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Olympische Winterspiele 2026: Wie schwer ist ein Biathlon-Gewehr?

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Biathlon ist ein Hightech-Sport – und der vielleicht wichtigste Ausrüstungsgegenstand ist das Gewehr. Aber was gilt es dabei alles zu beachten? Der Kampf um die Medaillen wird im Biathlon häufig am Schießstand entschieden. Daher ist es wichtig, dass dort alles mit rechten Dingen zugeht. Für die Gewehre gibt es ein strenges Regelwerk der Internationalen Biathlon-Union (Ibu). Bis 1977 wurde beim Biathlon mit einem Großkalibergewehr geschossen – aus Entfernungen von 100, 150, 200 und 250 Metern (stehend). Seit 1978 sind leichte Kleinkalibergewehre (Kaliber .22) mit einem vorgeschriebenen Mindestgewicht von 3,5 Kilogramm im Einsatz. Eine beschädigte und nicht mehr funktionstüchtige Waffe darf einmal und nur mit Genehmigung des Schießstandleiters auf dem Schießstand ausgetauscht werden. Pro Teams sind nur zwei Reservegewehre erlaubt. Die Schießentfernung beträgt mittlerweile 50 Meter – für Stehend- und Liegendschießen. Automatische oder halbautomatische Gewehre sind verboten. Wichtig: Vor und nach jedem Wettkampf werden die Gewehre kontrolliert. Das Gewehr muss praktisch sein Jean-Pierre Amat, zweifacher Medaillengewinner im Sportschießen in Atlanta 1996 und zwei Jahre später Berater des französischen Biathlonteams bei den Winterspielen in Nagano, erklärte im Interview mit "Olympics.com": "Die Ausrüstung ist so konzipiert, dass sie praktisch ist, deshalb wurden in Bezug auf die reine Präzision einige Kompromisse gemacht. Du musst das Gewehr auf dem Rücken tragen, es darf nicht zu schwer sein, sonst wird es zur Belastung." Es gilt also einiges zu beachten, und das ist noch nicht alles. Die am Gewehr angebrachten Magazine dürfen nicht mehr als fünf Patronen (Kaliber 5,62 mm) enthalten. Das Abzugsgewicht beträgt 500 Gramm, die Mündungsgeschwindigkeit 380m/s. Als Visier dient ein Diopter: Eine Einrichtung auf der Waffe, die aus einer höhen- und seitenverstellbaren Platte mit einer winzigen Durchblicköffnung besteht. Das Gewehr wird mit Hilfe eines Tragegestells auf dem Rücken mitgeführt, wobei der Lauf der Waffe nach oben zeigen muss, um niemanden zu gefährden. Alle Wettbewerbe im Überblick: Der Olympia-Zeitplan der Winterspiele 2026 116 Entscheidungen: Der Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele 2026 So ist das Biathlon-Gewehr aufgebaut "Das Gewehr lässt sich in drei Teile zerlegen: den Schaft, das System und den Lauf", erklärte Top-Biathletin Lou Jeanmonnot bei "olympics.com". Der Schaft ist ein Teil, der nicht als Waffe eingestuft wird und aus Holz hergestellt ist. "Damit kann man sogar problemlos durch einen Flughafen reisen", verriet die Expertin. Das System beinhaltet den Verschluss, der das Nachladen ermöglicht, sowie das Ausstoßen verbrauchter und das Einsetzen neuer Patronen. Der Lauf wiederum ist jenes Element, aus dem das Projektil – also die Kugel – austritt.

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