Michael Raelert muss Spitze beim Laufen ziehen lassen
Raelert-Brothers
Positive Renngestaltung, aber kein erfolgreiches Resultat bei der Challenge St. Pölten – Beim Laufen fehlt der nötige Druck und der gewohnte Rhythmus
St. Pölten. Das Schwimmen und Radfahren verlief positiv, das Endergebnis nicht: Michael Raelert hat bei der Challenge St. Pölten nicht das erhoffte Resultat erzielt. Nach 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen belegte er in 3:56:38 Stunden Rang 19. „In einem Wettkampf, der vom Anfang bis zum Schluss von hohem Tempo bestimmt ist, darfst Du Dir keine Schwächen erlauben. Leider habe ich heute beim Laufen überhaupt nicht zu meinem Tempo gefunden“, sagte der Rostocker, der seinem deutschen Landsmann Frederic Funke zum Sieg gratulierte. „Das war ein richtig starker Auftritt“, sagte Michael Raelert. Frederic Funk gewann in 3:44:49 Stunden vor den beiden weiteren Deutschen Jan Stratmann (3:49:25 Stunden) und Maurice Clavel, der 3:49:56 Stunden benötigte.
Bis zum Start des Laufens war Michael Raelert in aussichtsreicher Position. Als Vierter kam er in 25:26 Minuten aus dem Wasser. Auf den beiden Runden durch den kühlen Viehofer See hatte sich der Deutsche Timo Hackenjos von seinen Verfolgern abgesetzt und in 24:26 Minuten eine Spitzenzeit vorgelegt. „Mein Schwimmen war in Ordnung“, sagte Michael Raelert, „mein erster Wechsel war es nicht.“ Auf dem Rad gehörte der Rostocker dennoch zu den schnellsten Athleten und fuhr in 2:09:06 Stunden auch die fünftschnellste Zeit des Tages. „Frederic hat auf dem Rad richtig Alarm gemacht“, sagte Michael Raelert nach dem Rennen, bei dem Frederic Funk durch seine Attacke nach wenigen Kilometern den Grundstein für den späteren Sieg legte. Dahinter gehörte Michael Raelert zu den Verfolgern.
Als Vierter kam Michael Raelert vom Rad und versuchte dann, beim Laufen ein hohes Tempo anzuschlagen. „Leider hat das überhaupt nicht funktioniert“, sagte Michael Raelert, der nicht zu seinem Rhythmus fand und die Spitzengruppe früh ziehen lassen musste. „Es ist natürlich schon schade, wenn Du gerne Gas geben möchtest, aber der Druck nicht da ist“, sagte Michael Raelert nach seiner Laufzeit von 1:17:15 Stunden. „Aber ich werde weiter arbeiten“, sagte der Rostocker, „die Richtung stimmt, ich bin weiterhin voller Zuversicht.“

