Ab 2029 führt der internationale Floorball Verband (IFF) eine neue Event-Struktur ein. Ziel ist es, die internationalen Wettbewerbe weltweit attraktiver zu gestalten, jedem Spiel mehr Bedeutung zu geben und mehr Länder in die Wettbewerbe mit einzubeziehen. Eine zentrale Veränderung: Europameisterschaften für Männer und Frauen, die sich künftig mit den Weltmeisterschaften abwechseln.
Warum der Wechsel notwendig ist
Seit der Einführung des bisherigen Systems 2005 hat sich der Floorball nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit, stark weiterentwickelt: deutlich mehr Mitgliederverbände, schnellere Spiele, höhere taktische Anforderungen und eine größere Sichtbarkeit. Gleichzeitig blieb der internationale Turnierkalender hinter dieser Entwicklung zurück. Besonders die WM-Qualifikation, die kürzlich stattgefunden hat, brachte oft einseitige Partien, die weder für die Teams noch die Fans besonders spannend waren.
Die neue Turnierstruktur
Weltmeisterschaften: Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften werden künftig alle vier Jahre stattfinden und bilden jeweils den Abschluss eines Zyklus.
Europameisterschaften: Zwischen den Weltmeisterschaften treten die zwölf besten europäischen Teams bei EM-Turnieren an. Diese dienen gleichzeitig als Qualifikation für die WM, sodass separate Qualifikationsturniere entfallen.
World Trophy: Teams, die sich nicht für die WM qualifizieren konnten, erhalten über dieses Turnier eine zweite Chance. Es richtet sich an Nationen mit niedrigerem Ranking und bietet spannende Partien auf internationaler Bühne. 10-12 Teams aus verschiedenen Kontinenten werden teilnehmen.
European Challenge: Für alle europäischen Länder außerhalb der Top 12 entsteht ein eigenes Turnier. Dort können sie realistische Siegeschancen genießen und wichtige internationale Erfahrungen sammeln.
U19-Weltmeisterschaften: Auch die Turnierstruktur der U19-Weltmeisterschaften verändert sich künftig. 2027 finden zwei Turniere statt: Männer im Februar, Frauen im Mai. Ab 2028 wechseln die U19-Weltmeisterschaften jährlich im Februar zwischen Männern und Frauen.
Längere Turniere und gemeinsames Austragen
Die großen Turniere werden künftig auf 11-12 Tage ausgeweitet. So bleibt das Interesse von Fans und Medien über einen längeren Zeitraum hoch. Außerdem ermöglicht das neue Co-Hosting-Modell, dass zwei oder mehr Länder ein Turnier gemeinsam austragen. Das reduziert finanzielle Risiken, senkt die organisatorische Belastung und eröffnet mehr Nationen die Chance, Gastgeber zu sein. Gleichzeitig profitieren Sue von vollen Hallen, staatlicher Unterstützung und lokalen Sponsoren.
Umsetzung und Zeitplan
Bis einschließlich der Männer-WM 2028 bleibt der bisherige Kalender bestehen. 2029 wird erstmals die Europameisterschaft der Frauen ausgetragen.
Vorschau 2026-2036:
2026: Weltmeisterschaft der Männer (wie geplant)
2027: Weltmeisterschaft der Frauen (wie geplant)
2028: Weltmeisterschaft der Männer (wie geplant)
2029: Europameisterschaft der Frauen
2030: Europameisterschaft der Männer
2031: Weltmeisterschaft der Frauen
2032: Weltmeisterschaft der Männer
2033: Europameisterschaft der Frauen
2034: Europameisterschaft der Männer
2035: Weltmeisterschaft der Frauen
2036: Weltmeisterschaft der Männer
Photo by: Matyas Klapa

