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Neue RockShox Lyrik 2027 im Test: Smoother & komfortabler als der Vorgänger

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Neue RockShox Lyrik-Federgabel im Test: RockShox hat die neue Lyrik komplett überarbeitet und der Trail-Federgabel zahlreiche neue Updates verpasst. Hier erfahrt ihr, was neu ist und wie sich die Gabel auf dem Trail gegen den Vorgänger schlägt.

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Neue RockShox Lyrik – Infos und Preise

Neben der neuen RockShox Boxxer (Test) und der neuen RockShox Zeb (Test) haben die US-Amerikaner auch der Trail-Federgabel Lyrik ein gehöriges Update verpasst. Genau wie bei den größeren Geschwistern gibt’s auch hier die neue Linear XL-Luftfeder, ein neues Casting, die komplett neue ABO-Einstelloption und vieles mehr. Außerdem ist die Lyrik wieder als Variante mit 170 mm Federweg erhältlich. Wir konnten die neue RockShox Lyrik Ultimate bereits in einem Specialized Stumpjumper Evo für euch ausprobieren. Mit 160 mm Federweg bringt die 29″-Option 2.249 g auf die Waage und wechselt für einen Preis von 1.375 € den Besitzer. Hier erfahrt ihr, wie sich die Updates auf dem Trail bemerkbar machen.

  • Laufradgrößen 27,5″ / 29″
  • Federweg 140 mm / 150 mm / 160 mm / 170 mm
  • Federung Charger 3.2
  • Dämpfung Linear XL
  • Farben Rot / Schwarz
  • Achsmaß 15 mm x 110 mm
  • Offset 37 mm (27,5″) / 44 mm (29″ & 27,5″)
  • Gewicht 2.249 g (160 mm, 29″)
  • Verfügbarkeit April 2026
  • www.sram.com
  • Preis (UVP) 1.855 € (Flight Attendant) / 1.375 € (Ultimate) / 1.015 € (Select)
# Die neue RockShox Lyrik kommt mit frischem Design, zahlreichen Updates und einer komplett neuen LinearXL-Luftfeder.
Diashow: Neue RockShox Lyrik Federgabel 2027 im Test: Smoother und komfortabler als der Vorgänger
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Video: Neue RockShox Lyrik im Test

Neue RockShox Lyrik Ultimate 2027 im Test: Was kann die Neue besser als die Alte?
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Im Detail

Wenn du bereits den RockShox Zeb-Test von Gregor gelesen hast, kannst du diesen Abschnitt bedenkenlos skippen. Beide Federgabeln teilen sich exakt die gleichen Details, weswegen dieser Abschnitt aus dem Zeb-Test übernommen wurde.

Wenig überraschend bietet die neue MY27-Lyrik viele der Features, die vor einigen Wochen an der Downhill-Gabel Boxxer vorgestellt wurden. Allerdings war die Gabel, ebenso wie die MY27 RockShox Zeb, im Entwicklungsstadium etwas später dran, weshalb sie einige auffällige Neuerungen bietet, die es nicht mehr an die Boxxer geschafft haben. Da wäre etwas die auffällige, mit Plastik überdeckte Brücke am Casting. Darunter verbirgt sich eine neue Konstruktion, mit einer sehr flachen Brücke und fachwerkartigen Querstreben an Vorder- und Rückseite. Nicht schön fürs Auge anscheinend jedoch konstruktiv vorteilhaft.

# Die auffälligste Neuerung ist die Plastikabdeckung an der Brücke.
# Die Decals fallen nun deutlich dezenter aus und sind nach innen gewandert.
# Die Buttercups sind nach wie vor mit von der Partie.
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Zudem gibt’s nun, wie schon bei Fox, auch bei RockShox Löcher an der Brücke – allerdings seitlich und deutlich weniger prominent. Der schmale Schlitz ist genau über der oberen Gleitbuchse und soll sicherstellen, dass die Wanddicke um die Buchse herum identisch bleibt, was sich positiv in einer gleichmäßigeren Verformung und Performance unter Last bemerkbar machen soll. Ein im Maschinenbau sehr bewährtes Konstruktionsprinzip! Direkt darüber befinden sich die neuen, mit SKF entwickelten Staubabstreifer, die für weniger Reibung sorgen sollen, da sie die Standrohre bei steigendem Druck im Casting weniger greifen sollen.

# Das Casting wurde komplett neu designt und verfügt über markante Löcher am Brückenansatz.
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# Auch die Krone kommt mit einer anderen Formsprache daher und ist nun stärker ausgefräst.

Eine weitere von außen erkennbare Besonderheit ist die mit Linear XL beschriftete Box neben der Bremsaufnahme. Wie bei Boxxer und Zeb verbirgt sich darunter einfach ein Hohlraum: Die Luftseite im Casting hat normalerweise weniger Volumen, weshalb die darin gefangene Luft beim Einfedern als unfreiwillige Luftfeder wirkt. Die Linear XL-Kammer gleicht das Volumen an die Dämpfungsseite an und soll den ungewollten Effekt minimieren. Zudem gibt’s durchgehende Löcher in den Standrohren, die beim Vorbeigleiten Luft aus diversen Hohlräumen – etwa zwischen den Gleitbuchsen – entweichen lassen, was für eine konstantere Performance sorgen soll. Eine weitere wichtige Änderung ist, dass die Luftkammer nun ebenfalls in einer geschlossenen Kartusche im Standrohr haust. Dadurch steigt der nötige Luftdruck deutlich, feine Änderungen sollen leichter umzusetzen sein und die Luftfeder fällt insgesamt deutlich linearer aus.

# Hinter dieser Abdeckung verbirgt sich ein Hohlraum, der zusätzliches Luftvolumen zur Verfügung stellt.

Ein nennenswertes Feature der neuen RockShox-Gabel-Generation sind die längeren Service-Intervalle – dazu trägt die sogenannte Butterwaggon-Technology bei. Der etwas merkwürdige Begriff bezeichnet Golfball-artige Bohrungen im unteren – nicht sichtbaren – Teil der Standrohre. Diese sollen Schmieröl unten im Casting aufnehmen und oberhalb der Gleitbuchsen wieder ausspucken. Außerdem darf sich der Lyrik-Besitzer nun über ein weiteres Verstellrädchen freuen: Auf der Unterseite des linken Tauchrohrs ist ein lila ABO-Einsteller mit 5-mm-Inbus-Aufnahme und 8 Klicks. Dieser hat jedoch nichts mit dem hydraulischen Anti-Bottom-Out von Vivid oder Super Deluxe zu tun. Stattdessen handelt es sich um einen Elastomer-Endanschlag, der um 10 mm hoch- beziehungsweise runtergeschraubt wird und sich so auf die letzten 7–17 mm Federweg auswirken soll. Inspiriert ist das System von der Boxxer, in der schon seit Generationen ein fest verbauter, allerdings längerer Elastomer für Durchschlagschutz sorgt.

# Die Butterwaggon-Technologie soll für eine langfristig anhaltende flächendeckende Schmierung sorgen.
# Die neue ABO-Einheit ist ein einstellbarer Durchschlagschutz.
# Zum Justieren braucht man einen Inbus.
# Beim ABO wird einfach ein Elastomer am Schaft hoch- oder runtergeschraubt.

Laut RockShox wurde an der Lyrik jedes einzelne Teil verändert – nur die Maxle-Steckachse ist identisch geblieben. Auch die Charger 3.2-Dämpfung ist neu, allerdings im Wesentlichen über eine Wellenfeder im Shimstack härter abgestimmt als bisher. Das liegt laut RockShox daran, dass man so viel Reibung aus dem System genommen hat, dass man mehr Dämpfung braucht, um die Gabel ausreichend hoch im Federweg zu halten. Ebendarum ist die Dämpfung nicht rückwärtskompatibel mit alten Gabeln – hier wäre sie laut RockShox schlicht zu überdämpft. Dafür kann man beim HSC und LSC nun die einzelnen Klicks ablesen und muss nicht mehr zählen.

# An der Dämpfung wurde grundsätzlich nichts geändert – allerdings ist die Charger 3.2-Variante straffer abgestimmt und eine Nummerierung der Einstelloptionen ist dazugekommen.

Neben verbesserten Dichtungen gibt’s auch neues, mit Maxima entwickeltes Schmieröl, von dem sich RockShox viel verspricht. Zudem kommt auf die Luftseite durch das zusätzliche Volumen jetzt mehr Öl, und man ist von 5 WT wieder auf 15 WT gegangen. Die Druckablassventile konnten dadurch, dass die Luftfeder in einer Kartusche steckt, in die Krone wandern und sind wieder zum Eindrücken, nicht Drehen. Zudem gibt’s laut RockShox zwei Fender-Optionen, die die Kunststoff-Abdeckung der Brücke ersetzen. Das unauffällige neue Lyrik-Decal auf der Innenseite befindet sich wie die RockShox-Logos übrigens unter dem Klarlack, soll also nicht so schnell verkratzen, lässt sich aber auch nicht entfernen.

# Die Entlüftungsventile findet man jetzt oben an der Gabelkrone.

Auf dem Trail

Um einen möglichst direkten und aussagekräftigen Eindruck von der neuen RockShox Lyrik zu bekommen, haben wir sie nicht isoliert, sondern im direkten Vergleich gegen das Vorgängermodell getestet. Dafür habe ich mich mit meinem Kollegen Christian zusammengetan. Die neue Lyrik wurde zusammen mit dem ebenfalls neuen RockShox Super Deluxe-Dämpfer in meinem Specialized Stumpjumper Evo (Test) verbaut (RockShox Vivid Air & Super Deluxe im Test). Als Testvehikel für die „alte“ Lyrik diente das neue Propain Tyee Trail (Test). Beide Bikes setzten auf 29″-Laufräder und 160 mm Federweg an der Front. Zudem haben wir den Vorderrad-Reifen, die Griffe, den Lenker und die Lenkerhöhe angeglichen, um eine bestmögliche Vergleichbarkeit zu garantieren. Erwähnenswert ist zudem, dass es sich um eine ziemlich neue „alte“ Lyrik handelt. Ein Service war also nicht nötig und Beeinträchtigungen der Performance durch Verschleiß nicht zu befürchten.

# Für den Test sind wir die neue und die nun alte Lyrik Back-to-Back gegeneinander gefahren.

Zudem wurden beide Federgabeln mit möglichst identischen Grundeinstellungen gefahren: Die Druckstufe stand jeweils in der Mittelstellung, während wir uns beim Luftdruck an den RockShox-Empfehlungen für den gleichen Gewichtsbereich orientiert haben. Den gleichen Luftdruck einzustellen ist nicht möglich, da alte und neue Lyrik aufgrund der überarbeiteten Luftfeder nicht vernünftig mit identischen Drücken gefahren werden können.

Mit diesen beiden Bikes ging es dann zum Back-to-Back-Vergleich auf den Trail. Nach jeweils zwei Testloops wurden die Bikes getauscht. Durch das schnelle Hin und Her Tauschen konnten die Unterschiede zwischen den beiden Federgabeln gut herausgefahren werden. Dabei zeigte sich für uns tatsächlich etwas überraschend, dass sich die neue Lyrik bereits auf den ersten Runden spürbar geschmeidiger anfühlte. Sie spricht feiner an, arbeitet sensibler und vermittelt dadurch insgesamt ein ruhigeres, komfortableres Fahrgefühl an der Front. Gerade im direkten Wechsel ist man hier smoother unterwegs.

# Im direkten Vergleich überzeugt die neue Lyrik mit einem feinfühligeren Ansprechverhalten und mehr Komfort.

Um mit der alten Lyrik auf ein ähnlich komfortables Niveau zu kommen, mussten wir die Druckstufen-Dämpfung reduzieren, was sich natürlich auch auf die übrigen Fahreigenschaften auswirkt. Die neue Lyrik hingegen arbeitet auch mit mehr Druckstufen-Dämpfung geschmeidiger und bleibt dadurch die insgesamt souveränere Gabel. Der Unterschied ist also nicht riesig im Sinne eines kompletten Generationsbruchs, aber auf dem Trail im direkten Vergleich klar wahrnehmbar.

Im direkten Vergleich mit der zuvor in meinem Stumpjumper Evo verbauten Fox 38 (Test) fällt allerdings auf, dass die Lyrik etwas tiefer im Federweg steht und teilweise nicht ganz so effizient arbeitet. Allerdings präsentiert sich die RockShox-Gabel dafür auch eine Spur komfortabler. Im weiteren Verlauf des Tests konnte ich dies allerdings durch die Montage eines Volumenspacers adressieren. Zuvor war kein Token verbaut. Mit verkleinerter Luftkammer fährt sich die neue Lyrik agiler, direkter und liefert mehr Gegenhalt, ohne dass die Sensibilität darunter spürbar leidet.

# Mit verbautem Token zeigt sich die Lyrik direkter.

Neu ist außerdem die sogenannte ABO-Einheit: ein einstellbarer Bottom-Out-Schutz. Im Test zeigte sich schnell: Das System funktioniert, und der Unterschied ist auf dem Trail nachvollziehbar. Mit stärker zugedrehter Einstellung bleibt am Ende messbar mehr Federweg übrig, ohne dass der letzte Federwegsbereich unangenehm hart oder stumpf wirkt. Gleichzeitig ersetzt ABO aber keinen Token. Während ein Token die Charakteristik über den gesamten Federwegsbereich beeinflusst, greift ABO tatsächlich erst auf den letzten Millimetern ein. Der absolute Gamechanger ist die ABO-Einheit unserer Meinung zwar nicht, hat aber als clevere Ergänzung für Fahrer, die ein sehr sensibles Grundsetup mit zusätzlicher Durchschlagreserve kombinieren wollen, durchaus eine Daseinsberechtigung.

Fazit – RockShox Lyrik

Unterm Strich hinterlässt die neue RockShox Lyrik einen sehr starken Eindruck. Sie ist spürbar sensibler als das Vorgängermodell, fährt sich komfortabler und bleibt dabei ausreichend definiert und kontrolliert. Der Unterschied ist groß genug, um ihn im direkten Vergleich klar zu merken, aber nicht so gewaltig, dass Besitzer einer gut funktionierenden "alten" Lyrik nun sofort umrüsten müssten. Wer bereits die Vorgängerin fährt, kann diese mit passendem Setup weiterhin sehr gut bewegen. Wer allerdings neu kauft oder ohnehin vor einer Neuanschaffung steht, bekommt mit der neuen Lyrik die bessere Gabel.

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Wie gefällt dir die neue RockShox Lyrik?


Testablauf

RockShox hat uns die neue Lyrik zusammen mit dem ebenfalls neuen RockShox Super Deluxe zur Verfügung gestellt. Dadurch konnten wir die Federgabel bereits vor Ablauf der Sperrfrist auf unseren Hometrails im Taunus testen.

Hier haben wir die neue RockShox Lyrik getestet

  • Taunus, Hessen: Singletrails in tiefem Waldboden und gebaute Strecken, guter Mix aus technischen und schnellen Segmenten.
Tester-Profil: Arne Koop
Körpergröße 184 cm
Schrittlänge 87 cm
Oberkörperlänge 67 cm
Armlänge 63 cm
Gewicht 74 kg
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch liebend gern aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro, Trail, Downhill
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
moderater Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel
Tester-Profil: Christian Franke
Körpergröße 184 cm
Schrittlänge 88 cm
Oberkörperlänge 65,5 cm
Armlänge 62 cm
Gewicht 83 kg
Christian ist Jahrgang 1986 und verdient seine Brötchen als Berufsschullehrer für Zweiradmechatroniker und Fahrradmonteure. Auch in seiner Freizeit spielen Zweiräder bei ihm eine große Rolle. Dementsprechend trifft man den MTB-Narr, wenn er nicht gerade dabei ist, seine Vespa zu zerlegen, mit dem Enduro-Bike im heimischen Taunus an.
Fahrstil
verspielt, immer auf der Suche nach der nächsten Shralp-Kurve
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
flotter Rebound, wenig Compression, hinten etwas softer als vorne
Vorlieben bei der Geometrie
Lenkwinkel flach, aber nicht zu flach, mittellange Kettenstreben, Reach lieber etwas kürzer als zu lang

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