Verbandsrunde 2021 - 16. Kampftag (Vorschau)
Vorletzter Kampftag in der Bundesliga Südost mit Burghausen - Reilingen/Hockenheim und Viernheim – Lichtenfels. / Endrundenfinals in den nordbadischen Ligen.
(T.P.) Eine denkwürdige Saison neigt sich für die Vereine des Nordbadischen Ringer Verbandes (NBRV) ihrem Ende zu. Die Einteilung der Leistungsklassen in Gruppen, extremes Leistungsgefälle, Kampfabsagen und coronabedingte Ausfälle prägten die diesjährigen Kämpfe in Ober-, Verbands- und Landesliga. Zudem wurde aufgrund eines Votums der Vereine die Regionalliga nach ihrem 13. Kampftag abgebrochen. Einzig die Bundesligen ziehen ihr geplantes Programm, wenn auch unter strengen Auflagen, bisher reibungslos durch.
In der Bundesliga Südost reist die RKG Reilingen/Hockenheim zu ihrem vorletzten Kampf der Saison zum Meister SV Wacker Burghausen und wird nach der verpassten Endrundenqualifikation zumindest versuchen, ihrem Gegner einen ebenso couragierten Kampf zu liefern, wie sie es vor Wochenfrist gegen Nürnberg getan hatten. Dass der Meister nicht unschlagbar ist, hat zuletzt der AC Lichtenfels bei seinem Überraschungserfolg bewiesen.
Der SRC Viernheim empfängt eben jenen AC Lichtenfels zum Duell auf eigener Matte und will sich in seinen letzten beiden Heimauftritten an diesem und am kommenden Samstag (dann gegen Burghausen) mit guten Leistungen seiner jungen Mannschaft von seinen Fans verabschieden, bevor es in der kommenden Saison in der zweiten Liga einen Neuanfang gibt. (Samstag, 19.30 Uhr, Waldsporthalle)
Nach den reihenweisen Absagen einiger Halbfinalvertreter in den nordbadischen Ligen werden nun die Finalkämpfe um eine Woche vorgezogen und direkt ausgetragen. In der Landesliga treffen die Reserven des SV Germania Weingarten und des KSC Graben-Neudorf aufeinander. Hier gelten die Männer des Gastgebers als klare Favoriten, da sie bereits in der Gruppenphase zweimal deutlich mit 40:0 und 48:8 die Oberhand behalten konnten. (Samstag, 17.30 Uhr, Mineralix-Arena).
Mehr Spannung verspricht das Duell der beiden Gruppensieger in der Verbandsliga. Der ASV Bruchsal blieb in der Gruppenphase unbesiegt und gab lediglich zum Auftakt einen Punkt gegen den KSV Kirrlach ab. Das Team von Carsten Spänle stützt sich unter anderem auf seine starken rumänischen und afghanischen Athleten. Ihr Gegner, der ASV Ladenburg II, musste sich in seiner Gruppe einmal der Reserve der RKG Reilingen/Hockenheim geschlagen geben und baut auf eine sehr junge Mannschaft, verstärkt mit einigen Routiniers. (Samstag, 20.00 Uhr, Städtische Turnhalle)
Zum großen Showdown der dominierenden Teams in der Oberliga kommt es zwischen dem SV Germania Weingarten und der KG Laudenbach/Sulzbach. Beide Mannschaften wurden in der Gruppenphase nur bedingt gefordert und setzten sich in ihren Kämpfen stellenweise überdeutlich klar durch. Lediglich der KSV Ketsch bot den Germanen ansatzweise Paroli, während die KG in ihrer Gruppe auf keinen nennenswerten Widerstand traf und in sechs Kämpfen gerade einmal 19 Mannschaftpunkte abgeben musste. Weingarten kann auf einen breiten, mit international erfahrenen Ringern und deutschen Talenten gespickten Kader zurückgreifen. Laudenbach/Sulzbach besitzt eine, in allen Klassen gut besetzte Mannschaft, aus der die beiden Wagin-Brüder als Neuzugänge herausragen. (Samstag, 20.00 Uhr, Mineralix-Arena)

