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Canyon Lux im Test: The Fast & the Furious

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Canyon Lux im Test: Ein Rad mit Erfolgsgarantie? Die Bilanz des vor zwei Jahren vorgestellten, vollgefederten Rennboliden aus Koblenz kann sich sehen lassen: Zwei Weltmeistertitel durch die Französin Pauline Ferrand-Prevot, ein Europameistertitel durch den niederländischen Superstar Mathieu van der Poel und eine ganze Reihe an World Cup-Erfolgen unter anderem durch das deutsche Nachwuchstalent Ronja Eibl stehen für eine der erfolgreichsten Bilanzen eines Racefullies im Rennzirkus. Was macht das Canyon Lux so erfolgreich?

Steckbrief: Canyon Lux

EinsatzbereichCross Country
Federweg100 mm/100 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)10,3 kg
RahmengrößenS, M, L, XL (im Test: L)
Websitewww.canyon.com
Preis: 6.339 Euro

Mit der Vorstellung des Canyon Lux vor zwei Jahren begann zunehmend der Stern von Mathieu van der Poel im MTB-Bereich aufzugehen. War das niederländische Allround-Talent zuvor nur wenig im World Cup-Zirkus unterwegs, arbeitete sich van der Poel Stück für Stück näher an die Dominanz des mehrfachen Weltmeisters Nino Schurter heran, um ihn dann im vergangenen Jahr mehrfach eindrucksvoll zu entthronen.

Dauerhafter Begleiter bei den Erfolgen des Niederländers war stets das Canyon Lux: Trotz oder gerade aufgrund einer tendenziell konservativ ausgerichteten Geometrie scheint das Bike mit 100 mm Federweg eines der schnellsten Racefullies auf dem Markt zu sein. Der Canyon-typische Ansatz eines Drei-Phasen-Federverhaltens des Fahrwerks, welcher auch bei anderen Modellen des Versenders aus Koblenz wiederzufinden ist, soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Darüber hinaus ist das Canyon Lux eines der wenigen Cross-Country-Racebikes auf dem Markt, welches in der Austattungsversion von Mathieu van der Poel, Ronja Eibl und ihren Teamkollegen vom Alpecin-Fenix-Team standardmäßig mit einer absenkbaren Sattelstütze ausgeliefert wird. Ein Streitpunkt in der XC-Szene, der unter Rennfahrern sowohl Befürworter als auch Gegner besitzt.

# Canyon Lux CF SLX 9.0 Team - 100 mm/100 mm Federweg, Shimano XTR-Austattung, 10,3 kg
Diashow: Canyon Lux im Test: The Fast & the Furious
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Geometrie

Bereits seit 2019 verfügbar, zählt das Lux auf dem Markt der Racefullies zu den „erfahrenen und erprobten“ Renngeräten: So verwundert es auch kaum, dass die Geometrie-Daten des Racebikes im Vergleich zu jüngeren und progessiver anmutenden Rädern als klassisches Konzept mit dem Fokus auf ein spritziges und wendiges Fahrverhalten bezeichnet werden können. Konkret bedeutet dies, dass das Canyon mit einem Wert von 70° einen recht steilen Lenkwinkel besitzt und der Stack bei einem moderaten Reach (455 mm in Größe L) verhältnismäßig hoch ist. Dadurch besitzt das Lux in der Rahmengröße L einen kürzeren Radstand als viele vergleichbare Räder auf dem Markt.

Nichtsdestotrotz sollte die Rennfeile keineswegs als antiquiert eingestuft werden: Moderne Werte bei der Länge der Kettenstreben (435 mm) und beim Sitzwinkel (74,5°) könnten für ein ausgesprochen agiles und antrittsfreudiges Verhalten des Fullies sorgen. Zudem spricht die Erfahrung der Canyon-Athleten, die bei der Entwicklung des Rades maßgeblich beteiligt waren, und deren Erfolgsgeschichten für sich: Immer wieder überzeugen Bikes in der Test-Praxis, die auf dem Papier nicht so modern erscheinen – so auch das Canyon Lux?

Rahmengröße S M L XL
Laufradgröße 29″ 29″ 29″ 29″
Federweg (hinten) 100 mm 100 mm 100 mm 100 mm
Federweg (vorn) 100 mm 100 mm 100 mm 100 mm
Sitzrohr 425 mm 465 mm 505 mm 545 mm
Überstandshöhe 786 mm 789 mm 796 mm 811 mm
Radstand 1.102 mm 1.126 mm 1.151 mm 1.179 mm
Lenkwinkel 70° 70° 70° 70°
Tretlagerabsenkung 38 mm 38 mm 38 mm 38 mm
Sitzwinkel, effektiv 74,5° 74,5° 74,5° 74,5°
Steuerrohr 90 mm 100 mm 115 mm 140 mm
Einbauhöhe Gabel 504 mm 504 mm 504 mm 504 mm
Gabel-Offset 44 mm 44 mm 44 mm 44 mm
Kettenstreben 435 mm 435 mm 435 mm 435 mm
Oberrohr 576 mm 599 mm 623 mm 649 mm
Reach 415 mm 435 mm 455 mm 475 mm
Stack 582 mm 591 mm 605 mm 629 mm
STR 1,40 1,36 1,33 1,32
# Die Geometrie des Lux fällt im Vergleich zu einigen Konkurrenzbikes auf dem Markt eher konservativ aus - die Kettenstreben messen jedoch recht kurze 435 mm und könnten somit für ein wendiges und agiles Fahrverhalten sorgen.

Ausstattung

Was Mathieu van der Poel, Ronja Eibl und Co. schnell macht, hilft auch Hobbyfahrern bei der Jagd nach Bestzeiten? Wenn es nach den Produktmanagern von Canyon geht, dann ist dies der Fall: Denn die Team-Replika-Version, das Canyon Lux CF SLX 9.0 Team, entspricht fast komplett dem Rad, mit dem das Alpecin-Fenix-Team stets im Gelände unterwegs ist. Da Canyon inzwischen die Modelle für das kommende Jahr vorgestellt hat, ist das getestete Bike nicht mehr in der exakt selben Variante erhältlich und die Profis sind dementsprechend auf den upgedateten Rädern unterwegs. Nichtsdestotrotz ähnelt unser Canyon Lux CF SLX 9.0 Team in Bezug auf die Ausstattung in weiten Teilen dem Modell für das Jahr 2021 und bietet daher eine gute Referenz zu dem Rad, mit dem die Pros im kommenden Jahr auf Podiumsjagd gehen.

Dementsprechend orientiert sich die Ausstattung des Testrads in vielen Bereichen an den Sponsoren des Alpecin-Fenix-Teams: Antriebskomponenten und Bremsen stammen mit Ausnahme der Kurbel von Shimanos Top-Gruppe XTR. Dämpfer und Federgabel kommen aus dem Hause Fox. Wie bei fast allen Rädern im Cross-Country-Rennsport kann beim Lux lediglich ein Kettenblatt montiert werden, das standardmäßig 34 Zähne umfasst und mit einer 10–51-Übersetzung der Kassette harmonieren soll.

Lenker und Vorbau entspringen der eigenen Koblenzer Entwicklung – leichte DT Swiss XRC 1200-Carbon-Läufräder sollen zudem das Gewicht drücken. Bei den Reifen setzt Canyon einmal mehr auf einen Sponsor der Alpecin-Fenix-Equipe – das Lux CF SLX 9.0 Team rollt auf den schnellen Maxxis Aspen-Pneus. Weiteres Feature am Lux: Eine absenkbare Sattelstütze! Immer wieder werden in der Szene Vor- und Nachteile von Variostützen diskutiert. Auch hier spielt dieses Anbauteil eine entscheidende Rolle, die an späterer Stelle ausführlich erörtert wird. Konkret wurde am getesteten Lux CF SLX 9.0 Team das Modell Lev CI von Kind Shock mit 100 mm Hub verbaut – die 2021er Räder sind alle mit den neuen DT Swiss-Sattelstützen mit 60 mm Hub ausgestattet.

  • Federgabel Fox 32 Stepcast Factory Remote (100 mm)
  • Dämpfer Fox Float DPS Factory Remote (100 mm)
  • Antrieb Shimano XTR
  • Bremsen Shimano XTR
  • Laufräder DT Swiss XRC 1200
  • Reifen Maxxis Aspen 2,25″
  • Cockpit Canyon H20 Carbon Flatbar (720 mm) / Canyon V14 (80 mm)
  • Sattelstütze Kind Shock Lev CI (100 mm)

 Lux CF SLX 9.0 Team
RahmenLux CF SLX
FedergabelFOX 32 SC Factory 100
DämpferFOX Float DPS Factory RMT
AntriebShimano XTR
BremseShimano XTR
LaufräderDT Swiss XRC1200
Innenweite Felge22,5 mm
ReifenMaxxis Aspen TR + EXO (vorne), Maxxis Aspen TR + EXO (hinten)
Übersetzung34 | 10-51
CockpitCanyon V14 | Canyon H20 Flatbar Carbon
SattelSelle Italia SLR Lite
SattelstützeKindShocks LEV Carbon 100
FarbenTeam Replica
GrößenS, M, L, XL
Gewicht (Größe M)10,2 kg
Preis6.339 Euro (damalige UVP)


Mit der Bitte um Beachtung: Angesichts der Mehrwertsteuersenkung im Jahr 2020 in Deutschland können die aufgeführten Preise von zukünftigen Preisen abweichen.
 Lux CF SLX 9Lux CF SLX 9 TeamLux CF SLX 9 LTD
RahmenLux CF SLXLux CF SLXLux CF SLX
AntriebSRAM XX1 Eagle (10-52)Shimano XTR (10-51)SRAM XX1 Eagle eTap AXS (10-52)
FedergabelRockShox SID SL Select+ 100Fox 32 SC Factory 100RockShox SID SL Ultimate 100
DämpferRockShox SID Luxe Select RMTFox Float DPS Factory RMTRockShox SID Luxe Ultimate RMT
BremseSRAM Level TLM FMShimano XTR FMSRAM Level Ultimate FM
LaufräderDT Swiss XRC1501 (30mm)DT Swiss XRC1200 (30mm)Reynolds Black Label (30/28mm)
ReifenVorne: Maxxis Ikon 2.35 TR+EXO; Hinten:
Maxxis Aspen 2.25 TR+EXO
Vorne: Maxxis Ikon 2.35 TR+EXO; Hinten:
Maxxis Aspen 2.25 TR+EXO
Vorne: Maxxis Ikon 2.35 TR+EXO; Hinten:
Maxxis Aspen 2.25 TR+EXO
KurbelSRAM XX1 Eagle DUB DM (34T)Race Face Next SL G5 (34T)SRAM XX1 Eagle DUB DM (34T)
CockpitCP0008 XC Cockpit (740mm)CP0008 XC Cockpit (740mm)CP0008 XC Cockpit (740mm)
SattelSelle Italia SLR BOOSTSelle Italia SLR BOOST Kit CarbonioSelle Italia SLR BOOST Kit Carbonio
SattelstützeDT Swiss D232DT Swiss D232 OneDT Swiss D232 One
FarbenStealth, Rapid RedTeamEclipse White
GrößenXS ‑ XLXS ‑ XLXS ‑ XL
Gewicht10,71 kg (Größe M, Herstellerangabe)10,22 kg (Größe M, Herstellerangabe)10,13 kg (Größe M, Herstellerangabe)
Preis4.869 €6.039 €6.819 €


Mit der Bitte um Beachtung: Angesichts der Mehrwertsteuersenkung im Jahr 2020 in Deutschland können die aufgeführten Preise von zukünftigen Preisen abweichen.
 Lux CF 6Lux CF 7Lux CF 7 WMNLux CF 8
RahmenLux CF SLLux CF SLLux CF SLLux CF SL
AntriebSRAM NX Eagle (10-50)Shimano XT (SLX 10-51)Shimano XT (SLX 10-51)SRAM X01 Eagle (10-52)
FedergabelRockShox SID Select 110Fox 34 SC Perf. Elite 110Fox 34 SC Perf. Elite 110RockShox SID Select+ 110
DämpferRockShox SID Luxe Select RMTFox Float DPS Perf. Elite RMTFox Float DPS Perf. Elite RMTRockShox SID Luxe Select RMT
BremseSRAM Level TLShimano XT FMShimano XT FMSRAM Level TLM FM
LaufräderDT Swiss X1900 (25mm)DT Swiss XR1700 (25mm)DT Swiss XR1700 (25mm)Reynolds TR289/309c XC (30/28mm)
ReifenVorne: Maxxis Ikon 2.35 TR+EXO; Hinten:
Maxxis Aspen 2.25 TR+EXO
Vorne: Maxxis Ikon 2.35 TR+EXO; Hinten:
Maxxis Aspen 2.25 TR+EXO
Vorne: Schwalbe Racing Ray 2.25 SpdGrp Tanwall; Hinten:
Schwalbe Racing Ralph 2.25 Spd Tanwall
Vorne: Maxxis Ikon 2.35 TR+EXO; Hinten:
Maxxis Aspen 2.25 TR+EXO
KurbelSRAM Stylo 6k DM (34T)Shimano XT (34T)Shimano XT (32T)SRAM Stylo Carbon DUB DM (34T)
CockpitRace Face Ride (740mm)Race Face Ride (740mm)Race Face Ride (720mm)Race Face Ride (740mm)
SattelSelle Italia Model X BOOSTSelle Italia Model X BOOSTSelle Italia SLS Lady FlowSelle Italia Model SLR BOOST
SattelstützeDT Swiss D232DT Swiss D232DT Swiss D232DT Swiss D232
FarbenRace Black, Rapid RedRace Black, TeamUnicorn WhiteRace Black, Rapid Red
GrößenXS ‑ XLXS ‑ XLXS ‑ XLXS ‑ XL
Gewicht12,11 kg (Größe M, Herstellerangabe)11,94 kg (Größe M, Herstellerangabe)11,78 kg (Größe M, Herstellerangabe)11,64 kg (Größe M, Herstellerangabe)
Preis2.919 €3.509 €3.509 €3.899 €

# Fox 32 SC Factory-Federgabel - beim Canyon Lux wird das Top-Modell der kalifornischen Fahrwerksexperten verbaut, welches den Ansprüchen im XC-Bereich voll gewachsen ist.
# Der Antrieb kommt analog zur Team-Ausstattung vom Alpecin-Fenix-Team aus dem Hause Shimano - XTR wohin das Auge blickt! Einzige Ausnahme: Die Kurbel stammt von RaceFace.
# Wie im XC-Bereich üblich wird am Lux eine 2-Kolben-Bremse aus der XTR-Serie verbaut - die Scheibengröße liegt serienmäßig bei 160 mm Durchmesser. Bremsenaufnahme: Flatmount!
# Fox-Fahrwerk - neben der Gabel stammt auch der Float DPS-Dämpfer von Fox. In Kombination mit dem Hinterbau bietet er 100 mm Federweg bei 55 mm Hub.
# Eigenbau am Cockpit! - Der Lenker sowie der Vorbau wurden von Canyon selbst entwickelt. Beim 2021-Modell findet sich das neue, hauseigene Cockpit serienmäßig am Bike wieder.
# Als einziges Bike in unserem Vergleichstest befindet sich am Canyon Lux eine Dropper Post - sinnvoll oder unnötig? Die Meinungen etlicher XC-Piloten gehen weit auseinander, ob eine absenkbare Sattelstütze in einem Racebike hilfreich ist oder nicht.

Im Detail

Ein unbekanntes Bike ist das Canyon Lux, das in der heutigen Form erstmals 2018 vorgestellt wurde, keineswegs mehr. Die charakteristische Rahmenform des Koblenzer Erfolgsgaranten dürfte sich inzwischen fast jedem ambitionierten XC-Fan ins Gedächtnis eingeprägt haben. Doch was macht das Lux so speziell?

Im Vergleich zum Vorgängermodell haben die Ingenieure im Hause Canyon vor allem den Hinterbau einmal komplett auf links gedreht. Eine horizontale Anordnung des Dämpfers ermöglicht die Unterbringung von zwei großen Trinkflaschen im Rahmendreieck sowie eine neue Rahmenkinematik. Durch das „Triple Phase Suspension“-Konzept soll das Fahrwerk auf maximale Effizienz getrimmt worden sein, was sich vereinfacht wie folgt vorstellen lässt: Während eines Kompressionsvorgangs durchläuft der Hinterbau drei Phasen – eine sensible, eine lineare und eine progressive. In der ersten Phase arbeitet der Hinterbau sehr feinfühlig und soll Unebenheiten gekonnt wegbügeln, bevor die Kennlinie im mittleren Teil des Federwegs eine lineare Form annimmt. Zu guter Letzt geht der Hinterbau in eine progressive Phase über, die selbst äußerst harte Schläge abfangen sollte, ehe der Dämpfer im Worst-Case-Szenario durchschlägt – aber selbst in diesem Fall ließe sich durch einen größeren Volumenspacer noch mehr Endprogression aus dem Federbein kitzeln.

# Im Vergleich zum alten Canyon Lux ist die signifikanteste Änderung die horizontale Anordnung des Dämpfers - dadurch lassen sich zwei Trinkflaschen im Rahmendreieck unterbringen und der Hinterbau konnte zudem komplett überarbeitet werden. Dem „Triple Phase Suspension“-Konzept, das beispielsweise auch beim Torque oder Spectral zum Einsatz kommt, wurde bei der Neuentwicklung des Lux besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Laut Canyon gehen weitere positive Nebeneffekte durch das überarbeitete Konzept einher: Aufgrund der horizontalen Anordnung des Dämpfers und einer nahezu geradlinigen Krafteinleitung von den Sitzstreben ins Federbein werden die Lager geringer belastet, welche somit langlebiger und wartungsärmer sein sollen. Reibungsverluste können durch die liegende Position des Dämpfers zudem stark reduziert werden, weshalb der Federweg in Kombination mit dem „Triple Phase Suspension“-Konzept effizienter genutzt werden soll.

Ein Blick aufs Gewicht verrät, dass das Lux mit seinen 1.676 g Rahmengewicht (Größe M, ohne Dämpfer, Herstellerangabe) im Vergleich zu ähnlichen Bikes dieser Preisklasse absolut konkurrenzfähig daherkommt und zudem deutlich weniger Gewicht auf die Waage bringt als der Vorgänger. Umgesetzt wurde dies von den Koblenzer Ingenieuren durch die Konstruktion des Hinterbaus, die weniger Material erfordert als das Lux aus dem Jahr 2013, sowie cleveren Detaillösungen, wie zum Beispiel der leichten und zugleich robusten Wippe. Der Rahmen wird 2021 auch weiterhin als CF SLX-, beziehungsweise CF SL-Variante verfügbar sein. Beim Hardtail Exceed präsentierte Canyon vor geraumer Zeit die CFR-Carbon-Technologie, die mit „Einhornhaar“-Fasern auftrumpft und das Gesamtgewicht des Racehardtails noch weiter drücken konnte. Ob diese Technologie in absehbarer Zeit auch beim Lux zu sehen sein wird, ist seitens des Herstellers bislang noch nicht bestätigt. Es würde allerdings verwundern, wenn Canyon diese Entwicklungsarbeit nicht auf ein zukünftiges Lux ummünzen würde.

Eine Reihe Canyon-typischer Detaillösungen sind selbstverständlich auch an unserem Testrad zu finden. Die praktische Quixle-Steckachse, eine minimalistische Kettenführung, ein leichter Kettenstrebenschutz sowie die Impact Protection Unit (IPU) sind praktische Parts, die in jeglicher Hinsicht auf dem Trail überzeugen dürften. Die Leitungen sind zudem branchenüblich im Rahmen verlegt. Auf ein Gelenk zwischen Ketten- und Sitzstrebe wurde ebenso verzichtet.

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