Nachdem die 3×3 U18-Jungen-Nationalmannschaft die Gruppenphase des FIBA 3×3 U18 World Cup in Debrecen/HUN ungeschlagen als Gruppenerster gemeistert hatte, warteten in der Finalrunde Ägypten, Estland und Frankreich auf die deutsche Auswahl. Im Viertelfinale setzte sich das Team in der Verlängerung gegen Ägypten mit 19:17 durch und im Halbfinale schlugen sie die Estländer souverän mit 16:10. Das Endspiel gewann die DBB-Auswahl schließlich, in einer nervenaufreibenden Schlussphase mit 20:18 und krönte somit einen makellosen Turniersommer des Teams von 3×3-Disziplintrainer Robert Birkenhagen. Zudem wurde Fabian Giessmann zum MVP der Weltmeisterschaft gekürt.
Zittersieg
Im ersten Spiel der Finalrunde ging es gegen Ägypten. Beflügelt von der überzeugenden Gruppenphase, trat das deutsche Team selbstbewusst und aggressiv auf. Schwachhofer und Giessmann sorgten für die ersten Zähler in der Zone (2:2, 1.). In der Verteidigung ließ die DBB-Auswahl jedoch zu viele Lücken, weshalb der Gegner besonders aus der Distanz Körbe verwandelte (4:7, 2.). In der Folge setzte Giessmann ein Zeichen, als er den leichtgeglaubten Korbleger Ägyptens, spektakulär über das Brett blockte und im Anschluss per Zweier auf 6:7 verkürzte. Fenebergs Distanzwurf bescherte die erste deutsche Führung (9:8, 3.). Die Begegnung entwickelte sich zu einem Offensiv-Feuerwerk. Beide Mannschaften brachten stetig Punkte auf die Anzeigetafel und fanden Wege, die gegnerische Verteidigung zu überspielen. Drei Minuten vor Schluss war es immer noch ein Spiel auf Augenhöhe (15:14, 7.). Auf jeden weiteren Korb folgte die ägyptische Antwort und die Partie ging in die Overtime (17:17, 9.). Dort hatten die Ägypter mehrmals die Chance das Spiel aus der Distanz zu entscheiden, doch die Würfe fielen nicht. Schwachhofers Power-Move im Post führte kurz darauf zur deutschen Führung (18:17, 12.). Es war eine hektische Verlängerung mit Ballverlusten, verfehlten Zweiern und reichlich Fouls. Schließlich entschied Giessmann das Spiel von der Freiwurflinie und löste damit das Ticket für das Halbfinale (19:17, 13.).

