Bella Figura
Stefan Löffler – Wo Schachgroßmeister mit russischen Oligarchen, Diplomaten, Bankern, Edeluhrmachern und schönen Frauen anstoßen wie bei der Party zum Auftakt des Genfer Grandprixturniers, wirkt die internationale Schachwelt noch in Ordnung. Doch hinter dem schönen Schein brodelt es. Dem Weltschachbund ist die Veranstaltungs- und Vermarktungsfirma Agon des Russen Ilja Merenzon inzwischen mehrere Hunderttausend Euro an Lizenzabgaben schuldig. Die Preisgelder des vorigen Grandprixturniers in Moskau wurden den Profis, wie Chess.com erfuhr, mit sechs Wochen Verspätung bezahlt – gerade noch rechtzeitig, um die Stimmung nicht zu verderben. Die Grandprixserie leidet unter zahlreichen Konstruktionsfehlern, die vorwiegend dem Weltschachbund anzulasten sind: Zu viele deutlich

