3. Wettkampftag der Ober- und Bayernliga – viel Schatten, wenig Licht
Oberliga
Der dritte Wettkampftag der Oberliga Südwest am 10. Januar 2026 in Langenpreising stand bereits im Vorfeld unter besonderen Vorzeichen. Schnell zeichnete sich ab, dass einige der ursprünglich acht vorgesehenen Oberliga-Schützen und -Schützinnen am Wettkampftag verhindert sein würden. Um dennoch vollständig antreten zu können, wurde kurzfristig bei Schützen aus der Bezirksliga angefragt, ob ein Einspringen möglich wäre. Nachdem geklärt war, dass dies keinen Konflikt mit der Bezirksliga darstellt, meldeten sich Robert und ich quasi freiwillig, um auszuhelfen.
Am Wettkampftag trafen wir uns rechtzeitig vor unserer Halle und machten uns schließlich zu viert auf den Weg nach Langenpreising: Wolfi, Marc, Robert und ich (Max). Vor Ort hieß es zunächst ankommen, aufbauen – und für mich ganz persönlich: erst einmal alles auf mich wirken lassen. Für mich war es das erste Turnier überhaupt, bei dem auf Spot-Auflagen geschossen wurde, entsprechend groß war die Spannung. Insgesamt standen erneut sieben Begegnungen auf dem Programm. Die Mannschaftsbesetzung war schnell gefunden, wobei Wolfi den übrigen Dreien das Feld überließ.
Der Wettkampftag begann jedoch holprig. In den ersten vier Begegnungen mussten wir uns jeweils geschlagen geben. Gegen SC U-Germering (179:215), SV Gartenstadt Trudering (216:212), TSV Waldtrudering (216:203) und SG Grabenfleck München (207:176) konnten wir zwar phasenweise mithalten, ein Sieg wollte sich aber noch nicht einstellen. Besonders ärgerlich: In mehreren Matches lagen wir nach einzelnen Passen nur wenige Ringe zurück.
Nach der vierten Begegnung ging es in die Pause. Zeit, erst einmal von der hervorragenden Verpflegung zu profitieren, eine Semmel und einen Keks von Robert zu essen, kurz durchzuschnaufen – und den Fokus neu zu setzen.
Der Neustart gelang dann im fünften Match gegen die BMW Bogenschützen. Nach drei Passen lagen beide Mannschaften ringgleich, erst in der vierten Passe konnten wir uns entscheidend absetzen und mit 207:201 unser erstes Match des Tages gewinnen. Knapp, aber am Ende zählt bekanntlich das Ergebnis. Auch die folgende Begegnung gegen den SV Kadelshofen verlief eng. Trotz durchwachsener Serien reichte es erneut zu einem knappen Sieg mit 210:204. Sicherlich keine Bestleistung, aber zwei wichtige Punkte für die Tabelle.
Im letzten Match des Tages gegen den SV Gartenstadt Trudering mussten wir uns schließlich noch einmal geschlagen geben (207:196), sodass wir den Wettkampftag am Ende auf dem 6. Tabellenplatz abschlossen.
Insgesamt war der Tag geprägt von sehr wechselhaften Leistungen. Von einem „M“ bis hin zur Doppel-Zehn in derselben Passe war alles dabei. Verglich man die Ringzahlen nach einzelnen Passen mit denen der anderen Mannschaften, zeigte sich jedoch: Mit einer Ausnahme waren wir meist nicht wirklich weit abgeschlagen – es hat am Ende einfach nicht ganz gereicht.
Mir persönlich hat der Wettkampftag dennoch sehr viel Spaß gemacht, und ich möchte mich ausdrücklich bei den anderen bedanken, dass sie mir als „Neuling“ die Möglichkeit gegeben haben, in der Oberliga mitzuschießen. Ein großes Dankeschön geht außerdem an die Ausrichter und alle Helferinnen und Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf und eine tolle Atmosphäre gesorgt haben.
Ich freue mich schon auf das nächste Mal – wenn ich darf ????
Bayernliga
Direkt im Anschluss an die Oberliga waren dann Vroni, Sherif, Eyad, Otti (dieser immer noch gesundheitlich angeschlagen) und ich (Dirk) in der Bayernliga dran. Wolfi war wieder als Coach mit von der Partie.
Machen wir es kurz: Nur Vroni und Sherif kamen weitestgehend an ihre gewohnten Leistungen heran.
Wolfi gab als Coach alles. Er versuchte es mit Tanz und Gesang, lies es dann wieder bleiben und wechselte das Team regelmäßig durch. Unser Tassifant stand auf der Bierbank für einen besseren Überblick, zum Coachen mit in der Box und wurde zwischendrin herzlich gedrückt. An diesem Tag konnten wir machen was wir wollten, es half alles nichts. Und wenn wir in einem Satz mal gut geschossen hatten und ein ordentliches Ergebnis auf dem Scoreboard stand, dann hatten unsere Gegner einen Ring mehr dort stehen. Wenn die Gegner leicht schwächelten, dann taten wir es Ihnen gleich oder schossen in diesen Sätzen noch schlechter. Das zog sich fast den kompletten Nachmittag durch und am Ende des Tages sprechen 1:13 Punkte eine deutliche Sprache.
Am Abend kam dann in der Tassilo internen Liga-Chatgruppe die Nachricht, dass zwei unserer Schützen den Bogen nun an den Nagel hängen, sich ein anderes Hobby suchen und sie sich bereits bei diversen Kochkursen angemeldet haben. Am frühen Sonntag schloss sich noch ein weiterer Schütze daran an. Wir wissen zwar noch nicht mit welchen Schützen wir den nächsten Wettkampftag der Bayernliga bestreiten, aber dafür scheint es in Zukunft sehr leckeres Essen bei uns zu geben.
Gab es auch was positives? Ja! Wir haben weder uns selbst noch irgendwem Anderes versehentlich in die Ferse geschossen (soll ja alles schon vorgekommen sein bei den Tassilos ????) und haben es alle durch das Schneegestöber ohne Unfälle nach Hause geschafft. Das ist doch was auf dem man aufbauen kann.
Ab Montag heißt es: Blick nach vorne, ab in den Practice Room und auf den vierten und alles entscheidenden Wettkampftag im Februar vorbereiten. Wir werden alles dransetzten den momentan drohenden Abstieg zu verhindern.
(MS / DS – 11.01.2026 – Ergebnisse)

