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Tischtennis-WM: China verliert erstmals seit 26 Jahren

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Seit 2000 hat das chinesische Team kein WM-Spiel im Tischtennis mehr verloren. Doch diese Serie ist jetzt vorbei. Seit 25 Jahren und drei bis vier Spielergenerationen besetzen die Schmetterkünstler aus dem Reich der Mitte den WM-Thron und besitzen auch bei Olympia seit Einführung des Mannschafts-Wettbewerbs 2008 in Peking ein Gold-Abonnement. Die Zeiten völlig uneingeschränkter Überlegenheit aber scheinen vorbei. Die chinesische Nationalmannschaft der Männer hat erstmals wieder ein WM-Spiel verloren. Nach zehn Titelgewinnen in Serie unterlag die Tischtennis-Weltmacht bei der Team-WM in London am Sonntag in ihrem zweiten Gruppenspiel mit 1:3 gegen Südkorea. Zuletzt hatten die Chinesen auf diesem Niveau eine Niederlage im Weltmeisterschafts-Finale 2000 in Kuala Lumpur kassiert. Damals hieß der Gegner Schweden. "Ich will nicht sagen, dass der Serien-Weltmeister China ins Straucheln geraten ist. Aber er wirkt ein bisschen angreifbarer", sagte der deutsche Sportvorstand Richard Prause. "Die Chinesen sind nicht unkaputtbar. Auch sie müssen mit ihren Kräften haushalten. Sie haben eine sehr junge Generation. Und auch in China fallen die Talente nicht von den Bäumen." Dass die große chinesische Dominanz zumindest bei den Männern vorbei ist, hatte sich bereits in den vergangenen Monaten abgezeichnet. Mit Ma Long und dem Bundesliga-Profi Fan Zhendong vom 1. FC Saarbrücken beendeten die Einzel-Weltmeister und -Olympiasieger von 2015 bis 2024 ihre Nationalmannschafts-Karrieren. Neben dem aktuellen Weltmeister Wang Chuqin gibt es nur noch einen weiteren Spieler aus China in den Top 10 der Weltrangliste. Von Zweifeln unbeeindruckt hatte sich vor dem WM-Auftakt noch Chinas Nationaltrainer Wang Hao gegeben. Er betonte selbstbewusst: "Wir erwarten bei der WM große Herausforderungen, aber wie immer ist der Titel unser Ziel." Starker WM-Auftakt für DTTB-Teams Die deutschen Tischtennis-Teams sind dagegen mit Schwung in die WM gestartet. Die Frauen um die Weltranglistenneunte Sabine Winter holten am Samstag zwei Siege gegen den WM-Dritten Frankreich (3:1) und Gastgeber England (3:0), die Männer setzten angeführt vom überragenden Dang Qiu mit einem 3:2 zum Auftakt gegen Japan ein erstes Ausrufezeichen. Am Abend musste sich das Team dann den Franzosen um den Olympia-Dritten Felix Lebrun geschlagen geben (1:3). Der Sieg gegen Japan habe aber bereits "Selbstvertrauen" gegeben, sagte Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf: "Die Jungs haben gegen eine Top-Mannschaft, die hier Weltmeister werden will, gut gespielt. Es fühlt sich an wie ein großer Sieg, ist aber leider nur die Gruppenphase." Und die hat noch gar keine allzu große Bedeutung. In den vorgeschalteten Spielen geht es um eine Setzung für die Positionen eins bis acht, die K.-o.-Phase beginnt erst am Montag. Zuvor spielen die Frauen am Sonntag (13.30 Uhr) noch gegen Mitfavorit Japan. Die Männer treffen zum Abschluss der "Vorrunde" auf Taiwan (18 Uhr).

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