Das Finale der Red Bull Hardline 2026 in Tasmanien musste witterungsbedingt leider abgesagt werden – doch auch ohne die ganz großen Rennentscheidungen hat das wohl härteste Downhill-Rennen der Welt mal wieder spektakuläre Bilder geliefert. Wir haben einige Highlights für euch!
Eigentlich war alles angerichtet für das Finale bei der Red Bull Hardline 2026 auf der australischen Insel Tasmanien – und die Spannung war greifbar vor dem ersten großen Downhill-Rennen des Jahres. Zwar dauert es bis zum Auftakt des Downhill World Cups noch einige Monate, doch die Hardline hat sich inzwischen fest im Termin-Kalender der internationalen Downhill-Szene etabliert.
Vor allem bei Red Bull-Athleten und -Athletinnen stehen die beiden Events in Australien und Wales hoch im Kurs. Ob das ein Zufall ist oder Verpflichtungen gegenüber dem Sponsor auch eine Rolle spielen, sei mal dahingestellt – in jedem Fall sorgt das für sehr hochkarätiges Teilnehmer-Feld, zumal sich die Rennen auch immer sehr großer Beliebtheit erfreuen und über fantastische Strecken verfügen.
Siegläufe Asa Vermette und Gracey Hemstreet – Red Bull Hardline Tasmania 2026
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Diashow: Red Bull Hardline 2026 – Tasmanien: Vom Winde verweht – Fotostory vom Finale
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Das war in diesem Jahr in Tasmanien nicht anders. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die äußerst schnelle, sprunglastige Strecke vor allem im oberen Teil verändert und noch technischer umgestaltet. Trotz gigantischer Sprünge Richtung Ziel ist die Hardline in Tasmanien jedenfalls weit davon entfernt, ein glorifizierter High Speed Dirtjump-Wettbewerb zu sein. Nur eine Sache hatte irgendwie niemand so richtig auf dem Schirm: Das Wetter.
#Oooops, he did it again! Wie schon beim letztjährigen Rennen in Wales hat sich auch beim Hardline 2026-Auftakt in Tasmanien der junge Amerikaner Asa Vermette durchsetzen können – dieses Mal allerdings unter anderen Vorzeichen, denn aufgrund regnerischer und stürmischer Verhältnisse musste das Finale leider abgesagt werden. Foto: Brett Hemmings / Red Bull Content Pool
Denn: Pünktlich zum Final-Tag schüttete es im Maydena Bike Park wie aus Kübeln. Das war insofern problematisch, als dass die bis dahin furztrockene, staubige Strecke nach wochenlanger Trockenheit mit einer extrem schmierigen, dicken Schlamm-Schicht überzogen worden ist – und zwar Schlamm von der äußerst rutschigen Sorte. Trotz größter Bemühungen durch die Streckenbau-Crew war es nicht wirklich möglich, die rund 3 Kilometer lange Strecke ausreichend abzutrocknen, um eine sichere Durchführung der Final-Runs zu gewährleisten. Vor allem für die großen Sprünge zum Ende hin hätte schlicht und ergreifend der Speed gefehlt, auch im oberen Teil wäre das Verletzungsrisiko einfach zu hoch gewesen. Und da später am Tag schon die nächste Regenfront auf den Austragungsort zurollte, musste das Finale leider abgesagt werden.
#Auch ohne Sieg wird Jackson Goldstone froh sein, den inoffiziellen Saison-Auftakt in Tasmanien ohne schwerere Verletzungen überstanden zu haben. – Foto: Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
So schade und langweilig diese Entscheidung war, so vernünftig war sie aber auch: Gerade bei solch einem Event muss die Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer einfach gewährleistet sein, zumal wirklich niemand möchte, dass sich die großen Stars der World Cup-Szene einige Wochen vorm offiziellen Saison-Auftakt ins Krankenhaus katapultieren. Und das Red Bull-Imperium ist zwar mächtig, aber die Kontrolle übers Wetter hat der Brause-Konzern dann doch noch nicht erlangt.
#Aaron Gwin ist mit so ziemlich allen Wassern gewaschen, doch an einer Hardline hatte der Altmeister bis dato noch nicht teilgenommen – Er ist im Seeding Run auf Platz 5 gerast. Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
Durch die Absage wurden die Ergebnisse aus dem Seeding Run als finales Resultat gewertet. Soll heißen: Wie schon beim letzten Event in Wales konnte sich der amerikanische Nachwuchs-Star Asa Vermette den Sieg holen. Zweiter wurde Ronan Dunne, auf Platz 3 ist Troy Brosnan gelandet. Bei den Frauen konnte Gracey Hemstreet ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen, während Lou Ferguson auf dem zweiten Rang das Podest komplettierte: Mille Johnset, Jess Blewitt und Mikayla Parton konnten keinen kompletten Seeding Run ins Ziel bringen. Und jetzt gibt’s die Highlights aus Tasmanien – denn Spektakel hat die Hardline 2026 auch mit Absage allemal geliefert!
#Der Überflieger hat dieses Mal etwas menschliche Züge gezeigt: Nach mehreren Stürzen war Jackson Goldstone im Seeding Run zwar äußerst stylisch, aber auch etwas zurückhaltend unterwegs. – Foto: Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
#Im Seeding Run ist Kaos Seagrave noch mit gewohnt viel Style über einen der großen Drops gesegelt – durch starken Regen und Wind am Vormittag war die Strecke am Finaltag jedoch in einem unfahrbaren Zustand. Foto: Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
#Im Seeding Run hatte Brook Macdonald einen äußerst heftigen Sturz – glücklicherweise scheint sich der Boden in Tasmanien bei dem Einschlag nicht schwerer verletzt zu haben. Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
#Im vergangenen Jahr hat sich Ronan Dunne in Tasmanien bei einem harten Sturz so ziemlich alles gebrochen, was ein moderner Körper hergibt – dieses Mal lief es für den Mondraker-Fahrer mit Platz 2 im Finale deutlich besser. Foto: Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
#Jess Blewitt und Lou Ferguson waren im Training äußerst schnell unterwegs – während Lou Ferguson im Finale der Frauen zweite wurde, hat Jess Blewitt auf einen Start im Seeding Run verzichtet. Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
#Aaron Gwin und Asa Vermette waren auf den gemeinsamen Trainingsruns äußerst schnell unterwegs – die Kombination der beiden US-Amerikaner im Frameworks-Team scheint gut zu funktionieren. Foto: Brett Hemmings / Red Bull Content Pool
#Wie man einen großen Drop springt, zeigt hier Ronan Dunne – abspringen, fliegen, landen, durch die Kurve knallen. Gar nicht so schwer, oder? Foto: Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
#Gracey Hemstreet war mal wieder in einer eigenen Liga in Tasmanien unterwegs – wie im Vorjahr ist die Kanadierin zum Sieg gesegelt. Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
#Im Training und im Seeding Run waren die Bedingungen noch äußerst trocken und staubig – genau diese Staubschicht hat der Regen in eine unfassbar schmierige Angelegenheit verwandelt. Foto: Brett Hemmings / Red Bull Content Pool
#Im Seeding Run war Asa Vermette gewohnt schnell und kontrolliert unterwegs – in diesem Jahr wird er wohl auch in der World Cup-Elite um Siege mitfahren. Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
#Da war die Welt noch in Ordnung: Nach den schnellen Seeding Runs herrschte bei Asa Vermette und Troy Brosnan, der am Ende Dritter wurde, noch beste Laune – durch die Absage des Finales wurde die Stimmung zwischendurch zwar etwas getrübt, aber letztlich hatte jeder Verständnis für die Entscheidung. Foto: Brett Hemmings / Red Bull Content Pool
#Das Podest der Frauen: Gracey Hemstreet konnte sich basierend auf den Ergebnissen des Seeding Runs vor Lou Ferguson durchsetzen. – Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
#Das Podest der Männer: Asa Vermette gewinnt vor Ronan Dunne und Troy Brosnan. – Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
#Asa Vermette macht da weiter, wo er bei der letzten Hardline aufgehört hat: Auf der 1! – Foto: Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
#Als Rider of the Week wurde Mikayla Parton ausgezeichnet. Die Schottin hat auf bravouröse Art und Weise die riesigen Sprünge gemeistert und nachhaltig beeindruckt. – Foto: Brett Hemmings / Red Bull Content Pool
#Das war's aus Tasmanien von einem spektakulären, leider aber zu kurzen Event. Trotzdem freuen wir uns schon auf die nächste Ausgabe in Wales und natürlich auf den World Cup-Auftakt in Südkorea. Dann aber bitte mit Bad Kreuznach-Wetter! – Foto: Graeme Murray / Red Bull Content Pool
Noch ein Schmankerl zum Schluss: Der Sleeper Shreddit zur diesjährigen Hardline!
RED BULL HARDLINE 2026 TASMANIA | SLEEPER SHREDDIT
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