Fußball: Gewalt auf dem Platz in Brasilien – BVB-Neuzugang beteiligt
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Chaos in Brasilien: Spieler von Cruzeiro und Atlético Mineiro geraten im Finale der Staatsmeisterschaft von Minas Gerais in eine Massenschlägerei. Eine Szene in der Nachspielzeit hat das Finale der Staatsmeisterschaft von Minas Gerais eskalieren lassen. Beim Stadtderby zwischen Cruzeiro und Atlético Mineiro kam es zu einer Massenschlägerei zwischen Spielern beider Teams. Auch auf den Rängen entstanden Tumulte. Kurios: Während Schiedsrichter Matheus Delgado Candançan während der Partie keine einzige Karte zeigte, tauchten im offiziellen Spielbericht später 23 Platzverweise auf. Das Spiel in Belo Horizonte schien bereits entschieden. In der 60. Minute brachte Kaio Jorge Cruzeiro per Kopfball in Führung. In der sechsminütigen Nachspielzeit waren nur noch zehn Sekunden übrig, als Atlético-Angreifer Christian nach einem Schussversuch in Torwart Everson hineinrutschte. Der Keeper reagierte wütend und drückte seinen Gegner mit den Knien zu Boden. Innerhalb weniger Sekunden kam es zur Rudelbildung, die komplett eskalierte. Bei Bundesliga-Übertragung: DAZN-Moderator verlässt Studio mitten im Spiel Kurz darauf waren nahezu alle Spieler beteiligt. Fäuste flogen, es gab Schläge ins Gesicht der Gegenspieler und auch Sprungtritte. Sicherheitskräfte beider Mannschaften und die Militärpolizei benötigten rund zehn Minuten, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Anschließend brach der Schiedsrichter die Partie ab. Unter den betroffenen Spielern sind neben den beiden Auslösern Christian und Everson auch Atlético-Kapitän Hulk, der künftige BVB-Neuzugang Kauã Prates, Torschütze Kaio Jorge, die Seleção-Nationalspieler Gerson und Fabrício Bruno, die früheren Bundesligaspieler Walace und Fagner sowie Renan Lodi. Mehreren Beteiligten drohen längere Sperren. Atlético-Kapitän Hulk kritisierte den Schiedsrichter. Der Routinier betonte: "Ich habe dem Schiedsrichter schon zu Beginn des Spiels gesagt, dass es Ärger geben würde. Er hatte keine Persönlichkeit. Wenn er einen, zwei oder drei Spieler vom Platz stellen muss, dann soll er das tun! Er hatte Angst, das Finale zu pfeifen." Zugleich bat er um Entschuldigung für die Szenen auf dem Platz. Hulk erklärte: "Ich kann mich nicht erinnern, jemals an Gewalttaten in einem Spiel beteiligt gewesen zu sein. Ich werde nicht müde werden, mich zu entschuldigen. Wir versuchen zu beschwichtigen, aber wenn man heißblütig ist und sieht, wie ein Mitspieler angegriffen wird, reagiert man automatisch. Aber es hätte vermieden werden können."

