VFD bittet auch 2020 darum auf Feuerwerk zu verzichten
Die Vereinigung der Freizeitreiter und-fahrer in Deutschland e.V. (VFD) bittet darum, aus Rücksicht auf Menschen, Tiere und Umwelt 2020 auf das Silvesterfeuerwerk zu verzichten.
Mit der Entscheidung der Länder, den Verkauf von Feuerwerkskörpern zur Entlastung der Rettungsdienste und Krankenhäuser dieses Jahr zu verbieten, wurde diese Bitte nachhaltig unterstützt.
Bundes- Landes- und Kommunalpolitiker müssen sich dafür einsetzen, dass der Tierschutz endlich in die Sprengstoffverordnung aufgenommen wird. Die VFD versucht ein Feuerwerksverbot in der Nähe von Reitställen und Pferdeweiden zu etablieren und die gesetzlich bereits bestehenden Verbote besser durchzusetzen. Ziel soll möglichst ein Feuerwerkverbot auf allen Gebieten mit Weidetierhaltung sein.
Weidetiere könnten in Panik geraten und ausbrechen. Wildtiere leiden besonders unter dem ungewohnten Lärm- und Blitzgewitter. Mitten in der Nacht werden sie aus dem Schlaf gerissen und suchen panisch das Weite. Es dauert oft Tage und Wochen, bis die Tiere wieder in ihr normales Verhalten zurück finden. Durch die ungewohnte Störung werden wichtige Energiereserven unnötig verbraucht, die im Winter, vor allem bei notorischem Futtermangel und kalten Temperaturen, überlebensnotwendig sein können. Tödlichen Unfällen, Fehlgeburten, Aufgabe der Brut oder Vertreibung ganzer Populationen aus ihrem Lebensraum können weitreichende Folgen der Panik durch Feuerwerke sein.
In einer Silvesternacht werden circa 2.000 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerke erzeugt, also etwa 15 Prozent der jährlichen Belastung durch Straßenverkehr und etwa 25 Prozent der Holzfeuerungen. Damit belasten sie die Umwelt in erheblichem Maß. Unmengen Müll liegt am nächsten Morgen nicht nur auf den Straßen und in Gärten, sondern auch auf Feldern und Weiden.
Auch Menschen sind die Leidtragenden. Neben der enorme Lärm-Belastung sind Verbrennungen, verletzte, amputierte Gliedmaße, Knalltraumata, Augen- und Kopfverletzungen die häufigsten Feuerwerksverletzungen. Allein in Großstätten gehen jede Silvesternacht tausende Notrufe ein.
Dieses Jahr wurde dem Rechnung getragen, aber auch der Natur- und Tierschutz muss gebührend Beachtung finden.
Quellen:
VFD: Nein! zum Feuerwerk 2019, sagt Ja! zum Schutz von Tier, Mensch und Umwelt
"Böllerverbot auf allen Gebieten mit Weidetierhaltung ausweiten!”
https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk
https://www.tierschutzbund.de/news-storage/heimtiere/241120-silvester-tierschutzbund-fordert-vollstaendiges-feuerwerksverbot/

