Ehrennadel Daniel Mohr
Lieber Daniel,
heute ist nicht nur der Tag der Verbandstagung, sondern auch der Tag, an dem die Schachjugend NRW dich mit der Ehrennadel auszeichnet.
Es ist ein Glücksfall für das Schach, dass du dich für diesen Sport entschieden hast. Dein vielseitiges Engagement, das auch noch derartig konstant ist, ist selten. Bei der Zusammenstellung deiner ehrenamtlichen Tätigkeiten, fiel mir vor allem eines auf: Von Verein bis NRW hast du eigentlich nur wenige Möglichkeiten ausgelassen, dich zu engagieren!
Lass mich einige der Stationen herausgreifen.
Nachdem du in den Verein eingetreten bist, war der Beginn deines Engagements beim SC Weidenau/Geisweid relativ klassisch: Mannschaftsführer der Jugend und Spielleiter. Du bist der Beleg dafür, dass es sich lohnt, schon früh auf eigenverantwortliches jugendliches Engagement zu setzen!
Im selbigen Verein, dem du dich seit mehr als zehn Jahren als Geschäftsführer engagierst, nennen die Vereinsmitglieder mir einen maßgeblichen Grund dafür, dass der Verein im Bürgerhaus eine feste Bleibe hat: Dich. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie schwierig solche Verhandlungen sind.
Im Bezirk und Verband hast du dich seit vielen Jahren über die Vereinsgrenzen hinaus engagiert, mit einem Schwerpunkt auf Veranstaltungen der Jugend. Neben zahlreichen Spielleiteraufgaben, welche auch die Betreuung von mehrtägigen Jugendmeisterschaften mit Übernachtung beinhaltet, sowie Gremientätigkeiten, besteht dein Engagement auch aus umfassenden redaktionellen Arbeiten; ob es nun ein Webauftritt ist oder ein Ergebnisheft: Man kann dein Wirken quasi lesen!
Auf der Ebene der Schachjugend NRW bist du als langjähriger Organisator des Jugendopens bekannt. Dass sich solch eine riesige Veranstaltung über so viele Jahre gehalten hat, ist auf deinem Mist gewachsen.
Mehr oder weniger unauslöschbar in meiner Erinnerung eingebrannt hat sich ein Satz, dem du im Anschluss an ein Jugendopen in einem Gespräch mit Martin Blasche gesagt hast: Der Satz lautete: »Was können wir besser machen?« Der Satz an sich ist nicht so spektakulär; für mich spektakulär ist jedoch die Tatsache, dass dies dein erster Gedanke nach einer anstrengenden mehrtätigen Jugendveranstaltung war: Die Kisten waren noch nicht gepackt, die letzten Teilnehmer waren gerade weg, und schon betreffen deine Gedanken eine selbstkritische Bestandsaufnahme der Maßnahme und eine verbesserte Fortsetzung im nächsten Jahr. Davon kann man sich, und das ist mehr als eine Phrase, eine Scheibe abschneiden.
Zwei hoffnungsvolle Dinge möchte ich zum Schluss nennen:
- Dass du dich weiterhin engagierst (so seit 2015 als Vorsitzender des Schachverbandes Südwestfalen), belegt für mich, dass die Kette deines Engagements noch lange nicht abgebrochen ist.
- Dass du konsequent auf jugendliches Engagement setzt, belegt für mich, dass du im Herzen jugendlich und über alle Formalia hinweg ein Vertreter der Jugend geblieben bist!
Wer könnte besser geeignet sind, mit der Ehrennadel der SJNRW ausgezeichnet zu werden, als du?
In diesem Sinne, vielen Dank!

