XC World Cup Albstadt: Ergebnisse U23-Damen, Elite Damen
Souveräne Siegerinnen in den beiden Rennen am Sonntagmorgen in Albstadt: Kate Courtney in der Eliteklasse der Damen siegte genauso wie die Österreicherin Laura Stigger in der weiblichen U23-Klasse ohne große Gegenwehr der Konkurrentinnen. Erfreulich aus deutscher Sicht: Ronja Eibl auf Rang zwei und Nina Benz auf Rang vier überzeugen im U23-Rennen der Damen und Elisabeth Brandau landet in der Eliteklasse auf dem siebten Rang. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.
Damen – Courtney mit Start-Ziel-Sieg, Brandau überzeugt als Siebte
Eine souveräne Leistung führte Kate Courtney zum ersten Weltcupsieg ihrer Karriere. Bei nassen Bedingungen konnte Jolanda Neff den zweiten Platz ergattern, die Ukrainerin Yana Belomoina belegte den dritten Rang. Erfreulich aus deutscher Sicht: Auf Platz sieben erreichte Elisabeth Brandau das Ziel.
Schon im Startloop waren es Jolanda Neff und Kate Courtney die auf der verkürzten Runde mächtig Druck machten. Sofort ging eine Lücke zu den Verfolgern auf, Neff konnte dem Tempodiktat von Courtney jedoch im zweiten Anstieg des Rennens nicht folgen. Dadurch war der Weg frei für die junge Weltmeisterin Courtney. In der dritten Runde rutschte die US-Amerikanerin im „Devils Corner“, woraufhin die Lücke zu ihren Verfolgerinnen wieder etwas geringer wurde. „Meine Bremse hat nach dem Sturz nicht richtig funktioniert“ sagte Courtney zu dieser Situation. Die Weltmeisterin konnte diesen Schreck allerdings schnell verdauen und den Vorsprung wieder ausbauen. Am Ende gewinnt Kate Courtney in beeindruckender Manier ihren ersten Weltcup. Zu ihrem Sieg meinte sie: „Ich bin gut in Form und ich wusste, dass heute alles möglich ist“.
Der Kampf um die restlichen Podestplätze war am Ende spannender als man es nach den ersten Runden vermuten konnte. Anne Tauber macht einen starken Eindruck und lag lange mit rund 30 Sekunden Vorsprung auf einem zweiten Platz. Doch das Geburtstagskind am heutigen Tage stürzte in Runde vier an derselben Stelle wie zuvor Kate Courtney weg. Die Niederländerin musste zunächst anhalten und ihren Lenker geradebiegen. Zudem war ihre Schaltung defekt, sodass sie nicht mehr wie gewohnt schalten konnte. „Ich habe mir überlegt, ob ich in der Tech-Zone anhalten und meine Schaltung reparieren lassen soll, doch mein Mechaniker meinte, dass ich die letzten 1,5 Runden auch so durchstehen würde.“ Doch Tauber litt spürbar unter diesen Problemen. Wenig später konnte Jolanda Neff die Niederländerin abschütteln und sich so den zweiten Platz auf dem Podest sichern. „Mit dem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden, da ich meine Saisonziele erst am Ende der Saison sehe und deswegen auch noch nicht bei 100 Prozent bin“, gab die Europameisterin zu Protokoll.
Hinter den beiden war es Yana Belomoina, die in der zweiten Rennhälfte mit Rundenbestzeiten auf sich aufmerksam machte. Die ukrainische Meisterin schaffte es auf die zurückfallende Anne Tauber aufzufahren und diese auch hinter sich zu lassen. Den letzten Platz auf dem Podest sicherte sich die Niederländerin Anne Terpstra. Konstant konnte sich die Ghost-Fahrerin um das Podium aufhalten und feierte somit ihr bis dato bestes Weltcupresultat.
Lange Zeit schien Elisabeth Brandau ebenfalls auf einem Kurs in Richtung Podestplatz. Die meiste Zeit des Rennens konnte sie sich in der Gruppe um Platz vier aufhalten, zeitweise machte es sogar den Anschein, als wäre auch ein dritter Platz im Bereich des Möglichen. „Ich hatte gute Beine und fühlte mich am Berg auch als eine der Stärkeren“ bestätigte Brandau den ersten Eindruck. In den letzten beiden Runden bekam die deutsche Meisterin Krämpfe und verlor so noch zwei Plätze. Am Ende reichte es aber für einen guten siebten Platz. Ebenfalls ein gutes Rennen zeigte Nadine Rieder mit Platz 23 und bestätigte damit den guten Eindruck aus dem Short Track.
U23-Damen – Eibl & Benz trumphen auf
Im Rennen der U23-Damen feierte die Österreicherin Laura Stigger in ihrem ersten Weltcuprennen als U23-Fahrerin direkt ihren ersten Weltcupsieg. In beeindruckender Art und Weise bestimmte die Österreicherin von Beginn an das Tempo und siegte schließlich souverän. Direkt nach dem Start setzte sich die Juniorenweltmeisterin aus dem vergangenen Jahr gemeinsam mit der Amerikanerin Haley Batten und der Französin Loana Lecomte an die Spitze.
Während Lecomte bereits kurz darauf das hohe Tempo von Stigger nicht halten konnte biss sich Batten lange Zeit an Stigger fest. Erst zwei Runden vor Schluss gelang Stigger schließlich die rennentscheidende Attacke – Batten fiel zurück und Stigger fuhr solo dem Sieg entgegen. „Ich habe mich heute sehr gut gefühlt und habe von Beginn früh am Berg Druck gemacht. Ich war etwas überrascht, dass es heute so gut ging – meine Vorbereitung war aufgrund einer Krankheit nicht die Beste“, so Stigger im Ziel.
Hinter dem österreichischen Ausnahmetalent entwickelte sich in den letzten Runden ein packendes Rennen. Die als Favoritin gehandelte Lokalmatadorin Ronja Eibl erwischte keinen guten Start, musste zudem zwei Kettenabwürfe verkraften und konnte sich zu Beginn des Rennens lediglich auf den Positionen drei bis fünf festsetzen. „Bei mir lief es Anfang nicht rund, Kettenabwürfe, ein defekter Schuh und Atemprobleme waren nicht so toll zu Beginn des Rennens. Am Ende des Rennens habe ich gemerkt, dass ich noch nach vorne fahren kann“, berichtete Eibl im Ziel. Tatsächlich warf die deutsche U23-Meisterin ab Mitte des Rennens den Turbo an und kämpfte sich immer weiter an die beiden Führenden heran. Mit den zwei absolut schnellsten Runden des Rennens rückte sie in der letzten Runde auf Haley Batten auf und attackierte diese schließlich im letzten Anstieg des Rennens. Sieben Sekunden Vorsprung nahm die Grosselfingerin in die letzte Abfahrt und verteidigte diesen auch bis ins Ziel vor der Amerikanerin, die ihrerseits ihr erstes Weltcuppodium sicherte.
Dahinter sorgte Nina Benz für eine Überraschung: Die Fahrerin des Conway-Factory Team musste von Startposition 28 ins Rennen gehen und arbeitete sich schnell unter die besten Zehn. „Ich wusste ich kann im zweiten Anstieg der Startloop viele Plätze gut machen und das hat auch geklappt. Dann habe ich mich kontinuierlich nach vorne gearbeitet“, so Benz völlig überwältigt im Ziel. In der Tat lag die junge Schwäbin nach einem Kettenabwurf bei Eibl zwischenzeitlich sogar auf dem dritten Rang konnte dann aber ihrer furios auffahrenden Landsfrau nicht folgen. Das tolle deutsche Gesamtergebnis rundete Kim Anika Ames auf dem 14. Rang ab.
Ergebnisse
Damen
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