Leichtathletik-EM 2026: So schneidet Deutschland im Medaillenspiegel ab
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Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham sind alle Entscheidungen gefallen. So schneidet Deutschland ab. Wie stehen die deutschen Athleten im internationalen Vergleich da? Welche Nation führt die Rangliste an? Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham sind alle 52 Entscheidungen ausgetragen. Deutschland durfte gleich mehrfach über Medaillen jubeln. Doch auch die anderen Nationen sahnten mehrfach Edelmetall ab. t-online bietet eine Übersicht des Medaillenspiegels der besten zehn Nationen. Nation Gold Silber Bronze Gesamt 1 Italien 10 6 6 22 2 Großbritannien 9 8 2 19 3 Deutschland 6 10 5 21 4 Niederlande 5 3 6 14 5 Norwegen 4 0 2 6 6 Schweiz 3 3 1 7 7 Spanien 2 2 4 8 8 Schweden 2 1 2 5 9 Irland 2 1 1 4 10 Finnland 2 1 0 3 Die deutschen Medaillen von Birmingham im Überblick Gold Marathon: Amanal Petros Speerwurf: Julian Weber 200 Meter: Owen Ansah Zehnkampf: Leo Neugebauer 3.000 Meter Hindernis: Gesa Felicitas Krause 3.000 Meter Hindernis: Frederik Ruppert Silber Speerwurf: Nick Thumm 4x100-Meter-Staffel (Männer): Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah Diskuswurf: Shanice Craft 400 Meter Hürden: Emil Agyekum 5.000 Meter: Florian Bremm Hammerwurf: Merlin Hummel Zehnkampf: Niklas Kaul 4x100-Mixed-Staffel: Kevin Kranz, Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Gina Lückenkemper Speerwurf: Julia Ulbricht Marathon-Teamwertung: Amanal Petros, Samuel Fitwi und Richard Ringer Bronze Kugelstoßen: Yemisi Mabry 100 Meter: Owen Ansah 3.000 Meter Hindernis: Olivia Gürth Diskuswurf: Henrik Janssen 3.000 Meter Hindernis: Karl Bebendorf Frederik Ruppert schwebte leichtfüßig zu Gold und machte drei Tage nach Gesa Krause die deutsche Hindernis-Herrlichkeit perfekt, Malaika Mihambo flog hingegen in einem dramatischen Weitsprung-Thriller an einer Medaille vorbei. Medaillenspiegel könnte sich nachträglich noch ändern Neben Gold für Ruppert und Bronze für seinen Hindernis-Kollegen Karl Bebendorf gab es am Schlusstag der Titelkämpfe überraschend Silber für Speerwerferin Julia Ulbricht und die Mixed-Sprintstaffel um Gina Lückenkemper . Am Morgen hatte schon Marathonläufer Amanal Petros souverän Gold gewonnen. Es war das beste deutsche EM-Ergebnis seit Budapest 1998, als Stars wie Heike Drechsler, Grit Breuer und Lars Riedel 23 Medaillen (8-7-8) einfuhren. Trotz des schmerzhaften fünften Platzes von der Tokio-Olympiasiegerin feierten die deutschen Leichtathleten einen starken Abschluss einer großartigen EM in Birmingham – so stark wie in England hatte das DLV-Team seit 28 Jahren nicht mehr bei Europameisterschaften abgeschnitten. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. So könnten die beiden Medaillen von Sprinter Owen Ansah – er holte Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter – nachträglich noch annulliert werden. Gegen den deutschen Leichtathleten läuft ein Verfahren wegen eines verpassten Dopingtests im Vorfeld der EM. Die National Anti-Dopingagentur (Nada) hat noch nicht über seinen Fall entschieden. Ihm droht allerdings eine vierjährige Wettkampfsperre. Sollte Ansah gesperrt und ihm die Medaillen aberkannt werden, würde Deutschland mit 5 statt 6 Goldmedaillen gewertet werden. Auf die Reihenfolge im Medaillenspiegel hätte dies jedoch keine Auswirkungen, da der Viertplatzierte Niederlande weniger Silbermedaillen (3) gesammelt hat als Deutschland (10).

