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Historische Neuerung im IFF-Kalender: 7-Event-Competition-Struktur bringt Stabilität – sorgt aber auch für Kritik

Historische Neuerung im IFF-Kalender: 7-Event-Competition-Struktur bringt Stabilität – sorgt aber auch für Kritik

Ein neuer internationaler Floorball-Zyklus steht bevor – mit Chancen und Herausforderungen für Österreich

Mit dem offiziellen Launch der neuen 7-Event Competition Structure hat der internationale Floorballverband (IFF) einen historischen Meilenstein gesetzt. Nach intensiven Konsultationen und Diskussionen, unter anderem im Rahmen des IFF Association Meetings im Dezember 2025 während der Herren-Weltmeisterschaft, wurde ein umfassendes Reformpaket präsentiert, das ab 2029 vollständig in Kraft treten soll. Ziel ist es, dem internationalen Kalender mehr Stabilität, Bedeutung und Zugänglichkeit zu verleihen – zumindest auf dem Papier. Denn gerade aus kleineren Nationen wie Österreich kommt auch deutliche Kritik an der geplanten Struktur.


Was ändert sich konkret?

Im Zentrum der Reform steht ein strukturierter 4-Jahres-Zyklus, der sieben bedeutende internationale Events beinhaltet – darunter Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und neue Kontinentalformate. Damit soll sichergestellt werden, dass jährlich zumindest ein hochklassiges Turnier auf internationalem Boden stattfindet. Ein zentraler Punkt dabei: Jede Veranstaltung ist künftig titelrelevant – klassische Qualifikationsturniere, wie wir sie bisher kannten, fallen weg.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:

  • Jährliche Top-Events: Kein „leeres“ Jahr mehr – jedes Jahr wird ein Major Event ausgetragen.

  • Reformierte Struktur: Die bisherigen Qualifikationen werden in bedeutsame Wettbewerbe mit Trophäen umgewandelt.

  • Ko-Hosting-Modell: Mehrere Nationen können gemeinsam Turniere veranstalten – das soll Kosten senken und neue Gastgeber ermöglichen.


Neuer internationaler Kalender – Änderungen bei IFF-Wochenenden

Auch der internationale Kalender wird angepasst. Ab 2027 verschiebt sich das traditionelle Februar-Fenster vom 1. auf das 3. vollständige Wochenende im Monat. Weitere festgelegte IFF-Wochenenden bleiben bestehen:

    1. Mai-Wochenende

    1. September-Wochenende

    1. Oktober-Wochenende

    1. November-Wochenende

Spieler:innen müssen zu diesen Terminen jeweils drei Tage vor Beginn für Nationalteam-Aktivitäten freigestellt werden, ein freier Tag nach dem Event ist ebenfalls verpflichtend.


Kritik aus Österreich: „Strukturelle Fehlplanung“

Trotz der ambitionierten Ziele des IFF sorgt die neue Struktur nicht überall für Begeisterung. Gerade für kleinere Floorball-Nationen könnte sich das neue Modell negativ auswirken. Der Generalsekretär des Österreichischen Floorballbundes (ÖFBV), Gerold Rachlinger, äußert sich dazu offen kritisch:

„Es handelt sich um eine riesen Veränderung, die wieder einmal nur für die großen Nationen ausgelegt ist. Nationen außerhalb der Top 12 in Europa laufen Gefahr, ganze vier Jahre ohne Bewerbsspiel dazustehen. Keine Ahnung, was man sich in Helsinki dabei denkt, kleinere Floorball-Nationen derart vor den Kopf zu stoßen.“

Besonders fragwürdig sieht Rachlinger die geplante Verknüpfung von Europameisterschaften mit der Qualifikation über Weltmeisterschaften:

„Eine Europameisterschaft zu veranstalten, für die man sich über eine Weltmeisterschaft qualifiziert, ist eine strukturelle Fehlplanung wie sie noch nie da war.“


Was bedeutet das für Floorball Österreich?

Kurzfristig bleibt alles beim Alten: Der aktuelle Kalender gilt bis inklusive 2028, was Zeit für Vorbereitung und Anpassung lässt. Im Jahr 2028 soll die Women’s European Challenge als Übergangsformat dienen, bevor ab 2029 der neue Zyklus vollständig greift.

Für Österreich gilt es nun, strategisch zu planen: Welche Events sind realistisch erreichbar? Wie kann man sich organisatorisch und sportlich positionieren, um nicht den Anschluss zu verlieren?


Präsident der IFF: „Struktur für die Vielfalt unserer globalen Familie“

IFF-Präsident Filip Suman zeigt sich indes überzeugt von der Reform:

„Es war keine Frage mehr, ob wir das System ändern sollten, sondern wie. Das vorherige Modell funktionierte für unsere Mitgliedsverbände auf allen Ebenen nicht mehr effektiv. Wir mussten eine Struktur schaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer globalen Familie gerecht wird.“


Fazit: Historischer Schritt – aber mit offenen Fragen

Die neue 7-Event Competition Structure ist zweifelsohne ein mutiger und strukturverändernder Schritt im internationalen Floorball. Sie verspricht Klarheit, Bedeutung und neue Möglichkeiten. Doch gerade kleinere Nationen – und damit auch Österreich – müssen aufpassen, in diesem System nicht an den Rand gedrängt zu werden.

Der ÖFBV wird sich weiterhin aktiv in die Diskussion einbringen – mit klarer Stimme für die Interessen der „zweiten Reihe“ des internationalen Floorballs. Denn nur wenn alle mitgenommen werden, kann dieser Sport sein volles Potenzial entfalten.


???? Weitere Informationen:
???? Offizielles IFF-Paket mit Roadmap bis 2036
???? IFF-Regelwerk & Kalender-Updates ab 2026


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