Erfolgreiche NRW-Auswahl bei der DLM
Auch in diesem Jahr fand wieder in Hannover die DLM statt. Allerdings wird dies erst einmal die letzte Auflage in der niedersächsischen Landeshauptstadt gewesen sein. Im nächsten Jahr ist Würzburg Gastgeber des Traditionsturniers.
Leider war es auch in diesem Jahr wieder äußerst schwierig, Spieler zu finden, die die Schachjugend NRW bei diesem traditionellen Vergleichskampf vertreten wollten.
Während die meisten anderen Landesschachjugenden mit zahlreichen Spitzenspielern wie dem ehemaligen Europameister Leonid Sawlin, der ehemaligen Europameisterin Fiona Sieber oder Nationalspielerin Josefine Heinemann antraten, musste ich erneut die Absagen nahezu aller Spitzenspieler verkraften, die teilweise aufgrund schulischer Verpflichtungen, überwiegend aber wegen der Kosten, die mit der Teilnahme verbunden sind, nicht mitspielen konnten oder wollten. Dabei waren insbesondere die Spitzenbretter fast durchgehend hochkarätig besetzt.
Ich entschied mich daher, überwiegend Spieler der jüngeren Jahrgänge zu nominieren und mit jeweils vier Mädchen und Jungen anzutreten. Der einzige Spitzenspieler aus der U18, der bereit war, die jungen Spieler nach Hannover zu begleiten, war Tristan Niermann. Hinter ihm kam die Nr. 1 der deutschen U12-Rangliste Leopold Wagner zum Einsatz. Von der DWZ fast gleichauf waren an den Brettern drei bis fünf Adrian Deleré (U14), Aik Arakelian (U12) und Melanie Müdder (U14). Eva Rudolph (U14) an Brett sechs hatte zuletzt sehr erfolgreich gespielt. Auch Lisa-Marie Möller (U16) konnte sich im letzten Jahr stark verbessern. Luisa Bashylina (U12) war als stärkstes Mädchen ihrer Altersklasse in NRW gesetzt.
Christof Sielecki war als zweiter Trainer mitgereist und trug maßgeblich zum guten Mannschaftsklima und dem letztlich erfolgreichen Abschneiden der Mannschaft bei. Außerdem unterstützte uns mein achtjähriger Sohn Lukas als Co-Trainer und Maskottchen.
Gleich in der ersten Runde mussten wir gegen den späteren Sieger Berlin antreten, die an den ersten drei Brettern fast einen Elodurchschnitt von 2400 aufwiesen. Luisa erzielte früh ein Remis. Zwar zeichnete sich schnell ein Berliner Teamerfolg ab. Aber mit 0,5-7,5 wurden wir angesichts der Partiestellungen sicher um ein bis zwei Punkte zu hoch besiegt.
In Runde zwei besiegten wir Brandenburg mit 6-2 und mussten danach gegen Schleswig Holstein-antreten. Hier überzeugten unsere Mädchen an den Brettern sechs bis acht mit 2,5 Punkten. Leider gab es davor keine Punkte.

