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Thüringer Schützenbund: Erfolgreicher Schützentag in Sondershausen

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Er wolle den Verband, der mit circa 18.600 Mitgliedern zu den vier größten Sport­verbän­den in Thüringen zählt, zielge­richtet weiter­entwickeln und mit all seiner Erfahrung voran­bringen, sagte Thon. Die Sanierungs- und Umbau­arbeiten am Schieß­sport­zentrum Suhl mit dem Olympia­stützpunkt, um inter­national konkurrenz­fähig zu bleiben - auch mit Blick auf eine WM-Bewe­rbung 2030 - und die Mitglieder­gewinnung, um die Basis, auf der die leistungs­sport­lichen Erfolge des Verbandes fußen, noch breiter aufzustellen, seien zentrale Arbeits­schwer­punkte. Auch appellierte er an die Politik, in Sachen Blei­verbot Augen­maß walten zu lassen.

Einstimmig wieder in ihren Funktionen wählten die Delegierten die Vize­präsi­dentin Finanzen, Susanne Weyh (FV SSZ Suhl), den Vize­präsi­denten Recht, Hans Gülland (SG Worbis), den Vize­präsi­denten Tradition und Brauchtum Karl-Thomas Anger­mann (SGi Crossen) und den Vize­präsi­denten Sport Marco Krannich (PSG Saalfeld). Außerdem zum Präsidium zählen Sina Hölzer (SV Ober­maßfeld), die der Landes­jugend­tag am Vormittag wieder zur Landes­jugend­leiterin wählte, sowie Geschäfts­führer Michael Gohritz.

Zum Schützentag in der Residenzstadt über­brachte Martina Reinhardt, Abteilungs­leiterin im Thüringer Mini­sterium für Bildung, Jugend und Sport, „herzliche Grüße und Wünsche meines Chefs”, des Bildungs­ministers Helmut Holter (Die Linke) und dankte in der Feier­stunde im Achteck­haus dem Schützen­bund für die sport­liche und gesell­schaft­liche Arbeit in Traditions­pflege und Moderne, etwa mit einer Schützen-WM 2030 in Suhl als Heraus­forderung. „Wir stehen dazu ja in engem Kontakt”, sagte sie und Stephan Thon befand: „Das Ministerium ist uns stets ein guter Partner.”

Die Bedeutung des Schützen­bundes betonten auch weitere Politiker und Funktionäre in ihren Reden und lobten das große Engage­ment. „Heute ist Sonders­hausen das Zentrum der Schützen­welt”, sagte der Bundestags­abge­ord­nete Manfred Grund (CDU). „Herzlichen Dank für Ihren uner­müd­lichen, ehren­amt­lichen Einsatz”, sagte Land­rätin Antje Hochwind-Schneider (SPD). „Es ist mir außerdem ein Anliegen, all jenen zu danken, die mit viel Herzblut diesen Schützen­tag vorbe­reitet haben.” Ganz besonders hob sie den Thüringer Schützen­bund und den Kreis­schützen­meister Lutz Kewel mit seiner Mann­schaft des Kyff­häuser Schützen­kreises hervor, welche die rundum gelungene, dreitägige Groß­veran­stal­tung mit Feier­stunde, Delegierten­versamm­lung und Landes­jugend­tag, mit Landes­böller­treffen, Ermitt­lung des Thüringer Scheiben­königs sowie des Landes­jugend­schützen­königs, großem Fest­umzug, Fest­gottes­dienst und Fest­abend organi­siert hatten.

Auch der Präsident des Landes­sport­bundes Thüringen, Prof. Dr. Stefan Hügel, über­brachte sport­liche Grüße und betonte die Bedeu­tung des Sport- und Bogen­schießens für das Sport­land Thüringen – beein­druckend unter Beweis gestellt nicht zuletzt bei den Olym­pischen Sommer­spielen in Tokio. Außerdem hob er die Wich­tigkeit der Arbeit an der Basis im Verein und Breiten­sport hervor und verwies u.a. auf die zahl­reichen Möglich­keiten und Programme zur Unter­stützung der Vereins­arbeit, u.a. nach der Corona-Zwangs­pause im Sport sowie die partner­schaft­liche Zusam­men­arbeit zwischen LSB und TSB.

DSB-Vizepräsident Gerd Hamm ging ausführlich auf die aktuellen Heraus­forde­rungen im Deutschen Schieß- und Bogen­sport und Schützen­wesen ein. Neben der aktuellen Ent­wick­lung im Sport wurden u.a. die Effekte der Corona-Pan­demie auf die Schützen­vereine oder die Blei­proble­matik beleuchtet. Im Zuge der Kampagne „Jugend trifft” übergab er zur Freunde des Nach­wuchses ein Gewehr der Firma Walther sowie 5000 Schuss LG-Munition von der Firma RUAG – sym­bolisch natürlich.

Sondershausens Bürgermeister und Schirm­herr des Schützen­tages Steffen Grimm (parteilos), der anfangs die Gäste und Dele­gierten aufs Herz­lichste willkommen geheißen hatte, übergab in der Schluss­phase der Feier­stunde den Staffel­stab an Ina Leuke­feld, Stadt­rätin und Beige­ordnete der Stadt Suhl, wo der nächste Schützen­tag im Jahr 2024 statt­finden wird. „Ich kann ihnen versichern, dass wir uns sehr viel Mühe geben. Seien Sie eingeladen zum 19. Thüringer Schützen­tag nach Suhl”, sagte sie, nachdem sie auf die lange Schützen­tradition im Schieß­sport­mekka Suhl verwiesen hatte.

Auch wurden zahlreiche Schützen­freunde für ihre lang­jährigen Ver­dienste geehrt. So reiht sich Referent Leistungs­sport Dirk Schade nun in die ehrenvolle Gruppe der Träger des Goldenen Ehren­kreuzes des TSB in Gold am Band ein. Marco Krannich erhielt das Ehren­kreuz des DSB in Gold und Hans Gülland die Präsi­denten­medaille Stufe zwei, um nur Einige zu nennen.

Zwei mediale Höhepunkte umrahmten die Dele­gierten­versamm­lung: Das neue Image­video der Thüringer Schützen­jugend ist nun online und der Start­schuss für die neu gestal­tete Web­seite des TSB wurde gegeben (Frei­schal­tung im Laufe der Woche).

(Jan-Thomas Markert)

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