Fahrradfahren
News melden
Nachrichten

Downhill-WM 2019 – Mont-Sainte-Anne: Downhill Domination – die Fotostory vom Finale

0 17

Zum achten Mal in dieser Saison ging es am Sonntag für die Top-Downhill-Fahrer dieser Welt um die Wurst. Doch in Mont-Sainte-Anne ging es nicht um einen weiteren World Cup-Sieg – es sollte das an Prestige nicht zu überbietende Weltmeister-Trikot vergeben werden. Bei besten Bedingungen und bejubelt von Scharen begeisterter Fans gingen die Profis ans absolute Limit – und nicht selten auch drüber. Viel Spaß mit unserer umfangreichen Fotostory!

Der World Cup ist die höchste Serie im Downhill-Sport und wird mit entsprechendem Ehrgeiz betrieben – nur wenigen ist es vergönnt, jemals ganz oben auf dem Podium zu stehen. Doch wer sich für immer in die Downhill-Geschichtsbücher eintragen möchte, der muss sich das nur einmal im Jahr neuvergebene Regenbogen-Trikot sichern. Während man aufgrund der aktuell extremen Leistungsdichte also schon 100 % für einen World Cup-Sieg geben muss, heißt es bei der Weltmeisterschaft, ein weiteres Prozentchen aus sich, seinem Arbeitsgerät und der Strecke herauszuquetschen! Am besten gelang das am Sonntag wieder einmal Loïc Bruni. Der junge Franzose fuhr die ganze Woche etwas unter dem Radar, zeigte jedoch wieder einmal eindrucksvoll, dass er, wenn es drauf an kommt, auf dem Punkt in Topform sein kann. Knapp hinter ihm landete Troy Brosnan mit einem mehr als starken Lauf, der zunächst fast unschlagbar schien. Bronze sicherte sich der französische Überflieger Amaury Pierron, der für viele wohl als einer der ganz großen Favoriten ins Rennen gegangen und im Ziel entsprechend gedämpfter Stimmung war. Loïc Bruni konnte sich hingegen zum dritten Mal hintereinander den Weltmeister-Titel sichern. Dieser Hattrick ist zuvor mit Nico Vouilloz nur einem ganz Großen des Downhill-Sports gelungen.

# Loïc Bruni hat es wieder einmal geschafft - der Franzose sicherte sich den dritten WM-Titel in Folge und den insgesamt vierten seiner noch jungen Karriere. Kein Fahrer schafft es derzeit so sehr auf den Punkt Bestleistungen abzuliefern wie Superbruni!
Diashow: Downhill-WM 2019 – Mont-Sainte-Anne - Downhill Domination – die Fotostory vom Finale
Diashow starten »

Das Frauen-Rennen war im Vorfeld so spannend wie noch nie zuvor! Mit Rachel Atherton und Nina Hoffmann fehlten zwei der Top-Fahrerinnen verletzungsbedingt – dafür standen jedoch Myriam Nicole und Tahnée Seagrave nach langer Pause wieder am Start. Am Ende machte die sehr früh gestartete Französin Nicole den Sack zu und brannte einen Lauf in den kanadischen Wald, an dem sich die restlichen Konkurrentinnen die Zähne ausbissen. Am nächsten kam ihr Tahnée Seagrave, die sich über ihre Silbermedaille ähnlich freute wie die Commençal-Fahrerin über den Titel. Marine Cabirou konnte zwar die letzten zwei World Cup-Rennen gewinnen, musste sich in Mont-Sainte-Anne jedoch ihren wieder genesenen Konkurrentinnen beugen und mit Bronze zufriedengeben. Tracey Hannah war zwar eine der großen Favoritinnen auf den Sieg, kam jedoch einfach nicht in ihren Lauf rein und wurde nur vierte.

# Über Myriam Nicoles Form war vor dem Rennen so gut wie nichts bekannt - mittlerweile wissen wir: Die Französin hat ihre schwerwiegende Fußverletzung gut weggesteckt und kann wieder Bestleistungen abrufen. An ihr kam in Mont-Sainte-Anne keine vorbei.

Für Thibaut Daprela ging es am Sonntag um einiges: Der Franzose dominiert die Junioren-Klasse bereits seit zwei Jahren und wäre jetzt schon in der Elite weit vorne, konnte sich jedoch noch keinen WM-Titel sichern. Doch auch seine letzte Chance vor dem Wechsel zu den Männern ließ er ungenutzt, war im Ziel sichtlich frustriert und ließ seinem Ärger freien Lauf. Deutlich besser lief es für Kye A’Hern, der nach einer eher durchwachsenen Saison einen super Lauf hatte und kommende Woche beim letzten World Cup der Saison bereits im Weltmeister-Trikot an den Start gehen darf. Dicht dahinter landete mit Antoine Vidal ein Enduro-Experte, gefolgt vom Neuseeländer Tuhoto-Ariki Pene. Besser als Daprela machte es Vali Höll, deren Juniorinnen-Karriere bisher beinahe perfekt lief und die sich am Sonntag relativ ungefährdet ihren zweiten WM-Titel sicherte. Silber ging an Mille Johnset, die als einzige Fahrerin des sonst so großen Atherton-Teams vor Ort war, Dritte wurde Anna Newkirk von den SRAM Young Guns.

Nach dem großen WM-Showdown in Mont-Sainte-Anne geht es für den World Cup-Zirkus nun weiter in die USA. Dort steht am kommenden Wochenende das finale Rennen des Jahres auf dem Programm – eine ungewöhnliche Konstellation, weil normalerweise die WM gleichzeitig der Abschluss der Saison ist. Vor dem World Cup-Finale ist das Rennen um den Gesamttitel noch recht offen: Bei den Frauen ist Tracey Hannah die Favoritin, bei den Männern werden sich Loïc Bruni und Amaury Pierron wohl ein Duell um die Nummer 1 liefern. In Snowshoe werden Loïc Bruni, Myriam Nicole, Kye A’Hearn und Vali Höll dann schon ihren frisch gewonnenen weißen Trikots mit den legendären Regenbogen-Streifen an den Start gehen – das World Cup-Finale verspricht schon jetzt enorm viel Spannung!

# Vali Höll ging als Favoritin ins Rennen und wurde dieser Rolle absolut gerecht - sie ließ nix anbrennen und sicherte sich den zweiten von zwei Juniorinnen-Titeln.
# Dahingegen war Kye A'Herns Form dieses Jahr sehr durchwachsen - bei der WM zeigte der Australier jedoch, wozu er in der Lage ist.
# Die kanadischen Fans kamen rechtzeitig zum Finale in Strömen und sorgten für exzellente Stimmung an der gut besuchten Strecke.

Juniorinnen

1 – Vali Höll – 5:01.033 min

2 – Mille Johnset – 5:13.961 min

3 – Anna Newkirk – 5:22.263 min

# Das Rennen begann direkt mit einem schweren Unfall, der für eine längere Verzögerung sorgte - Bailey Goldstone crashte am Fuß des Stevie Smith-Felsens hart und musste von der Strecke getragen werden. Zunächst schien es so, als hätte sie sich gravierend am Rücken verletzt. Allerdings konnte sie mittlerweile Entwarnung geben: Die Kanadierin ist ohne Knochenbrüche davongekommen.
# Mille Johnset ist das einzige Mitglied des Atherton-Teams, das es nach Mont-Sainte-Anne geschafft hat - die Anreise hat sich jedoch mehr als gelohnt, denn die Norwegerin schaffte es mit einer couragierten Fahrt auf den Silberrang.
# Anna Newkirk zerstörte im Training ihren Sender-Rahmen und bekam von Troy Brosnan Ersatz - ihr gelang allerdings kein perfekter Lauf, weshalb diesmal nur Bronze drin war.
# An ihr führt einfach kein Weg vorbei - der Gedanke an den Wechsel von Vali Höll in die Elite-Klasse 2020 dürfte jetzt schon so manche gestandene Fahrerin Nachts wach halten.
# Bei über 11 Sekunden Vorsprung kann man am letzten Sprung auch etwas Style zeigen!
# Vali war über ihren zweiten WM-Sieg in Folge sichtlich erfreut - obwohl sie offensichtlich in einer anderen Liga als ihre Konkurrentinnen fährt, reicht auf der anspruchsvollen Strecke in Mont-Sainte-Anne ein kleiner Fehler, um den Sieg zu verpassen.
# Vali Höll siegt vor Mille Johnset und Anna Newkirk.
# WM-MSA-Finale-8937

Junioren

1 – Kye A’Hern – 4:17.776 min

2 – Antoine Vidal – 4:18.920 min

3 – Tuhoto-Ariki Pene – 4:19.070 min

# Elliot Jamieson konnte sich letztes Jahr in Lenzerheide Bronze sichern - beim Heimrennen reichte es diesmal für einen immer noch starken sechsten Platz.
# Er war sicherlich eine der Überraschungen des Rennens - Antoine Vidal ist sonst eher im Enduro-Bereich unterwegs (und das sehr stark). Im Downhill hat er auch schon starke Leistungen gezeigt, mit Silber hätten jedoch dennoch die wenigsten gerechnet.
# Mit viel Style flog Hannes Lehman auf Platz 20.
# Knapp außerhalb der Top 10 landete diesmal Zak Gomilszek - die Junioren-Klasse ist dieses Jahr so umkämpft wie selten zuvor.

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

Grüne Hölle-Freisen
Grüne Hölle-Freisen

Andere Sportarten

Sponsored