Bike-Festival Riva 2019 – Hayes: Neue Enduro-Komponenten von Manitou, SUNringlé und Hayes
Hayes dreht weiter am Enduro-Rad und bringt zum Bike-Festival Riva gleich eine ganze Reihe neuer Komponenten mit: Ein Jahr nach der Wiederbelebung der Hayes-Bremsen kommt nun ein langhubiges Enduro-Fahrwerk von Manitou, bestehend aus der Manitou Mezzer Pro-Federgabel und dem Manitou Mara Pro-Dämpfer auf den Markt. Ergänzt wird es von neuen SUNringlé Bubba-Naben sowie einer leichteren Bremse, der Hayes Dominion A2. Wir haben alle Informationen, Bilder und auch einen ersten kurzen Fahreindruck vom Lago im Gepäck.
Manitou Mezzer Pro-Federgabel
Die neue Manitou Mezzer Pro-Federgabel soll nichts weniger als die leichteste, steifste und am sensibelsten arbeitende Enduro-Gabel auf dem Markt sein. Mit diesen markigen Worten werden wir am Stand von Manitou empfangen, wo für den Nachmittag direkt eine erste Testfahrt vereinbart ist. Die Kernfakten der Mattoc-Nachfolgerin:
- Federweg 140–180 mm (594 / 574 mm Einbaulänge)
- Laufradgröße 27,5″, 29″
- Offset 29″: 51 mm, 44 mm / 27,5″: 44 mm, 37 mm
- Standrohre 37 mm
- Gabelschaft konisch
- Dämpfung Bladder-Kartusche mit hydraulischem Durschlagschutz (High / Low Speed Druckstufe, Low Speed Zugstufe, Infinite Rate Tune (IRT))
- Feder Luft
- Casting Reverse Arch
- Bremsaufnahme PM180
- Gewicht 2.032 / 2.000 g (Herstellerangaben)
- www.manitoumtb.com
- Preis 1050 € (UVP)
Was auf dem Papier nicht verkehrt klingt, soll auf dem Trail besonders überzeugen. So verspricht Manitou, dass man bei der Torsionssteifigkeit vergleichbare Gabeln um 28 % übertreffen könnte. Spannender als diese Werte ist jedoch das Innenleben. Auf der Luftfederseite verwendet Manitou die bekannte Dorado Air-Doppelluftkammer, die am unteren Ende über ein Ventil befüllt wird. Hinzu kommt das bekannte IRT-System, das von oben befüllt wird und für die gewünschte Progression in der Kennlinie sorgen soll. Auf Seiten der Dämpfung steht dem eine neu entwickelte Kartusche mit Bladder gegenüber. Diese soll in Zusammenarbeit mit SKF auf minimale Reibung optimiert worden sein und kann vom Endkunden über zwei kleine Öffnungen entlüftet werden, sollte sich einmal Luft eingemischt haben. Analog zur Downhill-Gabel Dorado kommt auch bei der neuen Manitou Mezzer ein hydraulischer Durchschlagschutz in der Dämpfung zum Einsatz. So dringt der Dämpferkolben gegen Ende des Federwegs in eine mit Öl gefüllte Tasche ein – die Verdrängung des Öls sorgt für einen besonders stark gedämpften Federweg bis zum Durchschlag.
Manitou Mara Pro-Dämpfer
Das entsprechende Gegenstück für den Hinterbau zur Mezzer-Gabel soll der neue Manitou Mara Pro-Dämpfer sein. Der Luftdämpfer mit großem Ausgleichsbehälter wurde mit einem Fokus auf abfahrtsorientierte, langhubige Bikes entwickelt und soll gut 425 g auf die Waage bringen. Er wechselt für 610 € den Besitzer.
Der Dämpfer ist extern in High und Low Speed Druckstufe sowie Zugstufe und Luftdruck einstellbar. Außerdem kann über einen Hebel vom Party in den Work-Mode umgeschaltet werden. Auf diese Weise wird ein zweiter Ölkreislauf freigegeben und der Shimstack bietet eine stark erhöhte Dämpfungsplattform. Das Design des Dämpfers ist dabei so ausgelegt, dass der Shimstack mit geringem Aufwand weiter angepasst werden kann. Zum Abschluss befindet sich im Ausgleichsbehälter ein Schwimmkolben (internal floating piston, IFP), dessen abgetrennte Luftkammer mit einer konventionellen Dämpferpumpe (bis 300 psi erforderlich) gefüllt werden kann. Als kleine Besonderheit ist die Deckfläche des Kunststoffkolbens nachgiebig ausgeführt. So soll er bereits arbeiten können, bevor die Haftreibung überwunden ist – entsprechend soll das Ansprechverhalten profitieren. Drei verschiedene Luftkammergrößen, jeweils über Volumen-Spacer weiter anpassbar, sollen das perfekte Setup ermöglichen.
Klassisch
- 190 x 40 / 45 mm
- 200 x 56 mm
- 210 x 50 / 55 mm
- 216 x 63 mm
- 222 x 68 mm
- 230 x 60 / 63 mm
- 240 x 76 mm
- 250 x 70 / 75 mm
Trunnion
- 165 x 40 / 45 mm
- 185 x 50 / 55 mm
- 205 x 60 / 65 mm
- 225 x 70 / 75 mm
- 230 x 60 / 65 mm

