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Saisonauftakt: Die Adler Mannheim belohnen sich nicht

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Als Freitagabend kurz vor halb acht Peter Schillings Gassenhauer "Major Tom" mit dem Raumschiff in der SAP Arena abhob, der neue Einlauf-Trailer über den Videowürfel flimmerte, der Adler-Schrei aus den Boxen ertönte und die Cracks nach Öffnung des Rolltors von der Südseite aus aufs Eis flitzten - da hatte Mannheim seinen Sport wieder zurück.

Die Nordwestkurve begleitete die Saisoneröffnung mit einer gelungenen Choreografie, indem sie ein überdimensionales gelbes Ortsschild mit der Aufschrift "Eishockeystadt Mannheim" aufrollte. Da fehlten zur Vollendung des Abends bei der Saisoneröffnung nur noch drei Punkte gegen die Düsseldorfer EG, die sich allerdings trotz weitgehender Unterlegenheit als Spielverderber erwies. Bei der 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung stand bei den Mannheimer Adlern vor 11.531 Zuschauern der enorme läuferische Aufwand in krassem Missverhältnis zum Ertrag von einem Punkt.

Pavel Gross hat in den vergangenen sieben Wochen versucht, seinem Team einzuimpfen, dass eine Mischung aus guten Einzelspielern, Talenten und Führungspersönlichkeiten erst dann funktioniert, wenn Talent mit Arbeit "verheiratet" wird. Gleich, mit wem man auch sprach, sei es mit dem erfahrenen Verteidiger Thomas Larkin oder Sturmtalent Phil Hungerecker, überall fiel zum Stil des neuen Trainers das Wort "Laufintensiv". Mit diesem Vorsatz gingen die Blau-Weiß-Roten in die neue Spielzeit, auf der Gegenseite bei der DEG versuchte Harold Kreis, zum zweitem Mal seit 2010 beim Altmeister unter Vertrag, als Verfechter der Zonendeckung die Adler nicht zum Laufen zu bringen.

Olimbs Schuss abgefälscht

Das gelang auch zehn Minuten lang, bis die Adler ihre erste Überzahl zugesprochen erhielten. Dabei überwand Chad Kolarik den guten Torhüter Niederberger zum 1:0 (11.). Weil der Torjäger mitsamt Kollegen anschließend weder 61 Sekunden lang ein Fünf-gegen-drei-Powerplay, noch 60 Sekunden eine einfache Überzahl zum Ausbau ihrer Führung nutzten, hieß es zur ersten Pause 1:1. DEG-Kapitän Alexander Barta (17.) staubte während einer Mini-Druckphase der Rheinländer ab.

An diesem Rückschlag verzweifelten die Blau-Weiß-Roten lange Zeit. Akdag (26.) traf wie im ersten Abschnitt Mikkelson Metall, Plachta (27.) und der sehr agile Eisenschmid hatten in aussichtsreichen Situationen die Führung auf dem Schläger. Nach 40 Minuten mussten sich die "Greifvögel" nur den Vorwurf machen, ihre Angriffe etwas zu kompliziert zu fahren, um die "Wand" vor dem DEG-Tor, die der ehemalige Verteidiger Kreis als Taktik wählte, zu durchbrechen.

Nachdem auch Huhtala (45.) und Kolarik (50.) ihre Möglichkeiten nicht nutzten, schlich sich ein höheres Risiko ins Spiel des Gastgebers. Endras rettete nach einem Desjardins-Fehlpass gegen den frei durchgelaufenen Gogulla (48.). Bei zwei, drei heiklen Situationen vor dem Adler-Gehäuse hielten die Besucher den Atem an.

In der Verlängerung stand der lange Zeit passiven DEG das Glück zur Seite, der Schuss von Ken Olimb (64.) wurde vom Schlittschuh eines Mannheimers abgefälscht; die Scheibe trudelte gerade noch über die Linie. Am Sonntag geht’s zu den Augsburger Panthern, mehr "Killerinstinkt" wäre dort nicht nötig.

Adler Mannheim - Düsseldorfer EG 1:2 n.V. (1:1, 0:0, 0:0, 0:1), Tore: 1:0 Kolarik (11.), 1:1 Barta (17.), 1:2 Olimb (64.); Schiedsrichter: Bauer (Höchstadt), Rantala (Finnland); Strafminuten: 4/8; Zuschauer: 11.531.

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