Olympia 2021
Es war ein heißer Fight, nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Vier Skeetschützinnen kämpften um den einen Quotenplatz für die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Drei von ihnen lagen vor der alles entscheidenden Qualifikation, die am Wochenende in Frankfurt/ Oder stattfand, nahezu gleichauf - Nadine Messerschmidt (Förderverein SSZ Suhl), Katrin Butterer (SSC Schale) und Nele Wißmer (SSC Schale); Vanessa Hauff (FV SSZ Suhl) lag schon etwas abgeschlagen hinter dem Trio.
Nun ist es entschieden: Nadine Messerschmidt aus Thüringen heißt die deutsche Skeet-Schützin bei den Olympischen Spielen in Tokio. Die 27-jährige Sportsoldatin aus Breitenbach setzte sich in der letzten internen Qualifikation gegen die Konkurrentinnen durch und sicherte sich das begehrte Olympiaticket.
Am Ende der insgesamt 300 Scheiben der Qualifikationen in Berlin und Frankfurt/ Oder hatte sie 281 Treffer gelandet und damit zwei mehr als Butterer (279) und drei mehr als Wißmer (278). Vanessa Hauff (265) konnte in den Dreikampf nicht eingreifen. „Der Wettkampf war sehr konstant und gut, ich bin zufrieden damit. Jetzt herrschen Freude und Erleichterung, den Schritt geschafft zu haben”, äußerte sich die Siegerin kurz danach.
Auch Bundestrainer Axel Krämer (Böhlen) zeigte sich zufrieden: „Die Vier waren in einer Rotte, die Belastung war enorm. Die Leistung von dem Trio war stark und lagen im internationalen Anschlussbereich.”
Nadine hatte 2020 den Weltcup in Nikosia/ CYP gewonnen und auch bei der EM in Osijek/ CRO vor drei Wochen eine Top-Leistung gezeigt. Mit Platz vier im Einzel und Team-Gold an der Seite von Katrin Butterer und Christine Wenzel unterstrich sie ihre Klasse: „So ein gutes Jahr hatte ich noch nie.” Und es ist ja noch nicht zu Ende.
Die nun folgende kurze Erholungspause ist schon wieder mit Fernsehtermin und Olympia-Einkleidung befüllt, bevor es gilt, sich den sportlichen Feinschliff für den ersten Olympiastart zu holen.
Wir gratulieren und drücken für die in einem guten Monat beginnenden Spiele (23.7. - 8.8.) ganz fest die Daumen!
dsb/red (Foto: DSB)

