Nachberichte ProA 29. Spieltag
27.03.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 93:95
Die Tigers Tübingen haben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eine äußerst bittere 93:95 Niederlage gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim hinnehmen müssen. Vor 2.497 Zuschauern in der Paul Horn Arena fiel die Entscheidung erst 0,8 Sekunden vor dem Ende. Dabei lief lange vieles für die Hausherren. Trotz angespannter Personalsituation und eines kurzfristigen Ausfalls präsentierte sich das Team von Headcoach Eric Detlev vor allem in der ersten Hälfte stark und kontrollierte das Spielgeschehen. Mit viel Energie, guter Defense und effizientem Offensivspiel erspielten sich die Tigers eine deutliche Führung, die zwischenzeitlich sogar über 20 Punkte betrug.
Doch Kirchheim gab sich nicht auf und kämpfte sich im Laufe der zweiten Hälfte Stück für Stück zurück. Vor allem Phillip Russell übernahm Verantwortung und führte sein Team mit insgesamt 31 Punkten zurück ins Spiel. Die Gäste agierten defensiv aggressiver und nutzten Tübinger Fehler konsequent aus, wodurch die Partie in der Schlussphase komplett kippte. In den letzten Minuten entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. 9,7 Sekunden vor dem Ende behielt Jordan Johnson an der Freiwurflinie die Nerven und glich zum 93:93 aus. Doch im direkten Gegenzug traf Charles Harris Jr. 0,8 Sekunden vor der Schlusssirene den entscheidenden Wurf zum Auswärtssieg für Kirchheim. Der letzte Angriff der Tigers blieb ohne Erfolg.
„Es tut natürlich tierisch weh, da wir heute sehr nah dran waren“, sagte Headcoach Eric Detlev nach dem Spiel. „Wir haben ein tolles Spiel gemacht, aber in der Schlussphase zu viele Fehler gemacht.“ Bester Tübinger war Jordan Johnson mit 21 Punkten, neun Rebounds und neun Assists und damit nur knapp an einem Triple Double vorbei. Auch Bernard Pelote und Felix Edwardsson überzeugten mit jeweils 19 Punkten. Trotz guter Wurfquoten und einer insgesamt starken Leistung blieb am Ende jedoch nur die Enttäuschung über eine vermeidbare Niederlage, die im Kampf um den Klassenerhalt besonders schmerzt.
27.03.2026 19:30 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. SBB Baskets 74:92
Die SBB Baskets haben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und mit einem 92:74-Erfolg bei den favorisierten VfL SparkassenStars Bochum einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel übernahmen die Gäste im zweiten Abschnitt die Kontrolle und setzten sich bis zur Halbzeit deutlich ab. Vor allem mit aggressiver Defense und effizientem Offensivspiel erspielten sich die Baskets einen komfortablen Vorsprung, den sie auch nach dem Seitenwechsel behaupteten. Zwar kam Bochum im Schlussviertel noch einmal näher heran, doch Magdeburg blieb souverän und brachte den Sieg verdient ins Ziel.
„Wir haben eine gute Teamleistung gezeigt, den Ball gut bewegt und getroffen. Hier zu gewinnen, ist ziemlich schwer“, zeigte sich Headcoach Achmadschah Zazai zufrieden nach der Partie. Bester Werfer war Travis Henson mit 27 Punkten. Zudem überzeugten Michal Hughes mit einem Double Double aus 16 Punkten und elf Rebounds sowie mehrere weitere Spieler, die zweistellig punkteten.
28.03.2026 19:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. GIESSEN 49ers 82:77
Phoenix Hagen hat in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen hart umkämpften 82:77 Sieg gegen die GIESSEN 46ers eingefahren. Vor erneut ausverkaufter Ischelandhalle mit 3.145 Zuschauern entwickelte sich ein echtes Topspiel, das über weite Strecken von hoher Intensität, vielen Führungswechseln und einer mitreißenden Atmosphäre geprägt war. Die Partie verlief von Beginn an ausgeglichen. Gießen brachte vor allem viel Physis ins Spiel und erarbeitete sich über zweite Chancen immer wieder Punkte, während Hagen versuchte, mit Tempo und Ballbewegung Lösungen zu finden. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, sodass es mit einem knappen Spielstand in die Halbzeit ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng.
Die Gäste kamen mehrfach zu einfachen Punkten am Korb, während Hagen zwischenzeitlich Probleme hatte, aus der Distanz zu treffen. Dennoch hielt das Team von Headcoach Chris Harris dagegen und kämpfte sich immer wieder zurück in die Partie. Im Schlussviertel übernahmen die Gastgeber dann zunehmend die Kontrolle. In der Crunchtime zeigte Hagen die größere Abgeklärtheit und traf die entscheidenden Würfe. Vor allem Ryan Schwieger, der nach seiner Rückkehr direkt 18 Punkte erzielte, wurde zum entscheidenden Faktor und sorgte mit wichtigen Treffern für die Vorentscheidung. Ebenfalls herausragend präsentierte sich Bjarne Kraushaar, der mit 12 Punkten und 10 Assists ein Double Double auflegte und das Spiel der Hagener maßgeblich lenkte.
Immer wieder setzte er seine Mitspieler in Szene und übernahm auch selbst Verantwortung in entscheidenden Momenten. „So wie das Spiel verlaufen ist, hätten wir uns auch nicht beschweren können, wenn Gießen am Ende gewinnt“, ordnete Headcoach Chris Harris die Partie ein. „Wir haben uns phasenweise gegen die Gießener Physis unheimlich schwer getan und uns untypische Ballverluste geleistet.“
28.03.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. PS Karlsruhe LIONS 89:64
Die PS Karlsruhe LIONS haben am 29. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eine wichtige Gelegenheit liegen lassen. Mit einer 64:89 Niederlage bei den Uni Baskets Münster verpasste das Team die Chance, nach Siegen mit den VfL SparkassenStars Bochum gleichzuziehen und im Rennen um die Playoff Plätze entscheidend Boden gutzumachen. Dabei starteten die Karlsruher zunächst ordentlich in die Partie und konnten sich früh eine kleine Führung erspielen. Doch bereits im ersten Viertel zeigte sich ein Problem, das sich durch das gesamte Spiel ziehen sollte: mangelnde Effizienz im Abschluss. Münster nutzte dies konsequent aus, drehte das Spiel und ging mit einer Führung in die erste Pause. Auch im weiteren Verlauf fanden die LIONS offensiv nie wirklich ihren Rhythmus.
Zwar gelang im dritten Viertel noch einmal eine kurze Aufholjagd, als Karlsruhe bis auf vier Punkte herankam, doch zu viele vergebene Würfe verhinderten die Wende. Münster blieb stabil, setzte sich erneut ab und sorgte im Schlussabschnitt früh für die Entscheidung. Topscorer der LIONS war Isaiah Hart mit 24 Punkten und starker Trefferquote von außen. Dennoch reichte die individuelle Leistung nicht aus, um die insgesamt schwache Teamquote zu kompensieren. Durch die Niederlage wird die Ausgangslage im Saisonendspurt deutlich schwieriger.
28.03.2026 19:30 Uhr Paderborn Baskets vs. Nürnberg Falcons BC
Bericht folgt in Kürze!
28.03.2026 20:00 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Bayer Giants Leverkusen 105:84
Für die BAYER GIANTS Leverkusen gab es am 29. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kein Happy End. Beim starken Team der HAKRO Merlins Crailsheim unterlagen die Rheinländer deutlich mit 84:105 und verpassten damit einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen. In den ersten Minuten hielten die Leverkusener gut mit, ehe sich Crailsheim erstmals absetzen konnte. Vor allem einfache Fehler auf Seiten der Gäste nutzten die Hausherren konsequent aus und erspielten sich bis zum Ende des ersten Viertels eine komfortable Führung. Im zweiten Abschnitt verloren die GIANTS dann zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Während Crailsheim offensiv nahezu fehlerfrei agierte, fanden die Leverkusener keinen Rhythmus. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand auf 16 Punkte an, zur Halbzeit lag man bereits deutlich mit 35:57 zurück.
„Wir haben uns in der ersten Halbzeit mit Dingen beschäftigt, die nichts mit Basketball zu tun haben“, kritisierte Headcoach Michael Koch. Nach der Pause zeigte Leverkusen jedoch eine deutliche Leistungssteigerung. Mit besserer Ballbewegung und mehr Konsequenz im Abschluss kämpften sich die Gäste zwischenzeitlich auf elf Punkte heran. Doch die Aufholjagd kostete viel Energie, sodass Crailsheim im weiteren Verlauf wieder die Kontrolle übernahm und den Vorsprung stabil hielt. Im Schlussviertel ließ der Favorit nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Trotz kämpferischem Einsatz konnten die GIANTS die deutliche Niederlage nicht mehr verhindern. Topscorer der Leverkusener war John Williams Jr. mit 19 Punkten, gefolgt von Lök Wur (17 Punkten) und Kobe Langley (11 Punkten).
29.03.2026 17:00 Uhr // RheinStars Köln vs. BG Göttingen 88:80
Die RheinStars Köln besiegen die BG Göttingen mit 88:80. Vor 1.382 Zuschauern in der Motorworld zeigte der Aufsteiger eine über 40 Minuten hinweg konzentrierte und reife Leistung und feierte einen verdienten Erfolg gegen den Tabellendritten. Die Partie begann mit Vorteilen für die Gäste, doch Köln fand schnell Antworten und setzte mit einem 14:0 Lauf im ersten Viertel ein erstes Ausrufezeichen. In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem die RheinStars immer wieder die Kontrolle behaupteten, während Göttingen mit seiner Ballbewegung und Offensivqualität dagegenhielt. Zur Halbzeit lag Köln knapp mit 44:40 in Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft. Göttingen nutzte eine stärkere Phase und drehte zwischenzeitlich die Partie, doch die RheinStars reagierten erneut stark und konterten mit einem eigenen Lauf. Im Schlussviertel erspielten sich die Hausherren eine zwischenzeitliche Zehn-Punkte-Führung, mussten jedoch in der Crunchtime noch einmal zittern. Nach einem Vier-Punkte-Spiel der Gäste zum 80:78-Anschluss bewahrten die RheinStars diesmal die Ruhe. Cedric Russell antwortete direkt, ehe Köln von der Freiwurflinie konsequent blieb und den Sieg souverän ins Ziel brachte.
„Die Jungs haben super gespielt und in keiner Phase in ihrer Leistung und Konzentration nachgelassen“, erklärte Headcoach Zoran Kukic. „So haben wir den Sieg verdient nach Hause gebracht.“ Bester Werfer der Kölner war Haris Hujic mit 24 Punkten, während Russell (16 Punkten), Baptiste (13 Punkten) und Rohwer sowie Miller (je 12 Punkten) ebenfalls zweistellig punkteten. Entscheidend war jedoch vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit sowie die defensive Arbeit, in der insbesondere Maxi Begue und Hall B. Elisias wichtige Akzente setzten.
29.03.2026 17:00 Uhr // Artland Dragons vs. BBC Bayreuth 89:82
Die Artland Dragons haben sich in einer intensiven und physischen Partie mit 89:82 gegen den BBC Bayreuth durchgesetzt und damit ihren vierten Sieg in Folge eingefahren. In einem über weite Strecken umkämpften Spiel überzeugten die Gastgeber vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit. Topscorer war Amir Hinton mit 20 Punkten, fünf Assists und sieben Rebounds. Die Anfangsphase war von hoher Intensität, aber wenig offensivem Rhythmus geprägt. Bayreuth erwischte den besseren Start und ging früh in Führung, doch die Dragons arbeiteten sich Schritt für Schritt in die Partie. Vor allem Ben Burnham und Buzz Anthony setzten erste Akzente, sodass Quakenbrück das Spiel zunehmend ausglich. Dennoch blieb es eng, und Bayreuth ging mit einer knappen Führung in die erste Viertelpause. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Dragons dann die Kontrolle. Nach einer taktischen Anpassung stabilisierte sich vor allem die Präsenz unter dem Korb. Offensiv drückten nun Hinton und Nate Petrone dem Spiel ihren Stempel auf.
Während Hinton immer wieder den Weg zum Korb fand, überzeugte Petrone aus der Distanz. Die Dragons setzten sich zwischenzeitlich zweistellig ab und gingen mit einer verdienten 47:35-Führung in die Halbzeit. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Quakenbrück zunächst am Drücker und baute den Vorsprung weiter aus. Doch Bayreuth zeigte Moral und kämpfte sich mit einem Lauf zurück in die Partie. Die Dragons behielten jedoch die Ruhe und gingen mit einer komfortablen Führung ins Schlussviertel. Dort schien beim Stand von 80:66 bereits alles entschieden, doch Bayreuth sorgte mit drei schnellen Dreiern noch einmal für Spannung. In der entscheidenden Phase behielten die Dragons jedoch die Nerven. Ein And one von Burnham sowie sichere Freiwürfe von Hinton und Anthony sorgten letztlich für die Entscheidung. „Vier Siege in Folge zu holen, fühlt sich natürlich sehr gut an. Insgesamt war es eine sehr erwachsene Vorstellung von uns“, erklärte Headcoach Hendrik Gruhn nach der Partie.
29.03.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. Eisbären Bremerhaven 59:75
Die EPG Baskets Koblenz haben am Sonntagnachmittag in der EPG Arena eine deutliche Niederlage gegen die Eisbären Bremerhaven hinnehmen müssen. Gegen den Tabellenvierten unterlagen die Schängel nach einer lange offenen Partie am Ende klar und verpassten es, sich im engen Tabellenmittelfeld weiter nach oben zu orientieren. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen früh mit 7:0 in Führung. Koblenz brauchte etwas, um ins Spiel zu finden, kämpfte sich dann aber über aggressive Defense und viel Einsatz zurück. Ein spektakulärer Dunk von Decorian Jeffries brachte Energie ins Spiel, und auch David Gaspers setzte mit einem Dreier ein Ausrufezeichen. Insgesamt blieb die Trefferquote von außen jedoch ein großes Problem – nur ein erfolgreicher Dreier bei 17 Versuchen spiegelte die offensiven Schwierigkeiten wider. Dennoch gingen die Gastgeber nach einem starken Schlussspurt im ersten Viertel knapp in Führung.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein intensives, körperbetontes Spiel, in dem beide Teams defensiv überzeugten. Koblenz tat sich jedoch zunehmend schwer, zu Punkten zu kommen, und erzielte im gesamten Viertel lediglich neun Zähler. Bremerhaven nutzte diese Phase besser und ging mit einer 39:32-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel blieb Koblenz zunächst dran und verkürzte durch gute Aktionen auf drei Punkte. Dann folgte jedoch die spielentscheidende Szene: Topscorer Calvin Wishart erhielt nach einem weiteren technischen Foul seine Disqualifikation und musste das Feld verlassen. Der Ausfall des wichtigsten Offensivspielers traf die Gastgeber hart. Bremerhaven nutzte diesen Moment konsequent aus, setzte sich mit schnellen Punkten ab und übernahm endgültig die Kontrolle. Koblenz fehlte in der Folge die offensive Durchschlagskraft, um noch einmal zurückzukommen. Auch die Foulproblematik verschärfte die Situation zusätzlich.
Am Ende stand eine klare Niederlage gegen ein abgeklärtes Bremerhavener Team, das seine Playoff-Teilnahme bereits sicher hat. Für Koblenz bleibt die Lage in der Tabelle weiterhin extrem eng. Zwischen Platz zehn und den Abstiegsrängen liegen nur wenige Siege, sodass in den verbleibenden Spielen sowohl ein Vorstoß in Richtung Playoffs als auch ein Abrutschen in den Abstiegskampf möglich ist.

