Biathlon: Das sagt Erik Lesser zum Trainer-Aus von Uroš Velepec
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Uroš Velepec ist nicht länger Trainer der Biathlon-Herren. Das gab der Deutsche Skiverband am Dienstag bekannt. Nun hat sich Erik Lesser dazu geäußert. Am Dienstag überraschte der Deutsche Skiverband (DSV) durch die Mitteilung, dass Uroš Velepec als Trainer der Biathlon-Herren mit sofortiger Wirkung zurücktritt. Der 58-Jährige sagte zu seinem Aus: "Das ist keine spontane Entscheidung und hat nur bedingt etwas mit unserem Abschneiden bei der WM zu tun." Dort konnten die Herren in der Staffel zwar Bronze gewinnen, ansonsten gab es allerdings nur in der Single-Mixed-Staffel und der Mixed-Staffel mit den Frauen noch jeweils Bronze. t-online hat bei dem Ex-Biathleten und TV-Experten Erik Lesser nachgefragt, wie er über das Aus von Uroš Velepec denkt. Der Verfolgungs-Weltmeister von 2015 sagt: "Die Meldung kam völlig überraschend. Bis zum Saisonende wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern, außer die Ansprache vor den Rennen oder während des Trainings." "Da sollte die Einarbeitungsphase sehr schnell gehen" Lesser fügt an: "Interessant wird die kommende Saison. Wie stellt sich die Mannschaft auf und wie geht sie die Vorbereitung an?" Nachfolger von Velepec ist Tobias Reiter. Der 39-Jährige soll die deutschen Biathlon-Herren gemeinsam mit Disziplin-Trainer Jens Filbrich auf ein Top-Niveau für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo im kommenden Jahr coachen. Über die Zusammenarbeit sagt Lesser: "Jens Filbrich und Tobias Reiter kennen sich ja schon aus einer gemeinsamen IBU-Cup-Saison, da sollte zumindest bei den beiden die Einarbeitungsphase sehr schnell gehen." Der IBU-Cup ist die zweithöchste internationale Wettkampfklasse nach dem Biathlon-Weltcup. 2022 war Filbrich eine Saison lang Langlauf- und Athletiktrainer des IBU-Cup-Teams der Männer und Frauen an der Seite von Reiter. Nun werden sie gemeinsam ihr Bestes geben, um ein gutes Abschneiden der deutschen Biathlon-Herren bei Olympia 2026 zu sichern. Felix Bitterling, Biathlon-Sportdirektor, erklärte dazu am Dienstag: "Ziel ist es, noch einmal gemeinsam Schwung zu holen, ein paar positive Akzente zu setzen, um dann zum Beginn der Vorbereitung für den Olympia-Winter 2026 wieder mit voller Kraft angreifen zu können."