Ein Auftakt nach Maß!
2 Spiele – 2 Siege. Baseball-Herz, was willst du mehr? Zum Auftakt der neuen Saison gewinnt das Team der Mainz Athletics beide Spiele gegen die München-Haar Disciples. Nach dem 4-3 Sieg am Freitagabend sehen die Zuschauer am Samstag einen 7-3 Erfolg unserer Mannschaft. So kann es gerne weitergehen.
„Es ist natürlich immer geil am Opening-Weekend zwei Siege zu holen. Haar war der erwartet schwere Gegner und wir haben bei beiden Spielen zunächst zurück gelegen. Dann aber beide Spiele zu drehen, und das auch noch vor den eigenen Fans, ist natürlich Super.“ resümiert der Catcher Felix Thierolf, der ein Kandidat für den MVP in der Mainzer Defensive war.
Das erste Spiel am Freitagabend beginnt mit einer ganz starken Anfangssequenz von unserem Neuzugang Leo Bristow. Seine ersten sechs Würfe sind allesamt Strikes und daraus resultieren die ersten beiden Outs. Danach verliert er leider etwas die Kontrolle über seine Würfe und wir gehen mit einem 0-2 aus der ersten Hälfte des ersten Innings. „Ich habe ein wenig meinen Focus verloren und es kam alles zusammen. Haar hat gut geschwungen und wir hatten bei ein paar Bällen auch ein wenig Pech. Aber meine Mannschaftskollegen halfen mir, dass es nicht ganz so übel wurde.“ erklärte Leo Bristow nach dem Spiel.
Bis zur unteren Hälfte des vierten Innings tat sich nicht viel, zu dominant waren die Verteidigungen der beiden Mannschaften. Unser australischer Neuzugang Sean Maple holte einen Walk und nach einem Wild Pitch gelangte er an die zweite Base. Dann schaffte es Caelan Sullivan mit einem Single Sean Maple nach Hause zu bringen. Somit verkürzten wir den Rückstand auf 1-2.
Der Ausgleich gelang unserem Team dann im sechsten Inning, als Lennard Stöcklin ein Single schlug und Will Kilgore über die Home Plate lief. Zu diesem Zeitpunkt war der Starter der Athletics bereits aus dem Spiel genommen worden und Yannic Wildenhain stand auf dem Mound. Leo Bristow war nach dem Spiel dann auch zufrieden: „Ich glaube, meine Leistung war ganz okay heute. Das Verständnis mit Felix als Catcher war richtig gut. Prinzipiell haben wir eine richtig gute Stimmung in der Truppe, man kann sagen, dass die Chemie zwischen uns stimmt!“
Nach dem dritten Walk im siebten Inning gingen die Gäste wieder in Führung, was unsere Mannschaft aber schnell beantwortete. Sean Maple schlug einen perfekten Homerun und brachte sich und Kenny Fermin nachhause. Zum ersten Mal führten die A’s im Spiel. Mit der Führung im Rücken pitchte Yannik Wildenhain ein perfektes achtes Inning, konnte diese Leistung aber leider nicht mit in das neunte Inning rüber nehmen, sodass auf einmal zwei Gäste-Spieler auf Base waren, bei einem Out. Auftritt Merlin Bendlin!
Als ob er sein ganzes Leben nichts anderes gemacht hat, als in der Ersten Bundeliga als Closer anzutreten, schaffte er zunächst ein Strike-Out und nach einem Schlag zur dritten Base und dem Wurf von Lennard Stöcklin zu Will Kilgore an die erste Base war das Spiel gewonnen. Etwa 800 begeisterte Fans jubelten und feierten das Team und den ersten Sieg in der Saison.
„Wir hatten im Training abgeklärt, dass ich am Ende reinkommen werde, wenn es knapp wird. Ich hatte eine gesunde Nervosität als ich reingekommen bin, aber ich hatte keine Angst, da ich von meiner Qualität überzeugt war. Es war auch unglaublich, wie das Publikum bei jedem Strike den ich geworfen habe, getobt hat. Das kannte ich so gar nicht.“ schilderte unser Closer seine Eindrücke nach Spielschluss.
Das zweite Spiel am Samstag fand dann bei bestem Baseball-Wetter statt und vor wiederum gutem Besuch. Etwa 500 Fans kamen in den Ballpark und unterstützen ihr Team. Auf dem Mound startete diesmal der nächste Neuzugang Ryuto Konno. Und wieder gingen unsere Gäste mit 0-2 in Führung, diesmal dauerte es jedoch bis zum dritten Inning. Bis dahin war das Spiel ziemlich ereignisarm, nur die „Geräusche“, die aus dem Gäste Dugout kamen, sorgten für Aufsehen. Doch bereits im unteren Bereich des dritten Innings konnte das Mainzer Team zurückschlagen und nachdem Luis Fermin, der zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga kam, über die Home Plate gewalked wurde, brachte Caelan Sullivan mit einem Single Kevin Kotowski und Kenny Fermin nachhause. Somit gingen die A’s mit 3-2 in Führung.
Diese Führung hielt bis zum fünften Inning, in dem die Gäste aus Haar zum 3-3 ausglichen. Nach dem Ausgleich wurde die Atmosphäre auf den Platz etwas hitziger, da sich die Gäste danach mehrere Male benachteiligt gefühlt haben. Unser Team ließ sich davon nicht beeindrucken oder beeinflussen, sondern ging weiter konzentriert zu Werke. Mit back-to-back Homeruns konnten Sean Maple und Will Kilgore die Führung wieder zurückerlangen. Nicholas Mosier ersetzte im sechsten Inning unseren Starter Ryuto Konno, der ein gutes Debüt feierte.
Nicholas ließ überhaupt nichts zu, dafür scorte dann Caelan Sullivan durch einen sac fly von Lennard Stöcklin im siebten Inning zum zwischenzeitlichen 6-3 und Kelly Fermin scorte zum Endstand 7-3 nach einem wild pitch zu Martin Kipphan. Im neunten Inning kam wieder Merlin Bendlin auf den Mound und machte da weiter, wo er am Freitagabend aufgehört hatte und nach wenigen Pitches und einem Double Play endete das Spiel mit einem Sieg für unsere Mannschaft.
Coach Nici Weichert war zufrieden mit dem ersten Wochenende: „Das war schon ganz gut für den Anfang aber wir werfen noch ein paar Balls zu viel und auch in der Offensive könnten wir noch besser treffen. Mal sehen, was uns in Regensburg erwartet, das wird der erste richtige Härtetest. Regensburg hat beide Spiele gegen Gauting klar gewonnen, das Team scheint in sehr guter Form zu sein.“
Besonders muss man nochmals den Einstand von Luis Fermin ansprechen, der seinen ersten Hit, seine ersten Stolen Base und seinen ersten Run verzeichnen konnte.
Abschließend kann man sagen, dass man bei allen Verantwortlichen und Spielern, mit denen man sich unterhalten hat, immer wieder gehört hat, wie gut die Stimmung innerhalb des Teams ist. Zum Schluss dann noch ein Zitat von Leo Bristow, der auf die Frage, was denn die ersten Eindrücke aus Mainz sind, sagte: “I love everything about it!“
Go A’s!
Text: Christoph Stendzina
Fotos: Max Drevermann / Cole Sullivan

