Kritischer Agrarbericht 2024
Tiere und die Transformation der Landwirtschaft: Im Rahmen einer Pressekonferenz des AgrarBündnis auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin wurde der aktuelle Kritische Agrarbericht vorgestellt.
Der Bericht dokumentiert jährlich die Vielfalt der politischen Debatte zu Landwirtschaft und Ernährung. Er formuliert fundierte Kritik am derzeitigen Agrarsystem, benennt aber auch Konzepte, Ideen und gelungene Praxisbeispiele, wie es anders gehen könnte. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Kritische Agrarbericht 2024 auf das zur Zeit viel diskutierte Thema Tiere und die Transformation der Landwirtschaft.
Xenia Brand, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL): „Die Bundesregierung muss jetzt die Ursachen des Frustes vieler Bäuerinnen und Bauern an der Wurzel packen und in der Agrarpolitik umsteuern. Die Lösungen aus der Zukunfts- und Borchertkommission liegen schon längst auf dem Tisch. Konkret heißt das: Die Bäuerinnen und Bauern brauchen faire und kostendeckende Preise durch bessere Marktpositionen. Der Umbau der Tierhaltung muss durch die Einführung einer Tierwohlabgabe angemessen finanziert werden. Mit den Fördermitteln aus Brüssel müssen die Umweltleistungen der Bäuerinnen und Bauern einkommenswirksam entlohnt werden; die Europäische Agrarpolitik muss insgesamt gerechter gestaltet werden. Zudem muss sich die Bundesregierung für eine weiterhin strikte Regulierung der Gentechnik einsetzen."
Bianka Gehlert: "Eine besondere Rolle spielt dabei die Weidehaltung und der Erhalt des Grünlands. Es gilt, die Potenziale nachhaltiger Beweidung für Bodenfruchtbarkeit, Klimaentlastung und biologische Vielfalt stärker zu nutzen. Auch das Tierschutzniveau muss deutlich erhöht werden."
Wir setzen uns dafür ein, dass die Ökosystemleistungen einer nachhaltigen Haltung nicht nur anerkannt werden, sondern auch entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Agrarpolitik endlich umsteuern!
Quelle: https://kritischer-agrarbericht.de/agrarberichte/2024

