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Spannung bis zum Ende: Fed-Cup-Entscheidung in Minsk erst im Doppel

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Das Doppel muss es richten! Erst im fünften und letzten Spiel der Fed-Cup-Begegnung in Weißrussland fällt die Entscheidung über das Weiterkommen. Die stark ersatzgeschwächte deutsche Tennis-Mannschaft darf weiter auf das Halbfinale hoffen.Minsk (dpa) - Die Entscheidung im Erstrunden-Duell des Fed Cups zwischen Weißrussland und Deutschland fällt im Doppel. Debütantin Antonia Lottner verlor am Sonntag in Minsk das vierte Einzel gegen Aryna Sabalenka trotz einer starken Leistung mit 3:6, 7:5, 2:6. Damit steht es vor dem abschließenden Tennis-Doppel 2:2, weil Tatjana Maria die stark ersatzgeschwächte deutsche Mannschaft zuvor durch ein 6:4, 5:7, 6:0 gegen Vera Lapko in Führung gebracht hatte. Der neue deutsche Teamchef Jens Gerlach hat bislang Anna-Lena Grönefeld und Anna-Lena Friedsam für die entscheidende Partie vorgesehen. Änderungen sind aber noch kurzfristig möglich.Lottner knüpfte zwar nahtlos an ihre gute Leistung aus dem Spiel gegen Alexandra Sasnowitsch an, das sie am Samstag bei ihrem Fed-Cup-Debüt völlig überraschend mit 7:5, 6:4 gewonnen hatte. Am Ende war Sabalenka, die am ersten Tag bereits Maria mit 4:6, 6:1, 6:2 besiegt hatte, aber zu stark. Mit ihrem druckvollen Spiel hielt die Nummer 63 der Welt die Gastgeberinnen im Spiel.Lottner zeigte erneut keine Nerven und ließ ihr großes Potenzial immer wieder aufblitzen. Die 21-Jährige ließ sich auch vom verlorenen ersten Satz nicht beirren und hielt weiter munter dagegen. Der Lohn: Mit 7:5 sicherte sie sich den zweiten Abschnitt und ließ die Zuschauer in der imposanten Tschyschouka-Arena damit erst einmal verstummen. Doch im dritten Satz steigerte sich Sabalenka wieder und schaffte damit den Ausgleich zum 2:2.Deutschland fehlen in der weißrussischen Hauptstadt unter anderem die Top-Ten-Spielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges. Auch Laura Siegemund, Carina Witthöft, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki sind zum Auftakt in die neue Fed-Cup-Saison nicht dabei. Die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes war deshalb als klarer Außenseiter angereist, darf aber weiter auf den Coup hoffen.Maria verwandelte nach 2:06 Stunden ihren zweiten Matchball. «Es ist natürlich ein unbeschreibliches Gefühl, dass ich dieses Spiel gewonnen und Deutschland in Führung gebracht habe», sagte Maria nach der wenig hochklassigen, aber lange Zeit spannenden Partie.Die 30-Jährige hatte zunächst einige Mühe, sich auf die neue Gegnerin einzustellen. Erst rund eine Stunde vor der Partie hatte festgestanden, dass Sasnowitsch nicht spielen würde. Doch im Laufe des ersten Satzes steigerte sich die in den USA lebende Mutter einer Tochter und gewann den ersten Durchgang mit 6:4.Danach leistete sich Maria aber zu viele leichte Fehler, so dass Lapko trotz eklatanter Schwächen beim Überkopfball den zweiten Durchgang gewinnen konnte. In der kurzen Pause zwischen zweitem und dritten Satz baute Gerlach seine Topspielerin aber wieder auf und stellte sie taktisch neu ein. Das zahlte sich aus. Mit zwei schnellen Breaks brach Maria den Widerstand ihrer Gegnerin und holte den zweiten deutschen Punkt.

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