Damensäbel-Weltcup in Istanbul: Ergebnisse
Beim “Coupe Bosphorus” Weltcup in Istanbul waren diesmal 166 Teilnehmerinnen vertreten. Mit einer perfekten Vorrunde konnte sich Julika Funke (Künzelsau) direkt für das Haupttableau an Tag zwei qualifizieren. Ihr folgte dank starkem Index trotz einer Niederlage Léa Krüger (Dormagen). Larissa Eifler (Dormagen) musste sich nach fünf Siegen und einer Niederlage wie schon in Athen erneut durch das Vortableau kämpfen. Dank guter Platzierung mit Freilos im ersten KO musste sie auf dem Weg in den zweiten Tag ausgerechnet gegen Team-Kollegin Felice Herbon (Dormagen) antreten. Schade für die Juniorin Herbon, die zuvor ein gutes Gefecht gegen die Japanerin Chirika Takahashi gezeigt hat, jetzt aber gegen Eifler mit 6:15 chancenlos blieb.
Elisabeth Gette (Künzelsau) scheiterte mit 14:15 gegen Tatiana Nazlymov aus den USA. „Da hat ein bisschen die Konzentration gefehlt. Lisa hat 6:1 geführt und dann knapp verloren, sonst hätten wir vier Damen im Haupttableau gehabt“, meint Bundestrainer Dan Costache.
Larissa Eifler machte wieder eine starke Figur und vor allem kurzen Prozess mit ihren Gegnerinnen: Ryan Jenkins (USA) war mit 9:15 ebenso chancenlos wie die Ungarin Luca Szucs mit 8:15. Erst im Tableau der letzten 16 wurde Eifler nervös, meint Costache. Sie wollte Dauergegnerin seit Juniorenzeiten Yoana Ilieva aus Bulgarien unbedingt schlagen. Die konnte sich die Aufregung zunutze machen und gewann mit 15:13. Eifler wird mit ihrem zweiten Top16-Ergebnis infolge erneut beste Deutsche des Tages.
Funke konnte sich zunächst gegen die Italienerin Claudia Rotili mit 15:13 durchsetzen. Im Tableau der letzten 32 traf sie auf die Griechin Despina Georgiadou, der sie mit 12:15 unterlag und an Ende Platz 24 belegte. Krüger konnte sich im 64er Tableau nicht gegen ihre Gegnerin Elizabeth Tartakovsky (USA) durchsetzen und belegte im Klassement am Ende Platz 41.
Im Mannschaftswettbewerb musste das Team Eifler, Funke, Gette und Krüger wie schon beim letzten Weltcup gegen die Griechinnen an den Start. Nachdem sie zuletzt mit 45:29 überlegen gewinnen konnten, blieben sie diesmal glücklos und mussten nach einer 38:45-Niederlage viel zu früh aus dem Wettbewerb ausscheiden. „Schon wieder gegen Griechenland“, so der Bundestrainer. „Jahrelang gab es keine griechische Mannschaft, nur zwei richtig gute Einzelfechterinnen. Jetzt sind sie mit dem Team dabei und wir haben schon wieder die gleiche Zulosung. Die Mädchen haben alles versucht und gekämpft, diesmal hat es nicht geklappt.“ Insgesamt ist der Bundestrainer mit der Entwicklung aber zufrieden. „Im Einzel werden die Ergebnisse konstanter, wir schaffen es öfter und mit mehr Fechterinnen, uns für die Top64 zu qualifizieren“, sagt er. „Mit Julika und Larissa haben wir in jedem Fall zwei junge Kandidatinnen, die regelmäßig mit Top32 und auch Top16-Platzierungen aufwarten können. Da stehen wir deutlich besser dar als im letzten Jahr“, so sein Fazit nach vier Weltcups.

