Ullis Randnotizen – Nachdenklich
Vor einigen Tagen sprach mich ein alter Freund an und beschwerte sich über die Langeweile, die im Schachsport herrsche. Es fehle die Spannung. Selbst eine noch so professionell organisierte Veranstaltung und perfekteste Internetpräsentation ändere nichts daran. Vor allem würden die Partien viel zu lange dauern. Außerdem wären Schachspieler in der Regel doch eher unterkühlt. Sie würden keine Emotionen zeigen. Nach Verlustpartien schiebe kaum jemand mehr wütend die Figuren zusammen, beschimpfe den Gegner oder würde den König quer durch den Turniersaal werfen. Nach Siegen mache man auch weder eine Beckerfaust noch finde eine Jubelorgie statt. Szenenapplaus im Turniersaal sei ja sowieso

