Cape Epic 2026 – 2. Etappe: Schwarzbauer & Gaze siegen! Die Fotostory
Etappensieg Nummer eins mit deutscher Beteiligung beim Cape Epic 2026: Luca Schwarzbauer triumphiert nach auf der abermals sehr trockenen und heißen zweiten Etappe mit Canyon-Teampartner Sam Gaze. Auf den 102 Kilometern setzte sich das Canyon-Duo in einem taktisch geprägten Finale knapp durch. Bei den Damen bleiben Candice Lill und Alessandra Keller weiterhin das Maß der Dinge und feiern ihren dritten Sieg am dritten Renntag.
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Video: Highlights der 2. Etappe
Damen: Lill & Keller kontern Offensive von Courtney & Seiwald
Packender Schlagabtausch der beiden Spitzenteams auf der zweiten langen Etappe des Cape Epic 2026: Die 83 Kilometer lange Etappe rund um Montagu entwickelte sich im Damenfeld dank einer beherzten Fahrweise von Kate Courtney und Greta Seiwald zu einem echten Krimi – am Ende blieb aber wieder alles beim Alten: Candice Lill und Alessandra Keller vom Team Thömus Maxon Sabi Sabi jubelten nach genau 3:30 Stunden Fahrzeit über den dritten Tageserfolg in Serie, 38 Sekunden vor Kate Courtney und Greta Seiwald. Einen Rückschlag mussten indes die beiden Zweitplatzierten des Vortages verkraften: Rosa van Doorn und Vera Looser verloren aufgrund einer Aneinanderreihung mehrerer Reifendefekte über 23 Minuten und fielen in der Gesamtwertung auf Rang fünf zurück.
Kate Courtney und Greta Seiwald (She Sends Foundation) beschlossen nach einem etwas missglückten Ende des vergangenen Tages frühzeitig die Konkurrenz auf der zweiten Etappe unter Druck zu setzen: Auf den ersten Kilometern ging es nahezu ausschließlich bergauf in Richtung Ouberg Pass – ideale Bedingungen für die US-amerikanische Marathon-Weltmeisterin und ihre italienische Teamkollegin, das Feld frühzeitig zu sprengen.
Die Konsequenz: Schon früh reduzierte sich das Rennen auf ein Duell der beiden Top-Teams des bisherigen Cape Epic, Candice Lill / Alessandra Keller und eben Kate Courtney und Greta Seiwald. Über weite Strecken der Etappen blieben die vier Top-Fahrerinnen eng beisammen, erst im Finale gelang es schließlich den beiden Gesamtführenden Lill und Keller sich entscheidend abzusetzen. Auf den letzten Kilometern erhöhte Alessandra Keller das Tempo spürbar und schüttelte mit ihrer Teampartnerin Candice Lill Kate Courtney und Greta Seiwald ab. 38 Sekunden brachten Keller und Lill schließlich noch zwischen sich und die beiden Verfolgerinnen, und liegen nun in der Gesamtwertung 3:31 Minuten in Front. Tagesrang drei ging mit deutlichem Abstand von 10:42 Minuten an die Litauerin Katazina Sosna-Pinele und die Italienerin Giorgia Marchet (Torpado FSA Kenda.
Ergebnisse Damen
Tageswertung Top 3
- Thömus Maxon Sabi Sabi – Candice Lill / Alessandra Keller: ca. 3:30:00
- She Sends Foundation – Kate Courtney / Greta Seiwald: +0:37
- Torpado FSA Kenda – Katazina Sosna-Pinele / Giorgia Marchet: +10:42
Gesamtwertung nach der 2. Etappe Top 3
- Thömus Maxon Sabi Sabi – Lill / Keller
- She Sends Foundation – Courtney / Seiwald: +3:31
- Moschetti / Peretti: +25:03
Herren: Schwarzbauer & Gaze schlagen im Finale zu
Eine turbulente Etappe folgt der Nächsten: Die Rückkehr des Cape Epic nach mehr als 15 Jahren ins Klein Karoo-Gebiet rund um Montagu forderte auch auf der zweiten Etappe im Herrenfeld über 102 Kilometer und 2.200 Höhenmeter prominente Opfer. Am Vortag noch vom Defektpech heimgesucht, revanchierten sich der deutsche Cross-Country-Meister Luca Schwarzbauer und der Neuseeländer Sam Gaze gekonnt und sicherten sich den Tagessieg im Sprint einer sechs Teams umfassenden Spitzengruppe. Matthew Beers und Tristan Nortje landeten wie bereits am Vortag auf Tagesrang drei und verteidigten hauchdünn ihre Gesamtführung.
Wie bereits am Vortag spielte sich das Geschehen in der Herrenklasse weitestgehend in einer größeren Spitzengruppe ab, in der alle Favoriten vertreten waren: Die beiden Gesamtführenden Matthew Beers / Tristan Nortje im gelben Trikot, die Italiener Luca Braidot / Simone Avondetto, die Vortagessieger Martin Stošek / Wout Alleman, das spanisch-schweizerische Duo David Valero/ Marc Stutzmann, aber auch das später siegreiche Canyon-Duo Luca Schwarzbauer / Sam Gaze versammelten sich an der Spitze.
Das Tempo war hoch, dementsprechend schnell wurden Fehler bestraft: Staubige Abfahrten, raues Terrain und immer wieder Defekte sorgten dafür, dass sich das Feld kontinuierlich ausdünnte. Besonders bitter erwischte es am heutigen Tag die gestrigen Etappensieger Wout Alleman und Martin Stošek, die nach mehreren Platten den Anschluss zur Spitze verloren – und im Gegensatz zu Matthew Beers und Tristan Nortje am Vortag nicht wieder den Sprung nach vorne schafften.
An der Spitze neutralisierten sich indes die verbliebenen Favoriten lange Zeit gegenseitig. Auch ein Angriff des Spaniers David Valero rund zwölf Kilometer vor dem Ziel brachte keine entscheidende Vorentscheidung – zu ausgeglichen war das Niveau in der Spitzengruppe. So lief alles auf ein enges Finale mit einer Sprintentscheidung hinaus. Dort spielte schließlich das Canyon-Duo Luca Schwarzbauer / Sam Gaze seine Stärken aus, setzte sich rund drei Kilometer vor dem Ziel in einer Singletrailpassage an die Spitze und drückte anschließend kompromisslos aufs Tempo.
Hinter ihnen versuchten Luca Braidot und Simone Avondetto zu kontern, gleichzeitig mussten Matthew Beers und Tristan Nortje den Kontakt leicht abreißen lassen. Im Ziel sicherten sich Schwarzbauer und Gaze schließlich mit knappen 1,8 Sekunden Vorsprung den Etappensieg vor dem Wilier-Vittoria-Duo, weitere zwei Sekunden dahinter folgten Beers und Nortje auf Rang drei. In der Gesamtwertung bleibt es damit extrem eng: Zwischen den ersten vier Teams liegen aktuell nur 34 Sekunden, und selbst Luca Schwarzbauer und Sam Gaze liegen mit 4:54 Minuten Rückstand noch nicht gänzlich aussichtslos zurück.
Zusätzlich erfreulich aus deutscher Sicht: Martin Frey und Simon Stiebjahn vom KTM Singer Team fuhren als erstes Team aus der Verfolgergruppe über den Zielstrich des Tages und belegten Rang acht. Ihre Teamkollegen Andreas Seewald und Jakob Hartmann hingegen erwischten nicht den besten Tag und beendeten die zweite Etappe mit mehr als fünf Minuten Rückstand auf dem 16. Rang. Lukas Baum und Georg Egger vom Speed Company Racing Team belegten den 33. Rang mit fast einer halben Stunde Rückstand.
Ergebnisse Herren
Tageswertung Top 3
- Canyon – Luca Schwarzbauer / Sam Gaze: 3:54:55
- Wilier-Vittoria – Luca Braidot / Simone Avondetto: +1,8 s
- Toyota Specialized Imbuko – Matthew Beers / Tristan Nortje: +4,0 s
Gesamtwertung nach der 2. Etappe Top 3
- Toyota Specialized Imbuko – Beers / Nortje: 8:18:22
- Wilier-Vittoria – Braidot / Avondetto: +2 s
- Klimatiza Orbea – Valero / Stutzmann: +28 s
Fotostory
Absa Cape Epic 2026 auf MTB-News.de
Wir berichten auch in diesem Jahr täglich ausführlich vom Absa Cape Epic – alles dazu findet ihr auf unserer Kategorie-Seite zum Cape Epic 2026. Wie gewohnt gibt’s jeden Tag große Fotostories und einem ausführlichen Bericht über die Renngeschehnisse vom Spektakel in Südafrika.
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