Herrensäbel: Zwei Bronzemedaillen beim JWC in Plovdiv
Colin Heathcock (Eislingen) ging nach seinen letzten zwei Weltcup-Siegen glasklar als Favorit in dieses Turnier. In seiner Vorrunde gewann er souverän alle seine Gefechte. Im 32er KO wiederholte er sein Finalgefecht aus Budapest gegen den Spanier Santiago Madrigal (15:8), im 16er KO folgte dann das Finalgefecht aus Sosnowiec gegen den Bulgaren Todor Stoychev, das er auch diesmal gewann (15:12). Nach einem klaren Sieg im Viertelfinale (15:6) gegen den Ungarn Benedek Vigh musste er sich erst im Halbfinale denkbar knapp, nach einem äußerst spannenden und sehenswerten Gefecht dem späteren Sieger Pietro Torre aus Italien mit 14:15 geschlagen geben.
Aber in Plovdiv sollte er nicht der einzige Deutsche auf dem Treppchen bleiben: Leon Kuzmin (Tauberbischofsheim) kam nach seinem ersten Direktausscheidungsgefecht, das sich zu Anfang noch schwierig für ihn gestaltete, in Fahrt und sicherte sich seine Bronzemedaille mit Siegen im 128er gegen den Franzosen Jean Bisch (15:12) und im 64er gegen den Spanier Matteo Bugialli (15:11). Im 32er KO schlug er den russischen Fechter Artem Terekhov mit 15:7 und konnte danach im Achtelfinale gegen Edoardo Cantini aus Italien mit 15:10 triumphieren. Im Gefecht der besten 8 Fechter schlug er den Ungarn Bertalan Toth mit 15:11. Leider scheiterte er nach unglücklichen Entscheidungen des Kampfrichters gegen Ende des Gefechts ebenfalls im Halbfinale am Franzosen Remi Garrigue mit 10:15.
„Sowohl Leon als auch Colin haben mich heute absolut überzeugt“, sagt der für die U20 Säbelherren verantwortliche Trainer Imre Bujdoso. „Insbesondere, dass Colin dieses Mal einen seiner Mannschaftskollegen auf dem Treppchen begrüßen konnte freut mich so kurz vor den Europameisterschaften extrem. Auch das Top 32 Ergebnis von Valentin Meka (Dormagen; Platz 20) sollte nicht unter den Tisch fallen. Es zeigt, dass wir mit einem starken Team in die Junioren-EM gehen werden. Für alle beteiligten Heimtrainer und auch mich als verantwortlichen U20-Trainer ist dies ein Zeichen, dass unsere Arbeit Früchte trägt und wir selbstsicher die kommenden Aufgaben angehen können.“

