Auf der Rolle ins Gelände: How To Zwift Offroad – Der Guide für Mountainbiker!
How To Zwift Offroad: Indoor-Training auf der Rolle erfreut sich immer größerer Beliebtheit – nicht zuletzt dank der Software Zwift, die das Fahren in den eigenen vier Wänden revolutioniert hat. Mittlerweile gibt es Zwift auch speziell für Mountainbiker. Wir zeigen euch in unserem großen Einsteiger-Guide, wie Zwift Offroad funktioniert!
Wer im Winter an seiner Fitness arbeiten will, der fährt entweder weiterhin bei Wind und Wetter im Wald, sucht sich eine alternative Sportart oder strampelt zu Hause auf der Rolle. Die letzte Option war bis vor ein paar Jahren zwar ziemlich schweißtreibend, aber auch ziemlich unattraktiv – bis Zwift kam und dank Gamification-Ansatz dem Training in den eigenen vier Wänden einen ganz neuen Reiz gegeben hat. Im Rennrad- und Laufsport ist die App der Firma mit Sitz in Kalifornien schon fest etabliert. Seit gut einem Jahr gibt es bei Zwift nun auch einen Modus speziell für Mountainbiker. Wie das funktioniert, was ihr für Zwift Offroad alles benötigt und was für das virtuelle Training spricht, erklären wir euch in unserem How To Zwift Offroad-Guide.
Zwift: Was ist das überhaupt?
Bei Zwift handelt es sich um eine Software, die sich auf nahezu allen Laptops, Tablets und Smartphones mit Android- oder iOS-Betriebssystem installieren lässt. Die Software lässt sich mit modernen Rollentrainern verbinden und zeigt auf einem Bildschirm die Fahrt durch die simulierte Welt. Auf den virtuellen Strecken könnt ihr für euch individuell trainieren, Fahrten in der Gruppe unternehmen oder auch an Wettkämpfen teilnehmen.
Ihr könnt dabei entweder frei innerhalb der verschiedenen Welten oder auf vorgefertigten Strecken fahren. Durch das Sammeln von Punkten könnt ihr außerdem neue Strecken, Fahrrad-Modelle oder Accessoires freischalten. Dadurch ist Zwift also durchaus mit einem Videospiel vergleichbar – mit dem Unterschied, dass der Controller durch Fahrrad und Rollentrainer ersetzt wird und eure körperliche Leistung im Vordergrund steht.
… und was ist Zwift Offroad?
Mit dem Offroad-Programm bietet Zwift nun eine Erweiterung an, die insbesondere für Mountainbiker interessant sein dürfte. Der Offroad-Modus ist in die reguläre Zwift-Variante integriert – es handelt sich also nicht um ein spezielles Programm, das ihr zusätzlich benötigt. Wer nun denkt, dass der bekannte Rennrad-Modus einfach nur ins Gelände verlagert wurde, liegt aber nicht ganz richtig.
Die Offroad-Variante von Zwift bietet im Vergleich zu Fahrten auf der Straße einige Besonderheiten, die Mountainbiker ansprechen dürften. Statt in Watopia, Richmond, London oder einer der anderen Zwift-Welten über den Asphalt zu sprinten, seid ihr bei Zwift Offroad im Gelände unterwegs. Derzeit steht dafür die Strecke Repack Ridge in Watopia zur Verfügung, die sich dank knackiger Anstiege, steilen Abfahrten und natürlich dem Ambiente deutlich von Fahrten auf der Straße unterscheiden. Weitere Offroad-Strecken sollen zukünftig folgen.
Der wohl wichtigste Unterschied zum Zwiften auf der Straße liegt darin, dass ihr aktiv die Lenkung eures Bikes kontrollieren müsst. Auf den Namen FutureWorks Steering hört dieses Feature, das Zwift vor gut einem Jahr vorgestellt hat. Dafür muss man sein Smartphone auf dem Lenker befestigen. Die Zwift Companion App nutzt dann die eingebauten Beschleunigungs-Sensoren des Smartphones, um die Bewegungen am Lenker in die virtuelle Welt zu übertragen. Dem Lenken kommt bei Zwift Offroad eine wichtige Bedeutung zu: Wenn ihr den Singletrail verlasst und einen Ausflug in die Botanik macht, kostet das viel Schwung und Zeit. Eine gute Linienwahl wird hingegen belohnt.
Außerdem könnt ihr eure virtuelle Ausrüstung speziell auf die Fahrten im Gelände abstimmen. Dazu stehen verschiedene Gravel- und Mountainbikes zur Verfügung, die zwar auf der Straße langsamer rollen als die digitalen Rennräder, dafür aber auf Schotter und Waldboden Vorteile bieten. Freischalten könnt ihr eure Ausrüstung, indem ihr Herausforderungen absolviert, Kilometer abspult und so immer weiter auflevelt. Das erhöht die Motivation, viel Zeit in der App zu verbringen.
Zwift Offroad: Dieses Equipment benötigst du!
Um Zwift generell und den Offroad-Modus im Speziellen sinnvoll nutzen zu können, wird natürlich etwas Equipment benötigt. In jedem Fall benötigst du ein Fahrrad – logisch, oder? Außerdem brauchst du die kostenlos erhältliche Zwift-App inklusive Account und ein kostenpflichtiges Abo bei Zwift. Eine Internet-Verbindung und ein Rollentrainer werden ebenfalls vorausgesetzt. Folgendes Equipment solltest du mindestens haben, um Zwift und den Offroad-Modus nutzen zu können:
- Fahrrad Klar: Ohne Fahrrad funktioniert Zwift nicht. Die meisten Nutzer verwenden für Zwift ihr Rennrad, was aber auch daran liegt, dass das Training auf der Rolle im Straßen-Bereich deutlich verbreiteter ist. Prinzipiell kannst du auch problemlos dein Mountainbike verwenden. Durch den breiten Lenker und die im Vergleich zum Rennrad aufrechtere Sitzposition kommt das Fahrgefühl so dem richtigen Mountainbiken näher.
- Rollentrainer Beim Rollentrainer gibt es zahlreiche verschiedene Ausführungen, die fürs Zwiften in Frage kommen. Am bequemsten und praktischsten ist ein Smart Trainer. Dieser kommuniziert via ANT+ oder Bluetooth mit Zwift und übermittelt deine Leistung in Watt direkt ans Programm. Eine weitere Option sind klassische Rollentrainer, die günstiger als die smarten Vertreter sind, allerdings auch nicht eure Leistung messen. Diese muss extern gemessen und an Zwift übermittelt werden, beispielsweise über ein Powermeter. Selbiges trifft in den meisten Fällen auch auf eine freie Rolle zu, die allerdings nicht mit der Steering-Funktion kompatibel ist. Außerdem gibt es mit Indoor Bikes noch Komplettlösungen, die beispielsweise von Wahoo oder Tacx angeboten werden. Eine detaillierte Übersicht über alle Möglichkeiten findet ihr auf der Zwift-Website.
- Zwift Zum Zwiften müsst ihr euch zunächst auf Zwift einen Account anlegen. Nach einem kostenlosen siebentägigen Probezeitraum benötigt ihr ein Abo, das rund 15 € im Monat kostet und monatlich kündbar ist. Außerdem benötigt ihr die kostenlose Zwift-App, die ihr auf eurem Laptop, Smartphone oder Tablet installiert. Für die Offroad-Funktion braucht man zudem die ebenfalls kostenlosen Zwift Companion App und eine …
- … Smartphone-Halterung am Lenker oder Vorbau. Die Companion App nutzt die Beschleunigungs-Sensoren eures Smartphones, um die Lenkimpulse an die App weiterzuleiten. Das benötigt ihr, um im Offroad-Modus die Ideallinien zu treffen.
Darüber hinaus gibt es noch zahlreiches weiteres Equipment, das zwar nicht zwangsläufig notwendig ist, das Zwift-Erlebnis aber durchaus verbessern kann. Bei manchen Rollentrainern kann viel Lärm entstehen. Eure Nachbarn freuen sich beispielsweise, wenn ihr eine dämpfende Matte unterlegt. Generell ist das Fahren auf der Rolle eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit, weil der Fahrtwind fehlt. Gegen den Schweiß hilft ein Handtuch, ein Ventilator kann den Fahrtwind simulieren. Hier gibt es sogar smarte Lösungen, die basierend auf Daten aus der App den exakten Fahrtwind simulieren.
Ebenfalls interessant ist der Wahoo Kickr Climb, der das Vorderrad eures Rollen-Bikes ersetzt. Der Berg-Simulator ändert die Neigung eures Bikes, je nachdem ob ihr gerade bergauf oder bergab fahrt. Das bringt recht viel Dynamik in die ganze Angelegenheit, ist aber recht teuer und eignet sich nur für Fahrten auf der Straße, da ihr so auf die Lenk-Funktion verzichten müsst.
So funktioniert Zwift Offroad
Kommen wir von der Theorie zur Praxis: Wie funktioniert Zwift? Und wie funktioniert Zwift Offroad? Zunächst müsst ihr euer Rad – egal ob Rennrad oder Mountainbike – in die Rolle einbauen. Das ist normalerweise kein Hexenwerk. Ihr baut das Hinterrad eures Fahrrads aus und verbindet das Bike nun mit der Rolle. Da der Hinterbau von Mountainbikes oft breiter ist als der von Rennrädern, benötigt ihr eventuell noch einen Adapter. Teilweise sind diese bereits im Lieferumfang der Rolle enthalten.
Wenn ihr erstmals die Zwift-App öffnet, könnt i

