Neureuthers hadern nicht mehr mit Pyeongchang - Matilda «wertvoller»
München (dpa) - Sechseinhalb Jahre lang haderte Felix Neureuther mit der Olympia-Vergabe an Pyeongchang und der Niederlage der Münchner Bewerbung - damit ist es aber vorbei. Dass Bayerns Landeshauptstadt und Garmisch-Partenkirchen als Ski-Wettkampfort den Zuschlag nicht erhielten, erwies sich für Neureuther und seine Frau Miriam nämlich privat als Glücksfall. «Wenn die Olympischen Spiele in Garmisch stattgefunden hätten, dann hätten wir keine Tochter», sagte der am Kreuzband verletzte Skirennfahrer (33) am Dienstag in München und deutete eine mögliche andere Familienplanung an.Die Sportler waren im Oktober Eltern einer kleinen Matilda geworden. «Meine Tochter macht mich wirklich um einiges glücklicher, als mich jede Medaille hätte machen können», sagte Miriam Neureuther (27), die vor ihrer Hochzeit kurz vor Silvester Gössner hieß. «Für uns und für mich es perfekt, so wie es jetzt ist.» Die ehemalige Biathletin ergänzte: «Für die deutschen Athleten ist es natürlich schade.»Felix Neureuther wird Olympia nach seiner Knieverletzung verpassen - was viel schlimmer wäre, wäre München Ausrichter. «Dann hätten sie mir beide Haxn aufschneiden müssen, dass ich da nicht mitfahre», scherzte der Routinier als Gast der deutschen Olympia-Einkleidung.

