Ruben Lindner gewinnt erstes CC-Turnier im Herrenflorett
Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der U17: In Deutschland fanden zeitgleich drei CC-Turniere für den Europäischen Fechtverband EFC statt. In Esslingen standen die Herrenflorett-Fechter auf der Bahn, Heidenheim hatte die europäischen Degenherren und -Damen zu Gast und in Tauberbischofsheim gastierten die Florettdamen.
Herrenflorett Esslingen
In Esslingen lief es für die deutschen Fechter besonders gut! Im Sportpark Weil fanden sich unter verschärften Corona-Bestimmungen 150 Fechter aus 14 Nationen ein und kämpften um wichtige Ranglistenpunkte für die europäische und deutsche Rangliste. Im Einzel setzte sich der Tauberbischofsheimer Ruben Lindner durch, mit der Mannschaft war das Team Polen 1 (Jan Nowak, Tomasz Gorczyca, Filip Winkhof, Piotr Ginda) erfolgreich.
Der Samstag startete mit dem Einzel-Wettbewerb. Nach einem langen Wettkampftag standen sich der deutsche Lindner und der Niederländer Michael Dijkstra im Finale gegenüber. In einem spannenden Finalkampf setzte sich Lindner verdient mit 15:10 durch und freute sich riesig über seinen Turniererfolg und die Siegtrophäe. Die Bronzemedaillen gingen an Tan Sezer (Türkei) und Adrian Helmy-Cocoynacq (Frankreich). Mit Simon Polotzek (FC Moers) stand ein weiterer Deutscher im Finale der besten Acht und belegte einen ausgezeichneten fünften Platz. „Ein großartiges Ergebnis für Ruben, der einen super Tag erwischt hat. Ich bin gespannt auf die nächsten Wettkämpfe mit unserem Nachwuchs“, meint auch Trainer Benjamin Kleibrink, der die Florettherren vor Ort betreut hat.
Bei den Teamwettbewerben am Sonntag traten 25 Mannschaften an. Am Ende dominierten die polnischen Teams den Wettbewerb: im Finalkampf setzte sich Polen 1 gegen Polen 3 mit 43:39 durch. Der Bronzeplatz ging an das Team aus Israel, das sich im kleinen Finale mit 45:30 gegen Polen 2 durchsetzen konnte. Das beste deutsche Team, Deutschland 2, kam in der Besetzung Julius Höfler, Hugo Salus, Marcel Sautner und Alexander Strelow am Ende auf Rang neun.
„Es war schön, nach so langer Zeit wieder ein internationales Turnier in Esslingen auszurichten“, resümiert auch Fechtabteilungsleiter Udo Ziegler und blickt auf ein äußerst gelungenes Turnierwochenende zurück. „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder mit weniger Auflagen und mit Zuschauern möglich ist.“
Herren- und Damendegen in Heidenheim
Beim renommierten Hartmann Cup in Heidenheim konnten die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Ergebnis aus Esslingen nicht duplizieren:
Herrendegen Einzel: Doppelsieg geht an Italien bei 207 Teilnehmern
Platz 1: Leonardo Cortini (Italien)
Platz 2: Matteo Rossi (Italien)
Platz 3: Pawel Klytta (Polen) und Igor Chernousov (Russland)
Zwei deutsche Fechter schafften es ins Tableau der letzten 32:
Matthew Bülau (19.) und Jakob Stange (22.)
Im Teamwettbewerb gelingt Team Deutschland 1 mit Matthew Bülau, Julius Ruppenthal, Ole Petersen und Jakob Stange der Sprung aufs Treppchen: Nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Italien können sie im Kampf um Platz Drei gegen Rumänien mit 45:30 souverän gewinnen. Platz 1 geht knapp an Russland vor Italien.
Damendegen Einzel: Russin triumphiert bei 201 Teilnehmerinnen
Platz 1: Anastasiia Rustamova (Russland)
Platz 2: Emili Conrad (Ukraine)
Platz 3: Anaelle Doquet (Frankreich) und Vanie Gogniat (Schweiz)
Drei deutsche Fechterinnen schafften es ins Tableau der letzten 32:
Annika Amler (23.), Eva Steffens (26.) und Maya Bienefeld (28.)
Nicht ganz so gut wie bei den Herren lief es im Teamwettbewerb der Damen: Nachdem Team Deutschland 1 mit Annika Amler, Marie Leonore Rank, Charlotte Marx und Eva Steffens hauchdünn ihr Auftaktgefecht mit 39:40 gegen Team 2 aus der Ukraine verloren haben, konnten sie danach in den Platzierungsgefechten Rang 11 erlangen. Platz 1 ging an starke Russinnen vor der Schweiz und Frankreich.
Damenflorett Tauberbischofsheim
Damenflorett Einzel: Italienerin gewinnt „Goldenes Florett“ von 167 Teilnehmerinnen
Platz 1: Matilde Molinari (Italien)
Platz 2: Diana Babaeva (Russland)
Platz 3: Garance Roger (Frankreich) und Milana Levchuk (Russland)
Beste Deutsche wurde die Tauberbischofsheimerin Lucia Arnela, die sich ins Tableau der letzten 32 vorkämpfen konnte und am Ende Platz 28 erreichte.
Im Teamwettbewerb konnte Arnela gemeinsam mit ihren Mannschaftskolleginnen Larissa Evers, Lea Zoni und Veranika Seiffert einen mehr als respektablen 5. Platz von 30 Teams erreichen. Team Deutschland 2 mit Julia Berger, Annemarie Braun, Finja Malu Herwig und Mia Jakob landeten knapp dahinter auf Platz 7. Gold ging an Russland 1 vor Russland 2, Platz 3 holte sich Frankreich.

