Heim-EM: Deutsches Herrenflorettteam im Finale
Die Florettmannschaft der Herren mit Peter Joppich (CTG Koblenz), Benjamin Kleibrink (DFC Düsseldorf), André Sanita (OFC Bonn) und Luis Klein (FC Tauberbischofsheim) erreichte nach einem 45:39 Sieg gegen die Mannschaft aus Polen das Halbfinale. Gegen die Italiener gingen sie dort früh in Führung. Bei einem Stand von 22:17 musste Kleibrink verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Luis Klein übernahm und überzeugte ebenfalls. Ein unglaubliches Herzschlag Halbfinale begann, die Halle tobte. Mit unerbittlichem Einsatz konnten sie die Führung gegen die Italiener verteidigen. Joppich ging mit 40:31 gegen Garozzo in das Schlussgefecht. Vizeeuropameister Garozzo machte es Joppich nicht leicht. Dennoch zogen die Deutschen mit einem 45:40 ins Finale ein.
Das Finale wird um 18 Uhr auf der Finalbahn ausgefochten.
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Damensäbel: Tolles Team begeistert Publikum und erkämpft sich Platz sechs
Die Ziele der vier Säbelfechterinnen um Bundestrainer Pierre Guichot waren für diese EM nicht allzu hoch gesteckt. Ein Platz unter den besten acht Mannschaften Europas war für Anna Limbach und Lea Krüger (beide TSV Bayer Dormagen) sowie für Ann-Sophie Kindler (TSG Eislingen) und Julika Funke (FC Würth Künzelsau) allerdings Pflicht. Dies gelang souverän: Mit 45:38 setzten sie sich gegen die Türkei durch, ab dem vierten Gefecht immer in klarer Führung. Dann stand Gegner Rußland auf dem Tableau, Team Weltmeister- und Europameisterinnen 2018. Hier mussten sich die vier Damen nach anfänglicher Führung 45:34 geschlagen geben. Bundestrainer Guichot kommentiert trotzdem sichtlich zufrieden: „Ein richtig gutes Match, die Mädchen hatten technisch noch etwas Probleme, aber daran können wir arbeiten. Sie haben viele Aktionen versucht, natürlich hat das noch nicht immer geklappt. Die Russinnen sind ein starkes Team, aber wir haben im Lauf der Saison gesehen, dass wir ihren Vorsprung immer weiter aufholen können. Für mich eine sehr gute Basis für die Zukunft.“
In der nächsten Runde ging es gegen das Team von Aserbaidschan. Diese hatten im Parallelmatch die Italienerinnen extrem unter Druck gesetzt und unterlagen nur hauchdünn mit 45:42.
Guichot: „Das wird schwer, es ist ein junges Team, auch mit russischen Fechterinnen. Wir haben ebenfalls eine junge Mannschaft, also ein guter Test.“ In einer bärenstarken Teamleistung schafften die vier Damen einen fulminanten Sieg. In der mittleren Phase war es eng, aber dann veranlasste Guichot einen Wechsel: Krüger ging raus, Kindler kam rein, das brachte die Wende zum Sieg.
Im letzten Gefecht um den fünften Platz stand Gegner Polen auf der Planche. Die deutschen Damen fanden hier erst spät ins Gefecht und die Polinnen konnten sukzessive einen Vorsprung herausarbeiten, so dass es Schlussfechterin Limbach trotz einer guten 9:4 Bilanz nicht mehr gelang, den Sieg zu schaffen. So blieb es bei einem sehr guten sechsten Rang.
Guichot ist stolz auf sein Team: „Die Platzierung – ob fünfter oder sechster Rang - ist mir nicht so wichtig. Die Vier haben einen großartigen Teamgeist bewiesen, tolle Aktionen gefochten und das Publikum begeistert.“

