Selina Grotian sorgt sich um Biathlon-Zukunft in Deutschland
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Biathletin Selina Grotian sieht ein wachsendes Problem für ihren Sport. Der Kalender reagiert bereits darauf. Die deutsche Biathletin Selina Grotian sieht den Klimawandel als wachsende Bedrohung für ihren Sport. Im Sport1-Interview spricht die 22-Jährige über Schneemangel in Deutschland und dessen Folgen für den Nachwuchs. "Es wird sich in den nächsten Jahren einiges ändern. Man hat es jetzt schon gesehen – es gibt viele Roller-Events. Es wird einfach sehr schwierig werden, immer mehr in Deutschland durchzuführen", sagte sie. Besonders die deutschen Weltcup-Standorte bereiten ihr Sorgen: "Wir hatten jetzt immer Glück mit dem Schnee in Oberhof und Ruhpolding, aber man merkt schon: Es wird immer grenzwertiger, immer schwieriger, dass die guten Bedingungen bleiben und auch bis zum Schluss gut bleiben." Oberhof ist kommende Saison erst später dran Die Schwierigkeiten beträfen nicht nur Deutschland – "das ist überall auf der Welt so". Sie wirken sich laut Grotian zudem auf die Nachwuchsförderung im eigenen Land aus. "Ich glaube, dass wir einfach nicht die Breite haben. In Skandinavien ist es gang und gäbe, dass man von klein auf auf Skier gestellt wird", beobachtete die Biathletin. "Und das ist bei uns einfach sehr schwierig – jetzt auch klimamäßig. Der Schnee ist einfach nicht so da wie früher. Wir haben einfach nicht so die Breite, um viele Leute zum Sport motivieren zu können." Der Biathlon-Winter startet am 26. November im finnischen Kontiolahti. Ruhpolding bleibt unmittelbar nach dem Jahreswechsel im Kalender – vom 6. bis 10. Januar. Oberhof rückt auf Anfang März (4. bis 7. März). Die Veranstalter erhoffen sich durch die Verlegung bessere Wetterbedingungen im Thüringer Wald. Die erste Januarwoche hatte zuletzt wiederholt Probleme bereitet.

