Von XC-Rakete bis DH-Maschine: Das sind die spannendsten MTB-Neuheiten 2026
Du willst wissen, welche Mountainbikes dieses Jahr besonders angesagt sind? Dann bist du hier genau richtig! Wir präsentieren die besten Mountainbikes 2026. Von 32″-XC-Bikes über flexible Trail-Bikes und wettkampffähige Enduros bis hin zum vollintegrierten Downhill-Boliden.
[toc]
Die 13 heißesten Mountainbike-Neuheiten 2026
2025 wurden wieder jede Menge richtig coole Mountainbikes neu vorgestellt. Vom vollintegrierten Downhill-Boliden bis zur ultraleichten XC-Feile oder dem variablen Verwandlungskünstler sind einige Schmankerl dabei. Wir haben die Besten der Besten für euch ausgesiebt und präsentieren hier die Crème de la Crème der Mountainbikes. Für diese Auflistung haben wir uns ausschließlich auf Bikes konzentriert, die im vergangenen Jahr neu vorgestellt wurden.
XC-Bikes 2026: Vom 32″-Überflieger bis zum WM-Sieger
Stoll P32
Es war die Sensation des Jahres 2025 und ist nach wie vor das heißgekochteste Thema der Mountainbike-Industrie: 32″-Laufräder. Ganz vorn dabei: eine kleine Schweizer Firma mit dem Namen Stoll Bikes. Hier ist man begeistert von der Idee und hatte schnell einen fahrbaren Prototyp mit den riesigen Laufrädern am Start, den wir sogar bereits kurz testen konnten: Stoll P32-Test. Mittlerweile hat der Prototyp sogar die Serienreife erreicht und Stoll bietet als erster Hersteller überhaupt ein 32″-Serien-XC-Fully zum Kauf an. Damit darf das kantige Stoll P32 in dieser Liste auf keinen Fall fehlen. Alle Infos zum Bike: Stoll P32
- Federweg 120 mm bis 100 mm / 120 mm bis 100 mm
- Laufradgröße 32″
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) 5.000 CHF (Rahmenset) / ab 9.500 CHF
- www.stoll-bikes.com
Giant Anthem Advanced SL
Eines der schnellsten, wenn nicht gar das schnellste Mountainbike 2026, ist das Giant Anthem Advanced SL. Die XC-Rakete hat sich unter Pilot Alan Hatherly bereits als Prototyp die XC-Weltmeisterstreifen verdient und wird 2026 sicher nicht mit den Erfolgen aufhören. Der leichte Carbon-Bolide verfügt über 120 mm Federweg an Front wie Heck, setzt auf einen Flexpivot-Hinterbau und rollt natürlich auf 29″-Laufrädern.
- Federweg 120 mm / 120 mm
- Laufradgröße 29″
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) ab 4.499 €
- www.giant-bicycles.com
Norco Revolver
Ein Bike wie aus der Pistole geschossen: Das Norco Revolver sieht extrem gut und extrem schnell aus. Die kanadische XC-Rakete gibt es in einer racigen Variante mit 115 mm Federweg am Heck und 120 mm Federgabel und in einer trailigen Down-Country-Ausführung mit 130 mm Federweg vorn und 120 mm am Heck. Der Flexpivot-Hinterbau und die Titan-Hardware sparen Gewicht: 1,6 kg bringt der Carbon-Rahmen auf die Waage. Uns gefällt der Grenzgänger zwischen XC und Trail auf jeden Fall extrem gut! Hier gibt’s alle Norco Revolver Infos.
- Federweg 130 mm bis 120 mm / 120 mm bis 115 mm
- Laufradgröße 29″
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) ab 5.249 USD
- www.norco.com
Trail-Bikes 2026: Vom Alu-Kracher bis zum Titan-Traumbike
Actofive I-Train 32
32″ ist der neue große Mountainbike-Trend schlechthin. Aber haben die großen Laufräder neben dem XC-Einsatz wie beim Stoll P32 auch im Trail-Bereich ihre Daseinsberechtigung? Wenn man bei Actofive fragt, dann definitiv. Die Dresdner machen mit dem I-Train 32 ernst und präsentieren ein wunderschönes CNC-gefrästes Trail Bike mit den extra großen Laufrädern. Dies kann allerdings nicht nur mit seinen äußeren Werten, sondern auch mit einer extrem vielfältigen Einstellbarkeit punkten. Lenkwinkel, Tretlagerhöhe oder Federweg (120–140 mm vorn und hinten) – fast alles lässt sich variieren. Dazu kommt die Option auf ein 32/29-Mullet-Setup.
Um den durch die riesigen Räder höheren Stack auszugleichen, hat Actofive sogar einen eigenen Vorbau mit negativem Stack entwickelt. Der Haken: Es gibt das I-Train 32 aktuell nur das Rahmenset – und das ist mit einem Preis von 6.990 € (ohne Dämpfer) eindeutig High-End-Nischenware. Dafür bekommt man Fräsporn in Reinform. Hier gibt’s noch mehr Bilder zum Actofive I-Train 32.
- Federweg 120–140 mm (vorn und hinten)
- Laufradgröße 32″ / Mullet (32″/29″)
- Rahmenmaterial Aluminium (7075-T6, CNC-gefräst)
- Preis (UVP) 6.990 € (Rahmen)
- www.actofive.com
Propain Hugene
Propain hat das beliebte Trail-Bike Hugene für 2026 neu aufgestellt und deutlich klarer positioniert: weniger Mini-Enduro, mehr Trail-Bike. Dementsprechend wurde der Federweg vorn wie hinten um 10 mm reduziert, jetzt stehen 140 mm vorn und 130 mm zur Verfügung. Damit grenzt sich das Hugene stärker vom Tyee ab und wirkt insgesamt trailiger. Außerdem gibt’s ab sofort ein Staufach im Unterrohr sowie sinnvolle Detail-Updates. Preislich geht’s los bei 3.399 €. Eine Alu-Variante des Hugene gibt es nicht. Dennoch ein rundum gelungenes Bike und eines unserer Highlights des Jahres. Wenn ihr wissen wollt, wie das Bike auf dem Trail performt, gibt’s alle Infos in unserem Propain Hugene-Test.
- Federweg 140 mm / 130 mm
- Laufradgröße 29″
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) 3.399 € bis 8.149 € (Komplettbikes) / 2.499 € (Framekit)
- www.propain-bikes.com
Canyon Spectral AL
Wer auf der Suche nach einem Preis-Leistungs-Kracher ist, der ist hier genau richtig aufgehoben. Das Spectral ist seit Jahren ein Fixpunkt in der Trail-Kategorie. Jetzt hat Canyon dem Carbon-Modell endlich eine Alu-Variante zur Seite gestellt. Das Canyon Spectral AL ist ab einem starken Preis von 2.299 € erhältlich. Die Eckdaten: 150 mm Federweg vorn, 140 mm hinten, und 29″ oder Mullet-Laufräder. Der Preisvorteil kommt allerdings nicht ohne Einschnitte: kein KIS, kein Flipchip und kein Staufach. Für uns tut dies dem Spectral AL allerdings gar keinen Abbruch. Die Maschine rennt. Hier gibt’s unseren Canyon Spectral AL Test.
- Federweg 150 mm / 140 mm
- Laufradgröße 29″ / Mullet
- Rahmenmaterial Aluminium
- Preis (UVP) ab 2.299 € (UVP)
- www.canyon.com
Deviate Tilander
Ein absoluter Eyecatcher, aber leider nicht käuflich zu erwerben, ist das Tilander von Deviate. Die Titan-Interpretation des Carbon-Bikes Highlander setzt auf 3D-gedruckte Titan-Muffen, die mit Titan-Rohren verschweißt werden. Beim Anblick dieser Machbarkeitsstudie dürfte nicht nur mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Das High-Pivot-Bike mit 145 mm Federweg ist definitiv eines der spannendsten Trail-Bikes des Jahres. Wenn so die Zukunft des Mountainbikes aussieht, dann schnappe ich mir jetzt meinen DeLorean. Mehr Bilder und Infos gibt’s im Deviate Tilander Craft Bike Days-Artikel.
- Federweg 145 mm
- Laufradgröße 29″
- Rahmenmaterial Titan
- Preis (UVP) n.a.
- www.deviatecycles.com
Specialized Stumpjumper 15 Evo
Der Evo-Zusatz ist zurück – und macht das Stumpjumper im Modelljahr 2026 wieder ein Stück potenter. Nachdem Specialized 2024 die normale Stumpjumper-Variante gelauncht hat, haben die Kalifornier nun die aufgezündete Evo-Version hinterhergeschoben. Vorn wächst der Federweg von 150 auf 160 mm an, dazu gibt’s einen Fox Float X Genie-Dämpfer mit Piggyback statt des bisherigen Modells ohne. Die längere Gabel macht den Lenkwinkel um 0,5° flacher. Außerdem soll ein höheres Cockpit mehr Kontrolle bringen. Uns haben die Updates komplett überzeugt. So sicherte sich das Specialized Stumpjumper Evo den Testsieg in unserem Trail Bike-Vergleichstest. Wer auf der Suche nach einem Alleskönner der Extraklasse ist, ist hier genau richtig.
- Federweg 160 mm / 145 mm
- Laufradgröße 29″ / Mullet
- Rahmenmaterial Carbon / Aluminium
- Preis (UVP) 2.599 € (Alu-Rahmenset) bis 12.499 €
- www.specialized.com
Enduro-Bikes 2026: Mehr Federweg, mehr Verstellung, mehr Speed
Trek Fuel
Einen weiteren, nicht minder hellen Stern am Enduro- und Trail-Himmel steuern die Amerikaner von Trek bei. Hier kauft man gleich drei Bikes in Einem. Das neue Trek Fuel basiert nämlich auf einem extrem wandelbaren Konzept. Durch unterschiedliche Umlenkwippen und angepasste Federelemente wird aus dem Enduro-Bike (Trek Fuel LX) nämlich im Handumdrehen ein flottes Trail Bike (Trek Fuel EX) oder gar eine Mullet-Spaßmaschine (Trek Fuel MX). So vielfältig ist kaum ein anderes Bike. Obendrein hat man auch beim Rahmenmaterial die Qual der Wahl. Was will man mehr? Wir konnten das MX-Modell bereits testen (Trek Fuel MX Test) und auch die Enduro-Variante LX wird gerade ausgiebig von Gregor über die Trails gejagt.
- Federweg 170 mm bis 150 / 160 mm bis 145 mm
- Laufradgröße 29″ / Mullet
- Rahmenmaterial Aluminium oder Carbon
- Preis (UVP) ab 2.499 €
- www.trekbikes.com
Pivot Firebird
Eines der Enduro-Highlights für 2026 ist definitiv das neue Pivot Firebird. Dieses setzt auf die Pivot-typische Designsprache und kommt natürlich mit einem DW-Link-Hinterbau. Dieser stellt 165 mm Federweg zur Verfügung und wird mit einer 170 mm Federgabel kombiniert. Neben zahlreichen schicken Details wie dem Staufach im Unterrohr punktet das Pivot Firebird allerdings vorrangig durch unzählige Einstelloptionen: Laufradgröße, Kettenstrebenlänge, Progression, Reach (über Steuersatzschalen) und die Tretlagerhöhe lassen sich anpassen. Damit ist das Firebird nicht nur Race-Werkzeug, sondern auch die perfekte Basis für Tüftler und Perfektionisten. Uns konnte das Pivot Firebird in unserem Enduro-Vergleichstest auf jeden Fall vollends überzeugen.
- Federweg 170 mm / 165 mm
- Laufradgröße 29″ / Mullet
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) ab 6.999 €
- www.pivotcycles.com
Orbea Rallon
Während ich das „alte“ Orbea Rallon eher als spritziges und leichtfüßiges Enduro bezeichnen würde, haben die Basken beim neuen Modell einiges anders gemacht. Ähnlich wie beim Trek bekommt man hier sozusagen gleich zwei Bikes in einem. Allerdings geht’s beim Rallon nicht etwa in Richtung Trail, sondern noch mehr in Richtung Abfahrt. Das Orbea Rallon kann wahlweise als Enduro- oder als Downhill-Bike aufgebaut werden. Dabei hat das Enduro-Bike bereits einen üppigen Federweg von 180/170 mm zu bieten. Der Split-Pivot-Hinterbau mit dem tief im Rahmen positionierten Dämpfer und dem sogenannten GravityLink macht’s möglich. In Kombination mit einem Winkelsteuersatz hat man hier gleich eine ganze Batterie an Verstelloptionen. Besonders spannend: Bei der DH-Ausführung können unterschiedliche Gewichte im Tretlagerbereich montiert werden, um den Schwerpunkt des Bikes zu optimieren.
All dies macht das Orbea Rallon definitiv zu einem der heißesten Bikes des Jahres. Alle Infos und unseren Test findet ihr hier: Orbea Rallon Test.
- Federweg 200 mm bis 180 mm / 200 mm bis 170 mm
- Laufradgröße 29″ / Mullet
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) 5.399 € bis 9.999 €
- www.orbea.com
Downhill-Bikes 2026: Die schnellsten World-Cup-Boliden
Scott Gambler
Downhill-Bikes müssen einiges wegstecken und werden auf den härtesten Strecken der Welt regelmäßig ans Limit gebracht. Dementsprechend sehen die Boliden ihren Mechanikern auch vergleichsweise oft. Eine gute Servicebarkeit ist also unerlässlich! Umso überraschter waren wir also, als Scott das neue Gambler vorstellte: Komplett integriert, mit Sechsgelenker-Hinterbau und im Rahmen verstecktem Dämpfer! Trotzdem hat Scott laut eigenen Aussagen sehr viel Wert darauf gelegt, dass man optimal am Bike schrauben kann. Wie dem auch sei: Das Gambler sieht wahnsinnig schick und vor allem schnell aus und zählt damit definitiv zu den absoluten Knaller-Bikes der Saison. Hier erfahrt ihr, wie sich der Race-Bolide in der Praxis schlägt: Scott Gambler-Test.
- Federweg 203 mm / 210 mm
- Laufradgröße Mullet / 29″
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) ab 4.899 € (Rahmenset: 3.999 € inkl. Dämpfer)
- www.scott-sports.com
Canyon Sender
Auch das neue Canyon Sender ist nicht von schlechten Eltern und macht dabei fast alles anders als der Vorgänger: Statt Viergelenker-Kinematik kommt ein High-Pivot-Eingelenker-Hinterbau mit sehr hohem Drehpunkt, Kettenumlenkung und komplexer Anlenkung zum Einsatz. Das DH-Bike ist klar auf moderne, schnelle World-Cup-Strecken optimiert und bringt, wie es sich für ein gutes Racebike gehört, zahlreiche Einstelloptionen mit. Die größte Besonderheit des Senders ist allerdings das verbaute KIS-Lenkungssystem. Wir haben das Bike bereits ausführlich für euch getestet: Canyon Sender Test.
- Federweg 200 mm / 200 mm
- Laufradgröße Mullet
- Rahmenmaterial Carbon
- Preis (UVP) 4.499 € (CFR) / 5.999 € (CFR Team)
- www.canyon.com
Die wichtigsten Mountainbike-Trends 2026
Doch wie geht es dieses Jahr weiter? Was können wir produktseitig erwarten? Hier erfahrt ihr, welche Trends die Mountainbike-Welt 2026 beschäftigen werden. Betrachtet man die aktuellen Neuerscheinungen, dann zeichnen sich drei Trends fürs kommende Jahr ganz klar ab:
- 32″-Laufräder Der Zug mit den riesigen 32″-Laufrädern kommt gerade erst so richtig ins Rollen und wird den News-Bereich in diesem Jahr sicherlich ordentlich auf Trab halten. Allerdings sind 32″-Laufräder ganz schön groß. Wäre es nicht sinnvoller, kleine Schritte zu gehen? Was haltet ihr von 30,5″?
- Hohe Einstellbarkeit Gerade im Enduro- und Downhill-Bereich verfügen die Bikes über immer mehr Einstelloptionen. Egal, ob Kettenstrebenlänge, Lenkwinkel, Tretlagerhöhe, Laufradgröße oder Reach – immer mehr kann eingestellt werden. Uns gefällt’s!
- Modulare Rahmenkonzepte Zwei- oder gar Drei-in-eins-Konzepte werden bei immer mehr Bikemarken Einzug erhalten. So können Fertigungs- und Entwicklungskosten gespart und dennoch ein breites Portfolio an Bikes zum Kauf angeboten werden.
Welches der Bikes ist dein persönlicher Favorit? Oder haben wir deiner Meinung nach einen wichtigen Kandidaten vergessen?

