uhr beginnen. Dabei war ich oft genug bei der Bezirksversammlung aller Vereinsvorstände und habe die fast jährliche Diskussion und Abstimmung über gemeinsamen Anfang um 10 Uhr oder so wie jetzt miterlebt. Indirekt hat Gerts "Um 9 Uhr Treffen" zu mir letzten Mittwoch uns gerettet!

Aber wir waren zu neunt pünktlich anwesend und uns blieb ausreichend Zeit für unser Mannschaftsfoto. Denn Dettenheim hat insgesamt nur noch neun Vereinsmitglieder, von denen nur 7 noch spielen. Und der Vereinsvorsitzende Kurt Löhlein kam verspätet, weil er die Vereinsfahne noch suchen musste, die bei jedem Heimspiel im Rathaus gehisst wird. Jeder "Dorfverein" hat halt seine Spezialitäten - auch nett! Und er meinte zudem, sie hätten auch um 10 Uhr noch gegen uns gespielt, weil sie einfach spielen wollen - ist auch äußerst selten heutzutage.

Aber ob wir dann auch gewonnen hätten? So gingen wir mit einem: Wir lassen uns auch nicht von fast 200 DWZ-Punkten Unterschied im Mannschaftsdurchschnitt erschrecken! in die Spiele. Und so hatte tatsächlich jeder einen, zum großen Teil deutlich, "besseren" Spieler gegenüber - am schärfsten wieder einmal Artur mit fast 500 Punkten!

Aber der Reihe nach: Als erster überraschte uns Sebastian mit einem Sieg über seinen erwachsenen Gegner. Dieses war Lars nicht vergönnt, denn er hatte den einzigen Jugendlichen (auch ehemaliger Realschüler)gegenüber und konnte nach zweifachem Figurenverlust nix mehr retten. Auch Carlos gab schließlich auf, nachdem er erst beim Anfassen seines Turmes bemerkte, dass er damit eine Figur verlor - wie bekommen wir ihn zum langsameren und überlegteren Spielen? Taktiktraining und viele Turniere spielen - meint Spielertrainer Nikolaus Sentef.

Anders unser "Ersatzmann" Tobias Bantle, der nach 1 1/2 Jahren endlich wieder einmal am Brett saß: Er war sich nach so langer Zeit nicht sicher, ob er sein Endspiel noch gewinnen könnte und bot seinem Gegner ein Remis an. Damit hatten wir aus der Hälfte der Partien wegen des freien 8.Brettes bereits 2 1/2 Punkte. Einen weiteren halben steuerte dann unser beständiger Oliver an. Die größte Überraschung kam von Artur: er konnte die Dame des Vorsitzenden fangen und den Vorteil (große Qualität meinte dieser) sicher zu Ende bringen.

Damit war bereits ein aufmunterndes Mannschaftsremis erreicht. Natürlich war ich wieder der Letzte. Weil ich mit der französischen Vorstoßvariante in letzter Zeit oft Schiffbruch erlitten hatte, wollte ich mit c4 aus der Theorie heraus - eine typisch selbstquälerische Wahl von mir. Denn die ganze Partie über stand ich wegen des Isolanie schwer unter Druck - nur mein Zeitvorteil war extrem ungewöhnlich: nach 20 Zügen hatte ich 1 1/2 Stunden verbraucht, Malte 1 3/4 ! Und tatsächlich gewann ich durch Zeitüberschreitung - konnte es selbst erst glauben als das Blättchen gefallen war. Vielleicht ging es ihm ähnlich wie mir: Gegen Spieler, die ich persönlich kenne, fällt es mir oft viel schwerer.

Bleiben noch Gabriel und Jose: Ersterer war nicht böse über seinen kampflosen Punkt, zumal die Zeit gut durch viele Trainingspartien gegen Jose überbrückt wurde. Besser hätte es also kaum laufen können. Denn nun gehen wir entspannt und zuversichtlich in die nächsten Runden.

Hier geht es zum Ergebnis

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