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Euphorie, Ernüchterung und Empowerment Die bisherige Feldsaison der mU12

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Enthusiasmus
Im vergangenen Jahr hatten die BluWaPas im Münchner Jugendhockey für Furore gesorgt. Etliche Beobachter meinten, dass es in dieser Altersklasse schon lange kein so leidenschaftliches und technisch spektakulär spielendes Team gegeben habe wie die von Nina Stambrau gecoachten U12er. Und etliche meinten, dass die beiden Wimpel auf dem Feld und in der Halle nicht unbedingt wegen der Spielqualität sondern vor allem noch wegen der größeren Abgeklärtheit und einer guten Portion Schlachtenglück dann doch wieder in die Lerchenau gegangen wären. Auf jeden Fall war nach längerer Abstinenz nun auch bei den Jungs wieder mit Wacker in der bayerischen Spitze zu rechnen. Und mit gut besetzten Jahrgängen in den unteren Altersklassen soll diese Entwicklung gefestigt werden.
Als neue U12 starten 35 Jungs in das Hockeyjahr 22-23. Die Leistungsträger der 1. Mannschaft sind zwar fast alle sehr jung, einige haben aber bereits im letzten Jahr als feste Bestandteile des Vizemeisterteams wertvolle Erfahrungen auf gutem Niveau gesammelt. Viele Jungs sind auch gerade erst neu zum Hockey gekommen und etliche haben bedingt durch die Pandemie erst sehr wenig Spielerfahrungen sammeln können, doch die
Beteiligung und das Engagement sind zu Saisonbeginn gut.
Im Trainingslager gemeinsam mit den U14-BluWaPas und den gleichaltrigen Mädels dieser beiden Altersklassen in Köln, konnte ich als gerade neu dazu gestoßener Coach die Jungs auch schon ganz gut kennen lernen. Die Tage dort waren intensiv und für alle ein großer Spaß. Neben ein paar Trainingseinheiten und vielfältigen Teamaktivitäten wurde vor allem vielerorts gespielt. In den Matches mit den jeweils körperlich überlegenen Jungs unserer symphytischen Gastgeber Schwarz-Weiß wie auch denen von Blau-Weiß wurde auch schnell deutlich, dass die Jungs trotz aller altersentsprechender taktischer Baustellen dank ihrer Stockfertigkeiten und ihrer Spielfreude bereits ein immenses Potential haben. Beide Gegner wurden trotz unserer zeitweise deutlicher Unterlegenheit klar bezwungen. Einzig die griffigen und dynamischen Rot-Weißen waren noch deutlich eine Nummer zu groß.
Mit dem Kölsche Schwung ging es nach den Osterferien auch an der Isar weiter. Viele Inputs auf und neben dem Platz wurden gut aufgenommen und die Jungs schienen zu einer tollen Einheit zusammenzuwachsen. Die ersten drei Punktspiele in der Oberliga wurden auch klar gewonnen und das Match bei den starken TuSlern sah auch schon richtig gut aus. Und auch bei der zweiten Mannschaft ging es sichtbar bergauf. Nach einer Auftaktklatsche in Rosenheim besannen sich die Jungs gegen die 2. Mannschaft des ESV darauf, was sie schon können und boten den Nymphenburgern einen harten engen Fight.

Ernüchterung
Am Sonntag vor den Pfingstferien trafen sich dann immerhin ein knappes Dutzend Jungs der zweiten Mannschaft zum extra Training und die „B1“ trat im Anschluss gegen die überraschend schwach gestarteten Jungs vom ASV an, mit dem klaren Ziel, die Erfolgsserie fortzusetzen.
Der „B2“ machte ein Gewitter einen Strich durch ihre Einheit. Die „B1“ konnte wieder bei herrlichem Sonnenschein und erstmals in Bestbesetzung antreten, doch hier zeigten offensichtlich andere negative Faktoren ihre Wirkung. Das erste Viertel gestalteten die Jungs noch erwartungsgemäß überlegen, doch schon da nicht und zu keinem Zeitpunkt in der Folge kamen sie zu ihrem flüssigen Offensivspiel. War es die Müdigkeit nach dem nun aufgrund der dünnen Personaldecke bei unseren beiden U14-Teams vierten Doppelwochenende in Folge? Oder waren die Jungs einfach überfordert mit ihren eigenen Erwartungen und der resoluten Gangart des Akademiker-Nachwuchses? Am Ende reüssierten die Grünen vom Poschinger Weiher in einem unglaublich zerfahrenen und hektischen Match hochverdient mit 1:0. Noch bitterer war aber, dass an diesem Wochenende auch die Corona-Sommerwelle ins Team schwappte. Diese spülte nicht nur die nächste Trainingswoche und die Teilnahme am
mit großer Vorfreude erwarteten Pfingstturnier in Zehlendorf fort, sie brachte auch „gebrauchte“ Vibes und einen veritablen Wurm in die ganze Saison.
Corona- und verletzungsbedingt fehlten in den folgenden Wochen in beiden Teams etliche Jungs. Das machte nicht nur dem dünnen Kader der 1. Mannschaft immens zu schaffen, die fortfolgend stets ohne einige ihrer Besten antreten musste. Das verhinderte vor allem auch, dass die zweite Mannschaft zu einem stabilen Team zusammenwachsen konnte. Hinzu kam noch, dass sich das gerade findende Trainerteam aus beruflichen Gründen leider gleich doppelt dezimierte. Leon & Anderl, ihr werdet vermisst. Saublöd – und für alle Beteiligten eine absolute Novität – war es natürlich, dass ausnahmslos alle Spiele nach den Ferien verloren gingen. Fast noch schlimmer fühlt es sich aber an, dass der Wurm die Abstinentenliste kontinuierlich in teilweise absurden Höhen hielt. Manchmal waren es nur noch ein Dutzend Jungs auf dem Trainingsplatz, wo vor Pfingsten inkl. Ambitionierter U10er dreimal soviele unterwegs waren. Aus all diesen Gründen bekam auch die Hockeyleidenschaft einiger Jungs erhebliche Dämpfer.

Empowerment
Die Sommerferien kommen jetzt also ganz gelegen? Sicherlich! Doch auch aus den letzten Wochen konnten viele Jungs viel Wertvolles mitnehmen. Dank intensiver Inputs des nun sehr jungen, sich immer besser zusammenfindenden Trainerteams mit Valli, Vinci und Julius haben sich mehrere Jungs individuell deutlich verbessert. Einige übernehmen spürbar mehr Verantwortung. Die Spielanlage ist reifer und breiter geworden. Fast alle sind einfach immer gerne zusammen und im Club. Und im letzten Match der OL-Vorrunde beim Zweiten ESV spielten die Jungs mit mehr U10ern als Jungs aus dem älteren Jahrgang auf dem Platz auch weitgehend auf Augenhöhe, sahen nach dem ersten Drittel sogar mal wie der
Überraschungssieger aus. Das macht neugierig auf die Resultate der nächsten Saisons. Nach den Ferien wird es für die B1 nach der schwarzen Serie noch um die Plätze 5-8 im Süden und für die B2 überhaupt erstmal um zählbare Erfolgserlebnisse gehen. Das Hauptaugenmerk werden wir weiter auf die Freude am und das Wachsen durch ein engagiertes Miteinander legen. Technisch, athletisch und spielerisch wird jeder der Jungs
sicher noch einiges drauflegen. Die Einheiten werden wir weiter differenzieren und so Allen einzeln noch besser gerecht werden können.
Die Stärksten werden obendrein weiter die U14 unterstützen, die auf einem vielversprechenden Kurs Richtung Bayerische Meisterschaft segelt.
Und mit guter Beteiligung jetzt bei den Camps zu Ferienbeginn, beim Athletikprogramm von Josh & Luis für die Wochen abseits des Hockeyplatzes und in der letzten schulfreien Woche mit einigen Einheiten sowie einer Turnierfahrt nach Mainz werden wir ganz sicher den Grundstein dafür legen, dass Wacker fortan auch bei den Jungs mit leidenschaftlichem, technisch starken, gut organisiertem Hockey und begeisterndem Teamspirit
altersklassenübergreifend wieder um die Wimpel mitspielen wird.

Wir freuen uns drauf!!

Ein Werkstattbericht vom neuen Coach Robert Richter

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