Eishockey-Champions League: Adler Mannheim setzen in Schweden ein Zeichen
Jönköping. (RK) War das mal eine Ansage! Die Adler Mannheim untermauerten ihre Ambitionen, erstmals die Gruppenphase der Champions-Hockey-League zu überstehen, mit einem 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)-Sieg beim hoch eingeschätzten schwedischen Meister HV 71 Jönköping.
"Wir sind sicher Außenseiter, werden aber nicht in Ehrfurcht erstarren", sagte Sean Simpson vor dem ersten Bully in der Kinnarps-Arena. Bis auf dem Rekonvaleszenten Marcel Goc, der an seinem 34. Geburtstag zu Hause das Aufbautraining fortsetzte, ließ der Trainer mit jenen Formationen spielen, wie sie bei den letzten Tests in der Schweiz und in Frankfurt aufliefen. Und sie spielten ein richtig gutes erstes Drittel, hielten die Gastgeber von den gefährlichen Zonen fern und führten nach Treffern von Brent Raedeke (7.) und David Wolf (16./Überzahl) mit 2:0.
Nach dem ersten Seitenwechsel gerieten die Vorderleute von Dennis Endras kurzzeitig unter Druck. Der Goalie parierte mehrfach, doch der Anschlusstreffer, ein Schlagschuss von Stenlund (32.) bei freier Sicht, schien nicht unhaltbar. Die Antwort folgte prompt, 53 Sekunden später überwand Ryan MacMurchy nach einem Bully-Gewinn von Festerling mit dem ersten Schuss des zweiten Abschnitts auf das Gehäuse von Keeper Linus Söderström zum 1:3. Diszipliniert kontrollierten die Adler auch im Schlussdrittel die Partie und als der Überzahl-Schlagschuss von Matthias Plachta (41.) ins Netz rauschte, wurden auch die Gesichter der Schweden länger. Noch beim 0:2-Zwischenstand feixten die einheimischen Trainer respektlos auf der Bank…
Weiter geht es am Sonntag (14 Uhr) beim tschechischen Vertreter Ocelari Trinec, wohin die Mannheimer am Samstag anreisen werden.
HV 71 - Adler Mannheim 1:4 (0:2, 1:1, 0:1); Tore: 0:1 Raedeke (7.), 0:2 Wolf (16.), 1:2 Stenlund (32.), 1:3 MacMurchy (33.), 1:4 Plachta (41.); Schiedsrichter: Lind (Schweden), Fonselius (Finnland); Strafminuten: 6/8; Zuschauer: 2156.

