Junioren-EM: Herrensäbel und Damendegen mit Gold und Silber an Tag 4
Im Herrensäbel konnte die DFB-Formation mit Colin Heathcock, Antonio Heathcock (beide Eislingen), Leon Kuzmin (Tauberbischofsheim) und Valentin Meka (Dormagen) die internationale Konkurrenz auf ihre Plätze verweisen. Nach dem Titel im Einzel durch Colin Heathcock hat nun auch das Team den Europameistertitel nach Deutschland geholt.
Im Damendegen konnte sich das Team mit Lara Goldmann, Laura Katalin Wetzker (beide Leverkusen), Katharina Kozielski (Tauberbischofsheim) und Alexandra Zittel (Heidenheim) mit starken KO-Siegen nach oben kämpfen. Erst im Finale unterlagen sie den Ungarinnen und holten sich die Silbermedaille.
Herrensäbel:
Mit einem knappen Auftaktsieg gegen Rumänien (45:42) starteten die DFB-Jungs ihren goldenen Tag. Im Tableau der letzten acht konnten sie gegen das Team aus Frankreich mit 45:27 überlegen gewinnen und sich damit das Ticket für das Halbfinale sichern. Dort erwartete sie das Team aus Bulgarien, das sie mit klaren Siegen in allen Gefechten mit 45:38 bezwangen. Im Finale trafen sie dann auf die italienische Mannschaft mit Pietro Torre, Giorgio Marciano und Lorenzo Ottaviani. Bis zum letzten Gefecht schien es beim Zwischenstand von 40:27 eine sicherer Sieg zu werden, dann aber gelang dem italienischen Schlussfechter Torre eine unglaubliche Aufholjagd gegen den erst 16-jährigen Colin Heathcock. Der behielt am Ende jedoch die Nerven und setzte die letzten fünf Treffer zum 45:43-Sieg des deutschen Teams und damit zum Europameister-Titel für unsere U20-Säbler.
Damendegen:
Vor den Säbel-Herren hatten sich bereits die Degendamen ihren Tag versilbert. Ihnen gelang ein starker Auftaktsieg gegen die deutlich besser gesetzten Französinnen mit 44:35. Im nächsten Gefecht trafen sie auf die an Platz 4 gesetzten Schweizerinnen, die sie in einem konzentrierten Gefecht auf Abstand halten konnten und mit 45:34 deutlich gewannen. Mit diesen glatten Siegen im Gepäck zogen sie ins Halbfinale ein. Dort wären sie ursprünglich auf das Team aus Russland getroffen, die bis dahin kampflos bis ins Halbfinale durchgerutscht sind, nachdem ihre Gegnerinnen aus Großbritannien und Italien nicht angetreten waren. Die russische Delegation zog sich im Laufe des Tages aus allen Wettbewerben zurück und traten nicht mehr gegen die deutschen Degendamen an. Im Finalgefecht trafen die DFB-Mädels dann auf die Ungarinnen mit Lili Buki, Eszter Muhari und Reka Salamon. Bis zur Mitte des Gefechts konnte das deutsche Team einen knappen Vorsprung halten bis Muhari die Wende einläutete und das ungarische Team mit 26:25 in Führung brachte. Ab da lief es bei den Deutschen nicht mehr ganz so flüssig, es gelang Zittel, Wetzker und Schlussfechterin Goldmann nicht mehr, das Gefecht zu drehen. Am Ende holten sie eine verdiente Silbermedaille, die sie sich mit ihrem starken Gesamtauftritt mehr als verdient haben.
Damenflorett:
Das Damenflorett-Team mit Anna Sophie Kothieringer (München), Celia Hohenadel, Luca Sarah Holland-Cunz (beide Weinheim) und Anna Zoni (Halle) startete ebenfalls gut in ihr erstes KO-Gefecht. Ein Auftaktsieg gegen die Türkinnen mit 45:34 brachte sie jedoch viel zu früh gegen die starken Rumäninnen, die im Laufe des Turniers den Europameister-Titel erringen konnten. Mit 33:45 mussten sie in die Platzierungsgefechte und wurden nach einem nervenaufreibenden Gefecht gegen die Tschechinnen mit undankbar knappem 44:45 am Ende Sechste von 17 Teams.

