Ex-Tennis-Chef Stauder wird 80 - «Boom lässt sich nicht wiederholen»
Essen/Berlin (dpa) - Der ehemalige Tennis-Präsident Claus Stauder glaubt nach den sportlichen Erfolgen von Angelique Kerber und Alexander Zverev auch an einen wirtschaftlichen Aufschwung für den lange Zeit finanziell angeschlagenen Verband. «Ich freue mich, dass sich in letzter Zeit alles so positiv entwickelt hat», sagte der frühere Chef des Deutschen Tennis Bundes einen Tag vor seinem 80. Geburtstag in einer DTB-Mitteilung vom Donnerstag. «Auch wenn sich ein Boom wie in den 80er und 90er Jahren sicherlich nicht mehr wiederholen lässt, sehe ich doch einen sportlichen Aufschwung, an dessen Ende auch größere wirtschaftliche Erfolge für den Verband wieder möglich sein dürften», wurde Stauder zitiert.Von 1985 bis 1999 führte der Bierbrauer aus Essen während der Blütezeit des deutschen Tennis den Verband. Dass der damalige Top-Star Boris Becker heute wieder beim DTB als Herren-Chef arbeitet, bezeichnete Stauder als «hervorragend». Der dreimalige Wimbledonsieger könne «mit seiner ganzen Erfahrung im Nachwuchsbereich Impulse setzen und den Talenten glaubwürdig vermitteln, worauf es ankommt», betonte der Hobby-Tennisspieler.An seine 80. Geburtstag am Freitag werde er «die Ruhe suchen und im engsten Kreis der Familie feiern», kündigte er an. Ende April soll es dann noch einen Empfang bei seinem Heimatverein ETUF Essen geben.

