Biathlon: Preuß verpasst Olympia-Medaille durch zwei Schießfehler
0
3
In der Verfolgung hat Franziska Preuß gute Chancen auf eine Olympia-Medaille. Doch zwei Fehler kurz vor Schluss kosten sie einen Podestplatz. Biathlon-Star Franziska Preuß hat eine Olympia-Medaille in der Verfolgung verpasst. Die 31-Jährige traf am Sonntag bei den ersten drei Schießeinlagen in Antholz zwar alle Scheiben. Doch beim letzten Stehendschießen unterliefen ihr gleich zwei Fehler. Das kostete sie einen Podestplatz. Preuß beendete das Rennen letztlich auf Rang sechs. Gold gewann vor heimischer Kulisse die Italienerin Lisa Vittozzi, die nach 30:11,8 Minuten ins Ziel kam. Mit etwas mehr als 28 Sekunden Rückstand folgte Maren Kirkeeide aus Norwegen auf Rang zwei. Sie gewann damit Silber. Bronze sicherte sich die Finnin Suvi Minkkinen vor der Französin Lou Jeanmonnot. Überraschender Gast: Bayern-Star plötzlich bei Olympia Bittere Enttäuschung: Deutsche verpasst Riesenslalom-Medaille Zweitbeste Deutsche nach Preuß wurde derweil Vanessa Voigt (3 Fehler) auf Rang 19. Julia Tannheimer (5) und Selina Grotian (4) verpassten die Top 30. Nach Bronze zum Auftakt mit der Mixed-Staffel konnten die deutschen Frauen in den drei folgenden Individualrennen keine weitere Medaille mehr gewinnen. Das beste Resultat bislang ist der vierte Platz von Vanessa Voigt im Einzel. Zwei Medaillenchancen bleiben den Frauen noch: Am Mittwoch gibt es mit der Staffel die aussichtsreichste, am Samstag steht noch der abschließende Massenstart auf dem Programm. Desaster für deutsche Herren Die deutschen Herren hatten ihr Verfolgungsrennen bereits am Vormittag absolviert. Doch das Rennen wurde zu einem Desaster. Philipp Horn wurde aufgrund von drei Schießfehlern lediglich elfter – und damit bester Deutscher. Auch die anderen Deutschen schossen zu oft daneben und konnten sich nicht großartig verbessern. Philipp Nawrath landete nach sechs Strafrunden auf Rang 25, Justus Strelow (4 Fehler) wurde vor den Augen von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich 30. und David Zobel (5) beendete das Jagdrennen auf Rang 34. Grund zum Jubeln gab es am Sonntag trotz der bescheidenen Verfolgung der Herren und Frauen aus deutscher Sicht aber trotzdem: Die Staffel von Sotschi 2014 mit Daniel Böhm, Arnd Peiffer, Simon Schempp und Erik Lesser erhielt in Antholz nachträglich ihre Goldmedaille.

