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16.06.2018 Hamburger Staffelrudern

Das diesjährige Hamburger Staffelrudern und der Oste-Marathon waren im Winter noch auf zwei aufeinander folgenden Juni-Wochenenden gelegt gewesen, doch der Tidenkalender veranlasste die Veranstalter aus Hemmoor im Frühjahr, das Oste-Traditionswochenende doch zeitgleich mit dem Staffelrudern stattfinden zu lassen. 

 Für die Oldenburger Langstrecken- und Marathonruderer bedeutete dies anfänglich natürlich ein Dilemma, doch letztendlich entschieden sich vier Doppelvierermannschaften (= 20 Ruderer/innen) wie auch in den vergangenen Jahren für den Start auf der Oste. Und da sich zwischenzeitlich kein weiterer Oldenburger Ruderer meldete, oblag mir die Aufgabe, als Einziger die ORVO-Farben auf der Aussenalster zu vertreten, was ich natürlich sehr gerne tat!

Meinen Aufruf zur Teilnahme (siehe ACHTERDIEKER 1/2018) hatte jedoch glücklicherweise auch Petra Oldewurtel vom Norder RC gelesen und dank ihrer Initiative nahm eine altersmäßig sehr gemischte, aber bärenstarke Mannschaft aus Norden erstmalig am Staffelrudern teil! Dritter im Renngemeinschaftsbunde war der RV Teichwiesen (RVT), der sich schon seit Wochen akribisch auf dieses Ruderevent vorbereitet hatte und der auch die beiden Boote samt knapp 2/3 der Ruderer/innen stellen sollte.

Am 16. Juni war es dann endlich soweit: das schrecklich heisse, bereits sechs Wochen andauernde Sommerwetter legte pünktlich eine kleine Pause ein und überraschte uns mit angenehmen Temperaturen, und mit wenig Wind, wenig Wellen und einigen Wolken. Jan Wölken (RVT) hatte eine feste Mannschaftseinteilungen vorgenommen, so dass wir uns im Laufe des Tages gut aufeinander einstellen konnten. Norden stellte mit Gedo Fischer, Hajo Fischer, Petra Oldewurtel, Johanna Feenders und Rainer Carstens und mit Stefan Dirks, Ernst Tamsen, Carola Nolte, Kathrin Mohr sowie Friederike Gondring zwei der sechs Mannschaften, die anderen bestanden aus Jan Wölken, Annika Obermeit, Anno von Heimburg, Almut Cieschinger und Birthe Meyer; aus Christian Rambow, Constantin Bock, Thomas Peterka, Jakob Joachim und Michael Wachs; aus Hanna Westphal, Henning Wulff, Corinna Thomä, Jonathan Jacobsohn, Dominik Oswald, Leif Bremer und Nils Wölken, sowie aus Kristina Heß, Matthias Räth (RCN), Larissa Trepte, Daniel Wolski und Volker Zaehle.

Ab 11:00 Uhr wurden die Teams auf den ca. 3km langen Rundkurs geschickt, und da für viele von uns dies die erste Regatta überhaupt war, musste sich erst einmal mit dem Streckenverlauf, dem Steuern, der körperlichen Belastung und den weiteren Begebenheiten (entgegenkommenden Alsterdampfern, deren Wellen usw.) angefreundet werden. Und nicht zu vergessen: mit dem Kampfgeschehen auf dem Wasser! In den Kurven musste darauf acht gegeben werden, sich nicht zu weit von den Bojen zu entfernen, um den gegnerischen Steuerleuten nicht die Möglichkeit zu geben, innen zu überholen. Andererseits wollte man selbst ja genau dies tun, um wertvolle Zeit zu gewinnen! Und dann erst die Überholmanöver auf der geraden Strecken: mit versteckten Druckschlägen wurden Schlag für Schlag die gegnerischen Boote ein- und später dann überholt.

Runde für Runde gaben die Mannschaften alles, die Schlagzahlen variierten so zwischen 26 und 30/31 pro Minute und auch in den drei schnellsten Runden (jeweils um 14, 16 und 18 Uhr ausgefahren) konnten wir gute Platzierungen erreichen. In den Schlussrunden konkurrierten wir mit dem Berliner RC Ägir, mal konnten sie sich deutlich von uns absetzen, dann gelang es uns, sie wieder einzuholen - das war spannend und hat Spass gemacht, vielen Dank dafür! Letztendlich belegten wir mit 35 gefahrenen Runden und einer durchschnittlichen Rundenzeit von 13min 45sec einen guten 9. Platz in einem wirklich sehr engen Mittelfeld. Sieger wurden die „Fixe Sachsen“ mit 36 Runden und einer Durchschnittszeit von 13:12min.

Erschöpft und durstig von diesem anstrengenden Tag wohnten wir noch der launigen Siegerehrung in der Germania bei, die wie gewohnt das Staffelrudern hervorragend ausgerichtet hat! Ein großes Lob den Organisatoren!

 

Nach dem obligatorischen Gruppenphoto brachten wir die Boote zurück zu den Teichwiesen, wo schon Jutta Schießwohl mit einem von ihr angerichteten üppigen Grillbuffet auf uns wartete - vielen Dank! Den langen Tag ließen wir alle zusammen auf dem Steg des RVT ausklingen, idyllisch tuckerten die mit Touristen besetzten Alsterschiffe vorbei und auch die Enten und Gänse liessen es sich nicht nehmen, sich neugierig dem abendlichen bunten Treiben auf dem Steg zu nähern. Erst weit nach Mitternacht endeten die vielen Erzählungen und der Erfahrungsaustausch zwischen Teichwiesen, Norden und Oldenburg und wir beschlossen, dieses gelungene Experiment nächstes Jahr zu wiederholen. Dann wieder mit mehr Oldenburgern am Start?

(Bericht: Volker Zaehle; Photos: RV Teichwiesen/ Daniel Wolski)

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