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Unsere Bogenhalle platzt aus allen Nähten

Wer am Samstag - so gegen 18 Uhr - unsere Bogenhalle betrat, der traute seinen Augen kaum: vom Aufbautisch bis zur Schießlinie waren dort 29 (in Worten: neunundzwanzig!) Recurve-Bögen aufgebaut! Und natürlich waren auch die zu den Bögen gehörenden Schützinnen und Schützen in der Halle anwesend. Ein riesiger Andrang und kaum mehr Platz zum Durchkommen. Was ist denn da schon wieder los?

Ganz klar: heute Abend findet unser diesjähriges, mittlerweile schon legendäres Neujahrsschiessen statt. DAS Event im Tassilo Kalender und definitiv ein „Muss“ für jeden volljährigen Schützen unseres Vereins – jetzt war auch klar wieso die Bude so voll war. Wie immer wird das Ganze sehr liebevoll, mit sehr viel Aufwand, Mühe und Detailarbeit von Marion und Tom vorbereitet und durchgeführt. Gibt uns die Einladung in diesem Jahr einen Hinweis auf das was uns erwartet? Man weiß es nicht! Und wir müssen uns noch gedulden bis wir es erfahren, denn zuerst wird gewichtelt.

Wichteln heißt, dass die Schützinnen und Schützen je nach Können ein unterschiedliche großes (oder sagen wir an dieser Stelle besser: „klitzekleines“) Holzstück aus einer Entfernung von 15 Meter treffen müssen, um Ihr Wichtelgeschenk zu ergattern. Wer auf welche Holzgröße schießt, legt Tom fest. Der Schreiber des Berichtes ist der festen Überzeugung, dass die Stücke von Jahr zu Jahr kleiner werden und das Tom mittlerweile bestens mit japanischen Züchtern von Bonsai Bäumen vernetzt ist, die die an den Holzstücken befestigten Drähte bereits im Minimalwachstums des Bonsai-Baumes mit einsetzen. Anders kann man sich dies nicht mehr erklären.

Nachdem jeder der 29 Schützen – durch eine logistische Meisterleistung von Marion, die es geschafft hat, alle anwesenden Tassilos nach und nach an die Schiesslinie zu bringen - sein Holzstück getroffen hatte (teilweise auch unter Mithilfe von Tom, der irgendwann Erbarmen hatte und für die Eine oder den Anderen ein größeres Holzstück an die Scheibe geheftet hat), ging es erst mal ins Stüberl. Ab jetzt ist die Halle für uns alle Tabu und Marion und Tom starten mit dem Aufbau der Überraschung.

In der Zwischenzeit werden die mitgebrachten Leckereien verspeist und man plaudert in lockerer Runde. Irgendwann kommt dann Tom zu uns und sagt: „Wir wären dann soweit“. Na dann - alle im Gänsemarsch ab in die dunkle Halle. Was uns wohl erwartet?

Nächste logistische Meisterleistung ist, dass sich 29 Menschen im Dunkeln zwischen 29 Bögen hindurchschlängeln und Richtung Schießlinie gelangen - hat aber natürlich problemlos geklappt. Und dann ging das Licht an. Was sehen wir? Verschieden große (oder auch hier besser wieder teilweise kleine) Luftballons und darunter ein weißes Brett mit 5 Löchern...große Fragezeichen? Dann die Erklärung von Marion: wir spielen Biathlon. Achso! Jetzt macht auch das weiße Brett mit den Löchern Sinn!

Auch hier wurden die Schützen im Vorfeld von Marion und Tom in 4 verschiedene Klassen eingeteilt und jeder bekommt - je nach vermeintlichem Können - die entsprechend großen Luftballons pro Durchgang (wie beim Biathlon üblich 5 an der Zahl) zugewiesen. Na dann auf, das sieht doch gar nicht so schwer aus...

Denkste! Überraschung! Geschossen wird stehend auf einer „Wackelunterlage“ die ihrem Namen alle Ehre macht. Die erste Gruppe ist an der Reihe und die ersten Pfeile treffen natürlich...nicht. Scheint richtig schwer zu sein darauf zu stehen. Dann aber fällt der erste Treffer und auf einmal großes Staunen unter allen Anwesenden. Das unter dem Luftballon dazugehörige Feld wechselte von schwarz auf weiß (wie auch beim Biathlon die Scheibe nach einem Treffer wechselt). Wie geht das denn? Wie haben die beiden das denn wieder hinbekommen? Als die erste Gruppe zum Pfeile Holen geht, konnte man diese geniale Meisterleistung deutsch-österreicher Ingenieurskunst genauer bewundern: einfach aber genial, aber auf die Idee muss man erst mal kommen. Respekt!!!

2020 NeujahrsschiessenNachdem alle den ersten Durchgang beendet hatten, sollte der Zweite folgen. Also ab auf die Wackelunterlage und die besten Schützen ermitteln, die dann im Finalmodus den Gewinner ausschießen. Denkste! Die nächste Überraschung! Beim Biathlon gibt es stehend und liegend schießen, bei den Tassilos ab sofort stehend und – Achtung – auf einem Stuhl kniend (!) schießen. Witzig zu sehen war, dass durchaus verschiedene Techniken angewendet wurden, um sich auf den Stuhl zu platzieren. Auch die Position der Rückenlehne war nicht bei allen gleich. Manchmal hatte man aber auch einfach nur Angst, dass der Schütze nur noch unter Zuhilfenahme einer Säge jemals wieder von dem Stuhl entfernt werden könnte. Was für ein Spaß!

Nach dieser Runde standen die 16 Finalteilnehmer fest (die 13 Restlichen wurden leider jetzt schon aussortiert) und nun wurde Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, oder aber auch Frau gegen Mann im KO-System die Finalplatzierung ausgeschossen. Hierbei gab es noch eine spannende Thematik, da nämlich das Würfelglück der jeweiligen Paarung entschied, ob man auf der Wackelunterlage oder kniend schießen musste (grade = Wackelunterlage, ungerade = kniend). Die Erleichterung der jeweiligen Paarungen bei einer ungeraden Zahl war förmlich greifbar!

Nach vielen spannenden Matches - bei der auch Anfänger (denen natürlich ein größeres Ziel zugestanden wird als den Profis) die alten Hasen aus dem Rennen genommen haben – und bei denen man teilweise einen Stecknadel in der vollbesetzten Halle hätte fallen hören können, stand dann der Sieger fest. Gewonnen hat Robert der sich in einem sehr spannenden Match hauchdünn im Stechen gegen Rookie Nicolas durchsetzen konnte und der den Siegerpokal in Form einer selbstgebastelten Biathlonscheibe, überreicht von Marion, mit nach Hause nehmen durfte.

Glückwunsch an Robert! Aber auch Glückwunsch an Nicolas, der als Anfänger eine tolle Leistung gezeigt hat.

Zum Schluss ergriff dann Otti in seiner Funktion als Bogensportleiter das Wort und bedankte sich bei Marion und Tom für die Einladung, die Durchführung und die wieder genialen Ideen für unser Neujahrsschiessen. Die Tassilos spendeten beiden langanhaltenden Applaus und man sah überall strahlende Gesichter. Also wir kommen nächstes Jahr gerne wieder.

Da wir davon ausgehen das die Halle auch dann wieder brechend voll sein wird werden wir bei der Gemeinde schon mal eine Erweiterung der Bogenhalle beantragen, nach rechts ist ja noch Platz ;-)

(DS - 04.01.2020)

 

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