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Champions-Hockey-League: Adler Mannheim vorzeitig im Achtelfinale

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Die Adler Mannheim können sich auf zwei weitere Dienstag-Termine einrichten. Mit dem starken Auftritt beim 6:3 (1:2, 2:0, 3:1)-Sieg gegen den schwedischen Meister HV 71 Jönköping hat sich die Mannschaft von Trainer Sean Simpson erstmals in der Klubgeschichte für das Achtelfinale der Champions-Hockey-League (CHL) qualifiziert, das am 31. Oktober und 7. November im K.O.-System ausgetragen wird. Aufgrund des besseren direkten Vergleichs sowohl gegen die Schweden als auch gegen den tschechischen Vertreter aus Trinec sind die Mannheimer unabhängig vom Ausgang ihrer beiden Partien gegen Energie Esbjerg (Dänemark) nicht mehr aus der Runde der letzten 16 zu verdrängen.

Während die Fans den abgewandelten Party-Gassenhauer ("Hey, was geht ab, wir holen den Europacup") trällerten, mahnte Simpson zur Demut. "Wir haben gegen einen starken Gegner gut und solide gespielt". Auf die Frage, ob man aus den drei Siegen in der CHL Rückschlüsse auf den Start in der Deutschen Eishockey-Liga am kommenden Freitag ziehen könne, bremste der 57-jährige die Euphorie: "Das sind ganz andere Spiele und eine neue Situation, die CHL ist aber die am besten denkbare Vorbereitung", befand der Coach. Die Begründung lieferte Teal Fowler. "Trinec und Jönköping wollten gewinnen und sind mit offenem Visier angetreten. In der der DEL machen die meisten Gegner bei uns erstmal hinten dicht". Auch der Manager hatte nach Auslosung nicht damit gerechnet, dass man den HV 71 als dicksten Brocken zweimal mit zusammen sechs Toren Differenz besiegen zu könnte.

Simpson hat dennoch registriert, dass sein Team den Sieg durch "starke Schlüsselmomente" eingefahren hatte. David Wolf und Garrett Festerling glichen den zweimaligen Rückstand in Über- bzw. Unterzahl aus, Chad Kolarik und Marcus Kink legten im richtigen Moment nach. Daneben funktioniert trotz aller Bedenken auch die Unterzahl. 58 Sekunden wehrte sich die "Box" erfolgreich bei einem Drei gegen Fünf, als die Partie bei 2:2 auf der Kippe stand. So konnten sich Simpson und sein Assistent Colin Muller am Samstagabend sorgenfrei auf den Weg nach Zug machen. Der langjährige Arbeitgeber beider feierte gestern Nachmittag sein 50-jähriges Jubiläum mit einem Nostalgiespiel der Meistermannschaft von 1998, bei der Simpson der Coach an der Bande und Müller als Stürmer im Kader stand.

Zufrieden auch, weil Marcel Goc am Wochenende siebeneinhalb Monate nach einem Kreuz- und Außenbandriss schneller als gedacht zurückgekehrt war. Und das in einer Verfassung, als wäre er nie weggewesen. Der Plan des Trainers war, Goc zunächst als zusätzlichem Angreifer ohne feste Reihe wieder herantasten zu lassen, doch gab der 34-Jährige nach schmerzfreier Trainingsbelastung grünes Licht. "Ich habe gedacht, in einer Reihe voll mitzuspielen, ist für mich einfacher".

Es deutet vieles darauf hin, als könnten die Adler am Freitag gegen Wolfsburg komplett antreten, dies mit vorerst acht Importlizenzen. Die Verletzung von Luke Adam im Donnerstagspiel ist abgeklungen, der Center war am Samstag wieder dabei und die Blessur von Brent Raedeke aus dem Spiel in Trinec vor einer Woche ist eine "Tag zu Tag-Sache".

Nicht nur deshalb erhält Evan McGrath nach Ablauf der vierwöchigen Probezeit keine Weiterbeschäftigung. Dies teilte der Klub anderthalb Stunden nach Spielende noch am Samstagabend mit. Als Vermittler für den "Tryout" für den Kanadier fungierte Mitte Juli Jamie Tardif. Der Stürmer selbst hat vor wenigen Tagen nach drei Jahren in Mannheim mit den Quad City Mallards aus Moline (Illinois) aus der East Coast Hockey League als spielender Co-Trainer einen neuen Klub gefunden.

Adler Mannheim - HV 71 Jönköping 6:3 (1:2, 2:0, 3:1); Tore: 0:1 Wärn (7.), 1:1 Wolf (10.) 1:2 Andersson (19.), 2:2 Festerling (22.), 3:2 Plachta (38.), 4:2 Kolarik (44.), 4:3 Andersson (45.), 5:3 Kink (46.), 6:3 Wolf (58); Schiedsrichter: Kopitz (Iserlohn), Massy (Schweiz); Strafminuten: 10/6; Zuschauer: 6033.

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