Downhill World Cup 2025 – Les Gets: Gute Zeiten, schlechte Zeiten – Das Quali-Update
Was geht ab beim Downhill World Cup in Les Gets? Hat sich der Regen verzogen? Konnte man endlich den Mont Blanc sehen? Was ist von der Strecke übrig geblieben? Und wie ist die Quali gelaufen? In unserem Update vom Streckenrand bringen wir euch auf den aktuellen Stand, damit ihr vorm Finale bestens informiert seid!
- Wir haben es schon diverse Male gesagt, aber man muss es eigentlich immer wieder betonen: Rémi Thirion ist einfach ein Traum. Der Franzose ist unfassbar nett, zurückhaltend, hat einen Bilderbuch-Fahrstil und schnell ist er auch noch. Das hat er in der Quali bewiesen: Mit einer Zeit von 3:58.167 konnte sich der Giant-Fahrer auf Platz 1 vor Ronan Dunne qualifizieren, was auch bedeutet, dass er morgen als letzter Fahrer auf die Strecke gehen wird. Im letzten Steilstück war Rémi Thirion der einzige Fahrer, der die absurd steile Inside Line am Anfang genommen hat. Wir drücken fürs Finale alle uns zur Verfügung stehenden Daumen.
- Dass die Franzosen gut Rad fahren können, ist kein Geheimnis. Gleich 8 Fahrer aus der Grande Nation konnten sich im ersten Quali-Lauf in den Top 20 platzieren – darunter auch die ehemaligen Les Gets-Gewinner Loïc Bruni (3), Benoit Coulanges (11) und Amaury Pierron (13). Ein starkes Comeback hat außerdem Nathan Pontvianne hingelegt: Nach seiner schweren Verletzung aus Leogang ist der junge Franzose in der Quali mal eben auf Rang 4 gerast.
- Bei den Frauen konnten sich mit Vali Höll auf Platz 1 und Gracey Hemstreet auf Platz 2 zwei Favoritinnen in der Quali durchsetzen. Danach kommt erstmal lange nichts – die Quali der Frauen war geprägt von zahlreichen Stürzen und entsprechend großen Zeitabständen. Nina Hoffmann ist mit Sturz auf Platz 5 gefahren.
- Der Last Chance Qualifier hatte mal wieder viel Drama zu bieten. Unter anderem musste Jackson Goldstone in die Strafrunde, konnte sich letztlich aber souverän fürs Finale qualifizieren. Ein echtes Ausrufezeichen hat derweil Max Hartenstern gesetzt. Im Q1-Run noch ganz knapp gescheitert, hat der Cube-Fahrer im LCQ-Run mal eben 7 Sekunden Vorsprung auf Jackson Goldstone auf Platz 2 rausgefahren und war damit auch mit großem Abstand der schnellste Fahrer des Tages. Die Strecke ist im Verlauf des Tages sicherlich schneller geworden, aber 7 Sekunden Vorsprung auf Jackson Goldstone sind ein absolutes Brett.
- Auch Henri Kiefer musste in den Last Chance Qualifier, hatte hier aber Pech: Nachdem er bei den Zwischenzeiten noch auf Platz 2 lag, kam der Canyon-Fahrer kurz vorm Steilstück zu Fall und musste seine Hoffnung aufs Finale begraben – schade! Aber: Der Speed stimmt definitiv. Ebenfalls ganz schön ärgerlich war der Last Chance Qualifier für Finn Iles, der das Finale um 0,016 Sekunden verpasst hat.
- Einen ganz schön wilden Tag auf dem Rad hatte Anna Newkirk, die nach ihrer Verletzung in Les Gets ihr Comeback gefeiert hat. Im Q1 hat sie die Top 10 verpasst, weshalb sie im Q2 erneut starten musste. Hier war sie auf Kurs Finale, wurde dann aber von der vor ihr gestarteten Fahrerin ordentlich ausgebremst und hat sich wie durch ein Wunder nicht massiv auf die Schnauze gelegt. Zufällig stand ihr Team-Manager Neko Mulally genau an der Stelle des Vorfalls, sodass er erfolgreich Protest einlegen konnte. Dadurch hat Anna Newkirk nach Ende des Männer-LCQs noch einen Re-Run bekommen, bei dem sie sich letztlich auf Platz 4 noch fürs Finale qualifizieren konnte. Die Kehrseite der Medaille: Durch das späte Weiterkommen ist das Wochenende für Myriam Nicole nun vorzeitig beendet.
- Wer unsere Berichterstattung vom Downhill World Cup verfolgt oder sich hin und wieder die Ergebnisse anschaut, wird festgestellt haben, dass die Junioren ganz schön heftig drauf sind. So hat es Max Alran nicht nur im Training richtig krachen lassen, sondern war auch in seiner Qualifikation – bei relativ vergleichbaren Bedingungen – deutlich schneller als die Elite im Q1. Auch Asa Vermette wäre in der Elite sehr weit vorne gelandet. Jung müsste man nochmal sein …
- Den Namen Cassandre Peizerat sollte man sich merken. Die junge Französin konnte mal eben die Qualifikation der Juniorinnen vor sich entscheiden, obwohl die Kategorie so stark wie noch nie besetzt ist. Und: Mit ihrer Zeit wäre die bis dato noch ziemlich unbekannte Fahrerin auch in der Elite-Kategorie mit beachtlichem Abstand auf Platz 1 gelandet. Eine schnelle Recherche hat ergeben, dass Cassandre Peizerat in erster Linie eine ziemlich gute Ski-Fahrerin ist, aber mit irgendwas muss man sich ja den Sommer über bei Laune halten – und Downhill scheint ihr ganz gut zu liegen …
- Die Stimmung am Streckenrand war in bester Les Gets-Tradition ganz fantastisch. Vor allem im Steilstück standen reihenweise Fans, die ordentlich Party gemacht haben und für eine fantastische Atmosphäre gesorgt haben. Das Finale dürfte in dieser Hinsicht großartig werden.
- Hat zwar gar nix mit dem Downhill World Cup in Les Gets zu tun, ist aber ebenfalls fantastisch: Mainz 05 hat Rosenborg Trondheim schon am Donnerstag Abend mit 4:1 nach Hause geschickt und sich damit für die Conference League qualifiziert. Geil, oder?
- Eine der wichtigsten Fragen: Was macht das Wetter? Der Trainings-Tag war katastrophal, der Quali-Tag dafür umso schöner. Am Finaltag dürfte es wolkig und etwas kühler werden, die Chance auf Regen hält sich aber in Grenzen. Sofern es trocken bleibt und über Nacht nicht aus Eimern schüttet, dürften die Bedingungen ziemlich perfekt sein.
- Wer sich das Rennen am heimischen Bildschirm anschauen will, findet auf Discovery die passende Übertragung. Los geht’s um 10:45 mit dem Rennen der Juniorinnen, die Junioren sind ab 11:15 dran. Die Elite-Rennen starten um 11:55 respektive 13:10 Uhr. Einen kostenlosen Youtube-Stream der Junioren-Rennen gibt es leider nicht mehr – allerdings kann man sich die Nachwuchs-Rennen kostenlos auf Discovery anschauen.
Wer ist dein Favorit für den Sieg im Finale?
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