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Ladenburg: Erste Abteilungs-Olympiade war ein großer Erfolg

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		Ladenburg:  Erste Abteilungs-Olympiade war ein großer Erfolg

Ladenburg. (stu) Die Ladenburger Sportvereinigung (LSV) trifft mit ihren Veranstaltungen stets den Geschmack der Sportbegeisterten. Das zeigt sich unter anderem beim Anmeldeboom für das Triathlonfestival, bei dem meist nach nur einer halben Stunde alle Startplätze vergeben sind. Noch schneller ging es jetzt beim Feriencamp: innerhalb von nur fünf Minuten waren die 70 Plätze für Kinder, die sich an der LSV-Sportwoche beteiligen wollen, belegt.

Die Mitorganisatorin des Triathlons, Anne Vormwald, hatte die Idee, dass der Verein eine Art Abteilungs-Olympiade anbieten könnte, um das Leistungsspektrum der neun LSV-Abteilungen zu präsentieren. Ihre Neuerung stieß bei den Abteilungsleitern und Trainern auf breite Zustimmung. Nach einer zeitintensiven Vorbereitungsphase war es am vergangenen Freitagmorgen so weit. Die junge Sportgemeinde kam pünktlich ins Römerstadion, um einen ersten Flexibilitätstest zu machen. Weil die Wetterprognosen alles andere als optimal waren, entschlossen sich die Veranstalter, ihre Sportwoche in die Lobdengauhalle zu verlegen.

Von der Stadtverwaltung gab es für die Hallennutzung grünes Licht, was LSV-Vorsitzende Petra Klodt dankend registrierte. Sie war froh, dass die Sportwoche so gut angenommen wurde. Zum einen werden durch die Schnupperangebote die zahlreichen Sportmöglichkeiten im Großverein aufgezeigt. Zum anderen sollen die Kinder erfahren, wie der Trainingsablauf in den anderen Abteilungen ist.

Hauptorganisator Marc Schuff ergänzte, dass es das oberste Ziel sei, Kinder und Jugendliche für Sport zu begeistern. Im Verein werde viel Wert auf die Pflege der Gemeinschaft gelegt. "Man gewinnt zusammen und ist happy, aber man verliert auch zusammen und kann die Enttäuschung gemeinsam verarbeiten", sagte der LSV-Jugendleiter. Er selbst engagiert sich auch als Basketball-Trainer.

Durch die Olympiade in Tokio war bei vielen Teilnehmern der Sportwoche der Blick auf die Goldmedaillen-Gewinner gerichtet. Weitspringen wie Malaika Mihambo, Tischtennisspielen wie Dimitrij Ovtcharov oder Turnen wie Elisabeth Seitz müsste man können – die Spitzen-Leistungen der Olympiateilnehmer werden auch von den kleinen Sportfans interessiert verfolgt.

In den Übungsstunden fordern die 40 Trainerinnen und Trainer der Abteilungen Volleyball, Basketball, Handball, Fußball, Tischtennis, Rope Skipping, Leichtathletik, Triathlon und Turnen aber zunächst einmal keine Spitzleistungen ein. Wenn sie allerdings Talente sichten, nehmen sie Kontakt mit den jeweiligen Leistungszentren in der Metropolregion auf. Ihre primäre Aufgabe sehen die LSV-Trainer aber darin, den Kindern die Freude an der Bewegung zu vermitteln. Nicht selten werden im Sportverein Freundschaften fürs Leben geschlossen, und Jugendleiter Schuff hat festgestellt, dass auch die Eltern der Kinder oft Freunde werden.

90 Euro kostete die Teilnahme an der LSV-Sportwoche. Jedes Kind erhielt dabei ein Trainings-T-Shirt in der LSV-Vereinsfarbe rot und eine ausgewogene, gesunde Verpflegung. Vereinsvorsitzende Klodt dankte zur Eröffnung des Sportcamps der Pfälzer Firma "Kartoffel-Kuhn", die frisches Obst zur Verfügung gestellt hatte. Die Getränke finanzierte Dieter Keller vom Ladenburger "Edeka-Markt", sodass die ehrgeizige Sportgemeinde, quasi ohne die Vereinskasse zu belasten, versorgt war. Klodt war auch voll des Lobes für die "perfekte Organisation". Jedes Kind bekam eine Laufkarte, die an den jeweiligen Stationen abgestempelt wurde, wenn es die Übungsvorgaben erfüllt hatte.

"Das Training macht mir riesigen Spaß", fand Leon. Eigentlich spielt er am liebsten Fußball, aber Basketball fand er nun auch "richtig cool". Die sechsjährige Laura war noch nie Mitglied in einem Sportverein. Ihr gefielen die Trainingseinheiten der Rope-Skipping-Trainerinnen besonders gut. Jetzt will sie ihre Eltern davon überzeugen, dass das schnelle Seilspringen der richtige Vereinssport für sie ist.

Petra Klodt hörte die positiven Meldungen der Sportwochen-Teilnehmer gerne, und gegen den ein oder anderen Vereinseintritt hat die Vorsitzende natürlich nichts einzuwenden. Trotz Corona blieb die Mitgliederzahl im größten Verein der Römerstadt mit 1800 recht konstant. Jetzt hofft Klodt, dass ein weiterer Lockdown abgewendet werden kann, denn die aktiven Mitglieder sehnen sich nach ihren Sportstunden. Klodt wirbt dafür, dass sich die LSV-Mitglieder gegen Covid-19 impfen lassen. "Geimpfte Personen übernehmen Verantwortung, weil sie sich und ihre Mitmenschen schützen."

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